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Zu viel internationales Geld zu wenige Immobilien


Beim Immobilienkauf soll die Mieteinnahme die Rendite erzielen. Diese Regel scheint aufgeweicht, da die Haushalte die Spitzenmieten nicht mehr tragen können. Internationale Investoren spülen viel Geld nach Deutschland, obwohl Häuser, Wohnungen und Grundstücke Mangelware sind. Für Kaufwillige Selbstnutzer und Mieter der pure Stress.

Immobilienmarkt 2020
Die Entwicklung des Immobilienmarkts | Foto: (c) SatyaPrem/pixabay.com

Schon immer hieß es: Schaffe, schaffe, Häusle baue. Und wer sich vor Jahrzehnten daranhielt, gehört heute zu den Gewinnern. Aktuelle Zahlen des Bundesbauinstituts belegen den starken Wertzuwachs. Sie sind aber auch Beleg dafür, dass der Zeitpunkt zum Kauf für Selbstnutzer längst vorbei ist.

Dennoch steigern sich die Preise, auch in 2020, soviel sind sich Experten sicher. Der Bedarf ist, gerade in den Städten, nachhaltig groß. Doch trotz mangelnder Neubautätigkeit und zu wenigen Immobilien wird Deutschland von Investorengeldern überschwemmt, die wenigstens ein paar Prozentpunkte Zinsen verdienen wollen. Der Immobilienmarkt wird sich durch dieses zusätzliche Geld weiterhin aufheizen.

Belegbare Preissteigerungen belegen Ungleichgewicht

Die Daten aus dem jüngsten Gutachten des Bundesbauinstituts sind für viele Kaufwillige Selbstnutzer von Immobilien ein Alarmzeichen. Der zeitliche Zenit, bis zu dem sich der Immobilienkauf noch lohnt, scheint klar überschritten zu sein.

Seit dem Jahr 2009 stiegen die Durchschnittpreise auf dem Immobilienmarkt um jährlich 4,3 Prozent. Bei Eigentumswohnungen und Baugrundstücken war der Preisanstieg noch größer. Für Immobilienbesitzer gute Nachrichten. Für die bundesdeutschen Haushalte, die aber selbst Eigentum erschaffen wollen, ein Schlag in die Magengrube. Denn Fakt ist, dass die Durchschnittslöhne seit 2009 nicht im Ansatz mit den Preissteigerungen mithalten konnten.

Diese Bedingungen werden sich vorerst nicht ändern, so die Aussicht auf den Immobilienmarkt 2020, zumal die hohe Nachfrage die Preise in den Metropolen und Mittelstädten oben hält. Neubauten würden die Situation entspannen. Aber in den Städten sind Baugrundstücke Mangelware, von fehlenden Fachkräften, die die Immobilien tatsächlich bauen sollen, ganz zu schweigen. Komplizierte Bauvorschriften und Widerstände der Bürger bei der Nachverdichtung verschärfen die Situation.

Zu viel internationales Geld auf Deutschem Immobilienmarkt

Wären es allein die oben benannten Rahmenbedingungen könnte man meinen, dass die Gefahr einer Überhitzung des Immobilienmarktes regelbar wäre. Doch die Anzeichen, dass Unmengen von internationalen Geldern auf den deutschen Immobilienmarkt schwemmen werden, mehren sich.

Nein, im Jahr 2020 werden Fakten verdeutlichen, dass viel Geld die Immobilienpreise noch weiter nach oben schrauben werden. Ob Spekulanten, die über Unsummen an Geld verfügen, oder Pensionskassen und Versicherungen. Der Deutsche Immobilienmarkt ist ein Magnet, ob der soliden Wirtschaft und berechenbaren Gerichte.

Der Grund ist klar: Es fehlt an globalen Möglichkeiten die Anleger wenigsten mit ein paar Prozentpunkten Rendite zufriedenzustellen. Die EZB befeuert diese Tendenz aufgrund ihrer Nullzinspolitik.

Im Jahr 2019 wechselten bundesweit Immobilien für 269 Milliarden den Besitzer, so das Bundesbauinstitut. Der Großteil, mithin mehr als zwei Drittel, betraf Wohnungen und Häuser im Privatsegment.

Doch allein die Privatverkäufe an private Selbstnutzer dürfte in 2020 stark zurückgehen. Wohingegen, so Experten, mehr als 320 Milliarden auf den Konten von internationalen Investoren, die zum Teil in Deutschland aktiv werden wollen, darauf warten Neuanschaffungen zu tätigen. Von frei werden Geldern aus auslaufenden Staatsanleihen in Höhe von 125 Milliarden Euro ganz zu schweigen.

Preissteigernde Auswirkungen durch internationale Investments

Klar dürfte sein, dass nur ein Teil des Geldes, dass den internationalen Investitionswilligen zur Verfügung steht, nach Deutschland fließen wird. Aber es wird viel und damit steigt 2020 der Anteil am Gesamtumsatz mit Immobilien. Und Verlierer werden bau- oder kaufwillige Selbstnutzer sein.

Bei stetig niedrigem Angebot werden die Preise weiterwachsen und das die Mieten am Ende kaum mehr die vollen Kapitalkosten einspielen können, dürfte klar sein. Es ist also nicht mehr die Miete an sich, die die Rendite einspielt, sondern der mögliche Wertzuwachs der Immobilie.

Diese Entwicklung kann nicht ewig so weitergehen. Aber das Ende des Möglichen ist noch nicht erreicht. Klar ist aber: Der Privathaushalt, der sich selbst Wohnraum schaffen möchte, bleibt auf der Strecke, zugunsten von Investmentgesellschaften, die die Preise teils surreal in die Höhe treiben.

 

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