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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

25.11.2018

Vom Entfernen der Graffitis an Hauswänden

Gerade in den Metropolen habe Immobilieneigentümer mit unzählig, teils großflächigen Beschmierungen zu kämpfen. Das Entfernen von Graffitis an Hauswänden, Fenstern und Türen gehört fast schon zum turnusgemäßen To-Do der Hausbesitzer. Wir klären die Rechtslage, aber auch, wie man diese Graffitis nicht nur entfernt, sondern auch vorbeugende Maßnahmen unternimmt.

Das Bild der von Graffitis beschmierten Hausfassade kennt jeder Mensch. Gerade in den Großstädten führen Immobilieneigentümer und Vermieter einen fast aussichtslosen Kampf gegen die teils in Gruppen organisierten Banden. Mal großflächig, mal nur ein Bandenkürzel, die Kosten für das Entfernen sind hoch und fast wiederkehrend. Dennoch, das sei gleich vorab gesagt, sind diese Kosten für die Beseitigung nicht auf die Mieten umlegbar, selbst wenn es immer wieder vorkommt.

Die rechtliche Lage von Graffitis an Hauswänden

Generell stellt das Aufbringen von Graffitis eine Straftat, im Näheren eine Sachbeschädigung, dar, sofern es ohne Einwilligung des Eigentümers geschieht. Dabei stellen die Polizeibehörden immer wieder fest, dass viele junge Sprayer gar nicht um die juristische Sachbeschädigung wissen.

Tipp: Sollten Sie die Täter auf frischer Tat erwischen oder beobachten, unbedingt die Polizei benachrichtigen und keinesfalls selbst agieren. Denn eine Großzahl der Graffitis an Hauswänden geht von Banden aus, die maskiert durch die nächtlichen Straßen ziehen und ihre Reviere markieren.

Meist jedoch bemerkt man die Schriftzüge und Kunstwerke (so sehen es die Sprayer) erst später. Eine Anzeige bei der Polizei macht aber Sinn, da die Ansprüche aus der Sachbeschädigung 30 Jahre gelten und man oftmals die Kunstwerke einem bestimmten Sprayer zuordnen kann. Jeder, bzw. jede Gruppe hat seinen eigenen, individuellen Stil.

Schnelles Handeln beim Entfernen ist in jedem Fall anzuraten, so Experten. Denn nichts nervt den Sprayer so sehr, wie das schnelle Entfernen seines Kunstwerkes. Will oder wollen sie doch, dass man es tagelang bewundert. Ebenso beugt man Nachahmern vor, die sich durch bereits vorhandene Graffitis an Hauswänden animiert fühlen und ihre Kunstwerke sofort daneben fixieren. Doch wie entfernt man die Tinte aus den Spraydosen oder die mit Edding, einem Permanetmarker, aufgebrachten Zeichen?

Das Entfernen von Graffitis an Hauswänden

Generell kommt aus auf das Material der Fassade an. Offenporige, aus Sandstein, lassen sich nur schwer von den teils wasserunlöslichen Farben befreien. Anders sieht es bei Marmor aus, oder bei lasiertem Holz und Fensterflächen. Hier können spezielle Lösungsmittel aufgetragen werden, die man nach einer gewissen Einwirkungszeit abstreichen oder abbürsten kann.

Diese Anti-Graffitifarben als Abbeizmittel gibt es im gut sortierten Baumarkt oder einem Fachhandel für Bauchemie.

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Tipp: Wer dem Graffiti selbst zu Leibe rücken will, sollte unbedingt eine Schutzbrille und Handschuhe tragen.

Darüber hinaus gibt es in jeder größeren Stadt Fachfirmen, die sich auf das Entfernen von Graffiti auf Hauswänden & Co spezialisiert haben. Die Preise sind abhängig vom Grad der Verschmutzung, dem Untergrund und der benutzten Farbe.

Tipp: Bei Immobilien, die stets und ständig von Sprayern heimgesucht werden, lohnt es sich eine Flatrate bei der Fachfirma zu buchen. Das kann im Zweifel preiswerter sein, als immer wieder einen Neuauftrag auszulösen.

Doch selbst wenn die Farbe ausgewaschen oder entfernt werden kann verbleiben oft Schatten auf der Fassade, die nur durch einen zweimaligen Anstrich verschwinden. Ärgerlich, das alles.

Vorbeugung gegen Graffitis an Hauswänden

Prophylaxe ist stets die beste Alternative. Spezielle Schutzbeschichtungen können auf die Fassade aufgetragen werden, bevor die Sprayer das Haus verschandeln. Doch Achtung: dieser Permanentschutz verhindert das Atmen des Baukörpers und sollte somit nur an den Stellen verwendet werden, die oft heimgesucht werden.

Ein anderes und wirklich wirksames Mittel ist das Beleuchten der Fassade oder des Hauses in der Nacht. Wie der Einbrecher, so scheut auch der Sprayer die Öffentlichkeit. Entweder man entscheidet sich für eine dauerhafte Beleuchtung, oder man nutzt Bewegungsmelder, die in unerreichbarer Höhe angebracht, den strafbaren Künstler abschreckt. Gerade bei den Hausrückseiten empfiehlt sich dies ohnehin, da Lichtquellen Mieter und Dritte in der Dunkelheit vor Gefahren schützen, siehe Verkehrssicherungspflicht.

Und wer sich selbst als kreativer Hausbesitzer oder Vermieter betrachtet entscheidet sich für Fassadenfarben, die Sprayern die Lust nehmen. Vielleicht hilft auch selbst ein Wandbild aufzubringen. Denn kein Künstler übermal gerne andere Bilder.

Gaunerzinken sind kein Graffiti

Immer wieder finden Immobilieneigentümer Zeichen an den Haustüreingängen. Diese werden oft unscheinbar und nicht im Sichtfeld angebracht. Und wer jetzt denkt, das sei nur wieder einer dieser verrückten Sprayer, der sollte die Gefahr eines Einbruchs nicht ausschließen. Viele Banden von Einbrechern spähen Häuser aus und markieren diese durch spezielle Zeichen, also Hinweise, an den Wänden, aber auch an Türen und Laternen. Diese Zeichen können verschiedene Bedeutungen haben. So zum Beispiel ausdrücken, dass hier viel zu holen ist, oder das Objekt von aufmerksamen Mietern überwacht wird. Diese Gaunerzinken sollten bei der Polizei gemeldet werden.

Foto (c) herbert2512/pixabay.com

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