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Wo erfahren Immobilien einen Wertzuwachs?



Mnchen, Hamburg und Berlin konnten sich in den letzten Jahren ber einen Wertzuwachs im Immobilienbereich freuen. Doch die Klein- und Mittelstdte ziehen nach. Wo lohnt es sich aktuell dem Immobilienboom anzuschlieen? Umfragen von Bausparkassen besttigen zuknftige Preisanstiege in den B-Lagen.

Wo gibt es Wertzuwachs bei Immobilien
Immobilien Wertzuwachs | Foto:(c) dimitrisvetsikas1969/pixabay.com

Auf 357.386 Quadratkilometer leben 82,79 Millionen Menschen in 18,95 Millionen Wohngebuden. Das ist Deutschland. Und betrachtet man den Immobilienmarkt zwischen Flensburg und Sonthofen so knnen sich Immobilienbesitzer in den Grostdten Mnchen, Hamburg, Berlin & Co seit Jahren ber Wertzuwchse freuen. Und der Immobilienboom hlt an.

Doch zeigen Umfragen von Bausparkassen aber auch Erhebungen von Experten, dass gerade die B- und C-Lagen in Deutschland zulegen und den Metropolen langsam den Rang ablaufen. Ein Ausblick in den Immobilienmarkt macht Sinn, um zu wissen, wo sich Investitionen zuknftig lohnen.

Der Deutsche Immobilienmarkt ist different

Die ewige Leier, dass die Preise fr Wohnimmobilien in den Metropolen Deutschlands steigen, hat nach wie vor Gltigkeit. Mnchen ist teuer, wie eh und je, Hamburg ebenfalls und in Berlin kann die grte Preissteigerung konstatiert werden, mithin einen Preiszuwachs von fast 76 Prozent ber alle Immobiliensegmente. Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille, die lndlichen Gebiete, die unter Abwanderung leiden und fehlende wirtschaftliche Perspektiven.

Eine Studie der Sparda-Banken aus 11. 2018 (Wohnen in Deutschland) zeigt deutlich, wie different die Preise sind. Dabei liegt der durchschnittliche Kaufpreis in Deutschland bei 2.000 Euro pro Quadratmeter, der aber von 71 Prozent der Regionen unterboten wird. Dem entgehen stehen 6.000 Euro pro Quadratmeter in den A-Lagen Mnchens, Hamburgs oder sogar Berlins.

Im Landkreis Mnchen mssen Immobilienkufer von Einfamilienhusern 5.862 Euro pro Quadratmeter berappen, im Landkreis Dahme-Spreewald, sdstlich von Berlin gelegen, nur 1.299 Euro.

Bei den Top-10 der Mittelstdte liegt Freiburg im Breisgau mit 3.729 Euro pro Quadratmeter Eigentumswohnung auf dem ersten Platz. In Erfurt muss man nur 1.604 Euro bezahlen um Eigentmer einer Wohnung zu sein.

Kurzum: Auf dem Land ist es preiswert und in den Stdten teuer. Bis auf Berlin ist der Immobilienpreis in den stlichen Bundeslndern gering, in Nord- und Mitteldeutschland, bis auf Hamburg, moderat und im Sden teuer.

Immobilien in Mittelstdten erfahren einen Wertzuwachs

In einer Studie fr die Sparda-Bankengruppe wurde festgestellt, dass nicht nur die grten Stdte, die Big-Seven, mit hohen Preisen in den letzten 10 Jahren aufwarten. Unter den teuersten 20 Stdten Deutschlands tummeln sich auch Klein- und Mittelstdte. Ob Erlangen oder Esslingen, Freiburg oder Ingolstadt, Konstanz oder Landshut, Rosenheim, Regensburg oder Tbingen. Von 3.350 Euro in Esslingen bis 4.500 Euro in Konstanz sind die Quadratmeterpreise durchaus hoch und bieten fr Investoren eine klare Konkurrenz zu den A-Lagen der Metropolen.

Ein Blick auf den genauen Wertzuwachs von Immobilien lohnt, um diesen Trend der ehamaligen B-und C-Lagen zu besttigen. So fhrte das Maklerunternehmen Homeday fr die WirtschaftsWoche eine Erhebung zu den Preissteigerungen von 150 Stdten durch, deren Einwohnerzahl ber 60.000 liegt.

Demnach erfuhr Berlin, die Hauptstadt, mit 46 Prozent in drei Jahren den grten Wertzuwachs im Mietsegment Deutschlands. Dies ist insoweit logisch, als dass die jhrlichen Zuzge von 60.000 Menschen im Jahr das Wohnungsangebot deutlich bersteigen. Doch wer jetzt denkt, dass auf den nchsten Pltzen eine Grostadt wie Mnchen, Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart folgt, der irrt gewaltig.

Erst auf dem 35sten Platz rangiert Frankfurt am Main mit einer Preiserhhung von 29,8 Prozent in drei Jahren. Die 33 anderen oberen Pltze werden angefhrt von den Stdten Augsburg, Heilbronn, Leipzig und Ludwigsburg mit Steigerungen von ebenfalls ber 40 Prozent.

Auch in Mittelstdten wie Aalen, Delmenhorst, Esslingen, Gttingen oder Schwenningen stiegen die Preise fr das Wohnen um mehr als 30 Prozent in den betrachteten drei Jahren.

Die Aussage, dass gerade die Klein- und Mittelstdte vom Immobilienboom profitieren und nicht nur die Big-Seven, ist korrekt.

Die Grnde fr Preisanstiege der B- und C-Lagen

Zum einen liegen viele der betrachteten Klein- und Mittelstdte im Einzugsgebiet der groen Metropolen. Doch eine Untersuchung ber das Wanderungsverhalten von Familien ergab unlngst, dass viele den Megacitys den Rcken kehren, gerade wenn Nachwuchs ansteht.

Die meisten Klein- und Mittelstdte in den prosperierenden Regionen sind Universittsstdte, die junge Menschen anziehen. Gerade Freiburg im Breisgau, Leipzig, mit seiner Nhe zu Berlin, oder auch Gttingen stehen hoch im Kurs bei Studierenden. Gerade die finanziell geplagten Studenten leiden seit Jahren unter der Wohnungsnot der Grostdte, wo es fast keine WG-Zimmer mehr gibt und wenn, dann sprengt es den BAfG-Rahmen ohnehin.

Zum anderen sind die obig benannten Stdte mit 80.000 oder 500.000 Einwohnern infrastrukturell gut ausgebaut, werben mit einem guten VPN und locken mit Kunst und Kultur.

Und was ist mit der Umlandregion der Grostdte? Die Bausparkassen beobachten seit Jahren einen Anstieg der Neubauttigkeiten in den Peripherien der urbanen Stdte. Eine klare Tendenz fr willige Investoren und Bauherren, die dort noch Grundstckspreise vorfinden, die bezahlbar sind.

Kurzum sollten die Preise in den kommenden drei Jahren in den Megacitys, den sieben grten Stdten eher stagnieren, mit Ausnahme von Berlin und signifikanten Bezirken der Hauptstadt. Die Klein- und Mittelstdte haben beim Thema Wertzuwachs nicht nur die greren Brder abgehngt, sie haben bereits aktuell die Nase vorn und die Tendenz ist auch zuknftig positiv zu bewerten.

Foto:(c) dimitrisvetsikas1969/pixabay.com

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