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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

13.12.2018

Wie gestaltet sich zukünftiges Wohnen Teil II

Bereits heute ächzen die Megametropolen unter dem Zuwachs an Einwohnern. Und auch in Deutschland gestaltet sich zukünftiges Wohnen neu, innovativ und kreativ. Doch wie lebt es sich in einer Mikrowohnung, wie ändert sich die gesamte Infrastruktur der Zukunftsstadt und warum ist Energieeffizienz das Top-Thema unseres Zusammenlebens?

Die Städte dieser Welt wachsen, stets und ständig. Und nicht nur in Asien, auch in Europa stehen Stadtplaner und Architekten vor riesigen Herausforderungen. Wie im ersten Teil beschrieben wird Verdichtung das kurzfristige

Wohntrend Zukunft
Wohnen in der Zukunft | Foto: (c) MichaelGaida/ pixabay.com

Stadtplanungskonzept. Aber auch in die Höhe werden die Städte wachsen, nur in Ebenen aufgeteilt und miteinander verbunden.

Doch warum verändert die Reduzierung fossiler Brennstoffe und der Klimawandel unser Zusammenleben und den Hausbau? Und welche zukunftsweisenden Bauarten gibt es bereits heute?

Die Zukunft gehört energieeffizienten Immobilien

Die Zeiten in denen fossile Brennstoffe den Hauptanteil der Energieversorgung übernehmen schwindet zusehends. Es braucht wirksame und drastische Konzepte um die energetische Bilanz von Häusern zu verbessern, weltweit. Das Thema Klimawandel hat die Politik, die Wirtschaft und die Menschen teils stark sensibilisiert und der CO2-Ausstoß muss sinken.

Ideal sind konzeptionelle Herangehensweisen die sowohl die dämmenden Funktionen von Immobilien betrachten als auch die Verbindung nachhaltig produzierter und umweltverträglicher Energie. So entstehen in den Neubaugebieten Deutschlands bereits ganze Siedlungen von Niedrigenergiehäusern die mit einer idealen Wärmedämmung daherkommen und Solaranlagen wie auch Wärmepumpen das Heiz- und Stromkonzept liefern.

Mittlerweile sind selbst Häuser keine Zukunft mehr die überschüssige Energie liefern, so genannte Plusenergiehäuser. Durch intelligente Lüftungssysteme, eine perfekte Dämmung von Fassade und Dach und die Lichteinstrahlung der Sonne durch große Fensterflächen verdeutlicht dieser Haustyp auch die Zukunft von Mehrfamilienhäusern, sogar Hochbauten. Sonnenkollektoren und ein kluges Wärmespeichersystem runden das Bild des regenerativen und energetisch selbstversorgenden Hauses ab. Von CO2-Emmisionen ist keine Rede mehr.

Die Zukunft des Wohnens wird von Häusern dominiert sein, die nicht nur über eine ideale Dämmung verfügen und innovative und regenerative Baumaterialien verwenden. Die Immobilie der Zukunft wird selbst Energie produzieren und die Allgemeinheit mit Wärme und Strom versorgen.

Kühn und innovativ die Zukunft des Wohnens planen

Die Bilder, die wohl jeder von den Städten der Zukunft im Kopf hat sind bereits Gegenwart, in Teilen zumindest. Begrünte Hochhäuser, die selbst Energie produzieren sind ebenso Realität wie begrünte Dächer mit Sonnenkollektoren und Wasseraufbereitungsanlagen. Auch das Leben auf dem Wasser ist durch Hausboote und Floating-Homes eine Alternative neben dem Land auch das Wasser zu bewohnen und infrastrukturell und energetisch zu verbinden. Und selbst Plattformen in der zweiten Etage eines Stadtzentrums sind bereits angerissen und werden wohl in 50 Jahren zum Normalbild einer Stadt avancieren.

Doch bei allen innovativen Ideen von Landschafts- und Städteplanern, Architekten und der Politik: der Mensch an sich wird sich räumlich einschränken müssen. Wo heute in den Industrienationen 100 Quadratmeter für eine vierköpfige Familie normal sind, werden kleinere Wohneinheiten, innenarchitektonisch intelligent geplant, Normalität. Große Fensterflächen, viel Technik für ein multimediales und sicheres Leben auf kleinem Raum.

Diese Mikrowohneinheiten sind aktuell zwar eher die Vorliebe kreativer Entwickler, den Nerds des Wohnens. Aber solche Wohnungen, die auf 25 Quadratmetern alles bieten, was ein Singlehaushalt benötigt, könnten die Zukunft für ganze Stadtviertel sein. Da geht es um jeden Quadratzentimeter, um im Boden eingelassene Betten, die zum Esstisch avancieren, oder herausfahrbare Wohnungsteile oder Balkone sind keine Visionen mehr. Die Verwendung von in Massen produzierten Containern oder Modulen für junge Menschen, Studenten oder Ruheständlern zeugen von viel Kreativität, sind Ressourcen schonend und schnell zu bauen.

Auch die Infrastruktur und das Thema Mobilität werden das Bild der Großstädte weltweit verändern. Bereits heute, aktuell fast überall in Europa, werden ganze Heerscharen von Privatautos aus der Innenstadt vertrieben. So forciert die Stadt Barcelona in Spanien den Bau von Superblöcken. Man fasst mehrere Straßen zusammen und so entsteht, einem Schachbrett gleich, ein riesiger Wohnblock. Der Autoverkehr bleibt im Außenbereich und nur Fahrräder und Busse treffen mit maximal 10 Stundenkilometern auf Fußgänger in diesem neuen urbanen Raum. Solche Konzepte ändern den architektonischen Gesamtplan einer Stadt und reduzieren Schadstoffe und verbessern das Stadtklima.

Zukünftiges Wohnen eine soziale und psychische Herausforderung

Der Mensch wird sich an vieles neu gewöhnen müssen. Weniger Wohnraum, dafür energetisch regenerativ und voller multimedialer und an das Arbeitsleben angepasster Technik. Doch diese Entwicklung wird auch soziale und psychische Herausforderungen mit sich bringen. Innerstädtisch werden eher gutverdienende Menschen in den oberen Etagen leben und die Gentrifizierung wird sich in das Untergeschoß der Megastädte hin entwickeln. Die Umlandregionen werden zur Naherholung ausgebaut, durch schnelle Kleinzüge verbunden.

Und der Mensch? Er wird seinen Rückzugsraum, seinen Wohn- und Lebensbereich neu betrachten müssen. Das wird ganze Teile der Gesellschaft verändern im Einzelnen jeden von uns. Da kann man nur hoffen, dass in 100 Jahren nicht nur lebende Leichen mit einem Handyimplantat unter der Kopfhaut in Microwohneinheiten lebend die Megametropolen der Zukunft bewohnen. Und nein, so wird es nicht kommen. Aber vieles wird sich ändern, Vieles.

Foto: (c) MichaelGaida/ pixabay.com

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