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Die Photovoltaikanlage lohnt sich der Kauf für Eigenheimbesitzer?



Im Energiemix kann man die Erzeugung von Strom als überaus wichtig bezeichnen. Zwar sind die Preise für die Einspeisung in das öffentliche Netz gering. Aber der klimabezogene Vorteil ist enorm. Eine Photovoltaikanlage ist noch teuer, aber die Preise sinken. Auch die Miete einer Solarstromanlage kann sinnvoll sein. Lohnt sich der Kauf für Eigenheimbesitzer auch in 2021?

Photovoltaik Eigenheim
Photovoltaik Anlage Eigenheim

Selbst die Landespolitik in Deutschland hat das Thema Sonnenenergie für sich entdeckt. Ob es eine flächendeckende Solardachpflicht in Deutschland geben wird, ist wohl abhängig von der Bundestagswahl.

Die Frage, ob sich eine Photovoltaikanlage für Eigenheimbesitzer auch finanziell lohnt, ist vor dem Hintergrund der Klimakrise hochbrisant. Es muss aber nicht immer der Kauf sein, auch die Miete einer Solaranlage steht für viele Immobilienbesitzer zur Option.

Lohnt sich der Kauf einer Photovoltaikanlage für Eigenheimbesitzer?

Wer sich vor 10 Jahren mit der Investition in eine Photovoltaikanlage beschäftigte stieß auf hohe Anschaffungskosten. Die Preise sind aber in diesem Zeitraum Rund um die Hälfte gesunken. Die Nettopreise für Komplettanlagen liegen im Jahr 2021 bei circa 1.200 Euro je Kilowatt Leistung. Die Investition kann sich somit durch die Einspeisung in das Netz und weniger Strom aus dem Netz nach 15 Jahren amortisieren.

Dass sich die Preise für die Einspeisevergütung des Staates von derzeit acht Cent mittelfristig erhöhen dürfte, politisch motiviert, anzunehmen sein. Wer aber viel selbst erzeugten Strom verbraucht und nur wenig einspeist, sollte über den Kauf nachdenken. Eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr über eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren ist durchaus realistisch.

Tipp: Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden größere Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt preiswerter, da die EEG-Umlage entfällt. Ist der Verbau einer größeren Anlage möglich können so mehrere Hundert Euro Überschuss erwirtschaftet werden und der Anteil des teuren Netzstroms wird weitaus geringer.

Wissenswert: Wer eine 16-Kilowattanlage mit 100 Quadratmetern verbauen kann spart jedes Jahr zehn Tonnen CO2. Das entspricht dem CO2-Ausstoß eines Bundesbürgers über ein gesamtes Jahr.

Lohnen sich Batteriespeicher für Solarstromanlagen?

Betrachtet man die Anschaffungskosten in Bezug zur Nutzung des eigens produzierten Stroms, lohnt sich der Verbund mit einem Batteriespeicher bis dato noch nicht, auch wenn die Preise langsam sinken. Wer sich mit der Frage auseinandersetzt und den erzeugten Strom speichern und 24/7 nutzen will, sollte auf Landesförderungen setzen. Einige Bundesländer bezuschussen den Kauf von Batteriespeichern.

Tipp: Wer keinen Batteriespeicher nutzt sollte die technischen Geräte mit einer Zeitschaltuhr versehen. Läuft die Wasch- oder Spülmaschine immer mittags um 12 Uhr wird mehr selbst verbraucht und weniger eingespeist. Das verringert die Einspeisung mit teurem Strom aus dem Netz und verbessert die Kosten-Nutzenkalkulation.

Photovoltaikanlage kaufen oder mieten?

Man muss die doch gr0ßen Anschaffungskosten nicht selbst berappen. Es gibt spezielle Anlagenvermieter, teils auch lokale Stadtwerke, bei denen man komplette Systeme mieten kann. Doch man sollte hier genau und detailliert rechnen, ob es sich lohnt.

Der Vorteil einer Miete ist einfach erklärt: Die hohen Investitionskosten fallen weg. Zudem braucht man sich um nichts mehr zu kümmern. Von der Installation der gewünschten Komponenten über den Netzanschluss bis hin zu Überwachung und Wartung. Der Anlagenvermieter bildet ein komplexes System an, für das man Miete zahlt.

Die Mietverträge laufen, je nach Anbieter, zwischen 15 und 20 Jahren. Die restlichen maximal 10 Jahre Lebensdauer gehört die Anlage in der Regel den bisherigen Mietern. Die monatlichen Kosten für die Anlagenmiete liegen bei 50 bis 150 Euro pro Monat, je nach Leistungsgröße und Komponenten. Bei 10 Jahren Laufzeit und 100 Euro im Monat kommen so immerhin 24.000 Euro zusammen. Im Gegenzug kostet einen 10 Kilowatt-Anlage ohne Speicher 12.000 Euro einmalig. Jedoch müssen diese Anlagen auch gewartet und gesäubert werden.

Verbraucherschützer geben an, dass es bereits Fälle gab, in denen die Mieten auf die Gesamtdauer berechnet doppelt so hoch ausfielen wie eine Einmalinvestition. Jedoch ist diese Rechnung ein Worst-Case-Szenario.

Tipp: Wer abwägen will ob sich die Miete einer PV-Anlage rechnet, sollte einen Energieberater hinzuziehen. Dieser kalkuliert beides Szenarien in Abhängigkeit von Stromverbrauch, Personenanzahl und baulichen Möglichkeiten.

Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Solarstrom hat den immensen Vorteil, dass man Stück für Stück unabhängiger wird von galoppierenden und steigenden Preisen am Strommarkt. Ohnehin zahlen Verbraucher nirgendwo innerhalb Europas so viel für Strom wie in Deutschland. Und die Preise werden auch noch in 2021 ordentlich anziehen.
Auch wenn sich die Strompreiserhöhungen regional unterschiedlich darstellen, so treiben die Nutzungsentgelte die Preise im Durchschnitt um 2,7 Prozent nach oben.

Umso interessanter ist es sich mit den Förderungsmöglichkeiten der KfW auseinanderzusetzen. Der Kredit 270 für erneuerbare Energien Standard finanziert eine PV-Anlage mit nur 0,55 Prozent. Zusammen mit Förderprogrammen der einzelnen Bundesländer kann so die Einmalinvestition zusammen mit einer intelligenten Planung viel Geld sparen. Und dem Klima tut es ohnehin gut.

Foto: (c) colmkay/ pixbay.com

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