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Warum sich Solaranlagen auch für Mietshäuser lohnen


Die Energiepreise steigen und für Strom muss man durchschnittlich bereits 29 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Photovoltaikanlagen sind bei Einfamilienhäusern längst gebräuchlich. Aber auch Vermieter von Mietshäusern sollten aus Spargründen über die Anschaffung einer Solaranlage nachdenken. Wo liegen die Vorteile, welche Modelle kommen bei Mehrfamilienhäusern in Betracht und wie hoch sind die Kosten?

Ökostrom ist in und bei den steigenden Energiepreisen denken nicht nur Selbstnutzer und Einfamilienhausbesitzer über eine Solaranlage nach. Je nach Gebäudeart des Mehrfamilienhauses ist die Installation denkbar einfach, der Betrieb relativ wartungsarm und neben den geringen Kosten von Sonnenenergie kann man sogar Geld mit dem Ökostrom verdienen.

Gute Gründe warum sich Solaranlagen auch für Mietshäuser lohnen

Wer sein Mehrfamilienhaus mit einer Photovoltaikanlage ausstattet, kann seine Mieter mit relativ preiswertem Strom versorgen. Das steigert die Vermietbarkeit an sich, senkt die Betriebskosten und ist bei dem modernen Mieter wahrlich willkommen.

Zusätzlich kann der produzierte Strom der Sonne in das Allgemeinnetz eingespeist werden. Dadurch erreicht man eine zügige Refinanzierung und auf Dauer eine bessere Rentabilität des Gesamtobjektes. Sogar konservative Wohnungsbaugesellschaften und größere Immobiliengesellschaften haben den Trend erkannt und nutzen die Energie der Sonne.

Bevor man sich mit einem Experten für Photovoltaik auseinandersetzt sind einige rechtliche, organisatorische und steuerliche Besonderheiten zu beachten. Die technische Installation selbst stellt aber keine große Herausforderung dar. Ob Solarmodul oder der Wechseltrichter, diese Teile sind fast auf allen Dächern schnell verbaut und auch die Anschlussleitungen in die Mietwohnungen sind von einem Fachbetrieb relativ einfach und schnell zu verlegen.

Bei Mehrfamilienhäusern gibt es, im Gegensatz zum Einfamilienhaus, einen schlagenden Vorteil. Da ein einzelner Haushalt in der Regel nur zu 30 Prozent des Tages Strom benötigt wird der Überschuss in das Stromnetz geleitet. Anders herum wird er zuweilen witterungsbedingt nicht produziert, wenn er benötigt wird. Bei Mehrfamilienhäusern mit vielen Mietparteien ist die Anforderung durch unterschiedliche Lebensrhythmen ausgeglichen und die Eigenverbrauchsquote besser, die Verbrauchszeiten verteilen sich schlichtweg gut.

Hinzu kommt der klare Vorteil, dass Mehrfamilienhäuser über eine größere Fläche verfügen, an denen Module angebracht werden können und so die Ausbeute steigt. Bei Wohngebäuden mit einem Flachdach können so viele Quadratmeter für viel Ökostrom sorgen.

Drei mögliche Modelle als Produzent von Solarstrom

Organisatorisch muss der Vermieter im Vorfeld prüfen, welches der nachfolgenden Modelle sinnvoll erscheint.

Beim ersten Modell verkauft der Immobilieneigentümer den produzierten Strom einzig und allein an seine Mieter. Der restliche Strom wird, wie gewohnt, bei den üblichen Energieversorgern eingekauft.

Beim zweiten Modell tritt der Eigentümer als kompletter Stromlieferant auf und kauft bei einem Energieversorger den Reststrom und beliefert seine Mieter komplett. Der Mieter erhält vorteilhaft nur eine Rechnung von einem Versorger, dem Eigentümer, oder Vermieter.

Beim dritten Modell tritt der Immobilieneigentümer gar nicht auf und der Verkauf wird von einem externen Dienstleister übernommen.

Achtung: Der Mieter kann nicht zur Abnahme des Solarstroms gezwungen werden. Deshalb sollte man alle Mieter hierzu vorab befragen. Auch bei einem Mieterwechsel muss der neue Mieter den selbst produzierten Strom nicht abnehmen. Dieser muss und wird dann in das Netz eingespeist.

Im Resümee sollte man sich mit einem Fachbetrieb oder Energieberater vorab beraten und das individuell sinnvollste Modell wählen.

Größere Solaranlage produzieren günstigere Strompreise

Größere Photovoltaikanlagen können günstigeren Strom produzieren. Wie groß oder klein die Solaranlage dimensioniert sein muss, entscheidet der Bedarf. Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt in der Regel bis zu 5 kWp (Kilowatt Peak, Nennleistung einer Photovoltaikanlage. Für einen kWp ist eine Fläche von fünf Quadratmetern eines Solarmodules nötig.

Bei einem Mehrfamilienhaus mit 10 Mietparteien müssen ergo bis zu 50 kWp geleistet werden. Das entspricht einer Quadratmeterfläche an Solarmodulen von maximal 250. Da in der Regel nur 1,8 Personen durchschnittlich in einem Mieterhaushalt leben, ist die benötigte Fläche weitaus geringer.

Eine Anlage, die zwischen einem und 10 kWp produzieren soll, liegen die Anschaffungskosten bei circa 1.500 Euro pro kWp. Bei größeren Anlagen mit bis zu 40 kWp reduziert sich der Anschaffungspreis auf 1.400 Euro pro kWp.

Tipp: Die KfW und einige regionale Sonderfonds bieten Zuschüsse oder verbilligte Kredite für Solaranlagen an, auch für Immobilieneigentümer, die vermieten.

Die Betriebskosten einer Solaranlage

Die Montage selbst macht nur circa 15 Prozent der obig genannten Kosten aus, mithin durchschnittlich 180 Euro pro benötigten kWp bei einem Mehrfamilienhaus. Beim Einbau durch einen Fachbetrieb, was unabdingbar anzuraten ist, werden die Montagekosten meist in der Gesamtrechnung inkludiert.

Der zu verbauende Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in den benötigten Wechselstrom umwandelt, kostet zwischen 400 und 2.000 Euro.

Die laufenden Betriebskosten errechnen sich an erster Stelle durch die Wartungen der Anlage. Mit der installierenden Fachfirma kann ein Wartungsvertrag geschlossen werden. Hier muss man mit jährlichen Kosten von 10 bis 20 Euro pro installiertem kWp rechnen.

Der Abschluss einer Betreiberhaftpflichtversicherung ist ein Muss, ideal ist hier eine Allgefahrendeckung, auch gegen witterungsbedingte Schäden.

Wer als Stromlieferant den Strom in das allgemeine Netz einspeisen will, kann für rund 40 Eurp im Jahr einen Stromzähler beim Energielieferanten mieten, um so die genaue Menge und die Abrechnung kalkulieren und überprüfen zu können.

Bedenkt man am Ende, dass der Preis für eine Kilowattstunde Strom bereits bei durchschnittlich 29 Cent liegt, Tendenz steigend, und Solarstrom nur bei durchschnittlich 18 Cent, kann sich die Investition in die Kraft der Sonne auch und gerade für Mehrfamilienhausbesitzer und Vermieter lohnen.

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