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Hilfreiche Tipps zum Übergabeprotokoll von Mietwohnungen


Mieter, aber auch Wohnungseigentümer ohne Hausverwaltung, wissen meist nicht welche genauen Bestandteile ein Übergabeprotokoll bei Einzug oder Auszug enthalten sollte. Auch der genaue Ablauf bei Überlassung der Immobilie oder der Rückgabe enthält viele Fallstricke, die man umgehen kann. Wir haben für Mieter wie auch Vermieter die wichtigsten zusammengestellt.

Bei einer Wohnungsübergabe sind viele Dinge zu beachten | (C) B&P Internetmanagement

Damit schon bei der Erstbesichtigung keine Missverständnisse auftauchen hier die wichtigsten Tipps:

- Die Besichtigung sollte immer bei Tageslicht stattfinden, um mögliche Mängel besser entdecken zu können, Räume ohne Tageslicht sollten gut ausgeleuchtet sein.

- Nehmen Sie als Wohnungsinteressent eine neutrale Person mit, denn vier Augen sehen mehr als zwei und das kann für beide Seiten von Vorteil sein.

- Vor der Besichtigung sollte man die offenen Fragen schriftlich notieren, die aus dem Exposé oder der Beschreibung im Internet nicht beantwortet wurden.

- Generell sollte man sich ausreichend Zeit nehmen um Fragen zu klären, um eine möglich Raumverwendung oder Einrichtung gedanklich planen zu können.

- Mieter sollten Kamera und Zollstock mitnehmen, falls Grundriss und ausreichende Bilder nicht bereits vorhanden sind. Vor dem Fotografieren sollte man den Vermieter um Erlaubnis fragen.

- Mögliche Mängel sollten bereits notiert werden, um eine Grundlage für das Übergabeprotokoll zu besitzen aber auch, um Klarheit über eine mögliche Mängelbeseitigung seitens des Vermieters zu schaffen.

- Auch Räumlichkeiten wie Balkon und Nebengelasse (Keller, Garage etc.) sollten eingehend besichtigt werden

Der Tag der Übergabe steht bevor, auch hier sollte man auf einiges achten, sowohl als Mieter, als auch als Vermieter

- Jeder Raum der Wohnung, der zum angemieteten Objekt laut Mietvertrag gehört, so auch Keller, Abstellkammern etc. sollten einzeln protokolliert, alle Mängel wie auch der Gesamtzustand des jeweiligen Räume notiert werden.

- Ist die Wohnung vorher renoviert worden, gegebenenfalls durch den Vormieter, so sollte man auf die Farbübergänge achten, sind Farbspritzer auf den Türen, Fenstern, oder auf dem Boden?

- Ist die Wohnung renovierungsbedürftig, oder auch teilrenovierungsbedürftig, so sollte mit dem Vermieter jeder zu renovierende Raum einzeln besprochen werden, was wird vom Mieter renoviert, was nicht. Auch sollte der Endzustand nach der mieterseitigen Renovierung festgehalten werden, um Problemen beim Auszug vorzubeugen.

- Sind alle Fliesen im Bad oder der Fliesenspiegel in der Küche in einwandfreiem Zustand, wo genau sind Bohrlöcher, oder abgeplatzte Fliesen, wie sehen die Bodenfliesen aus, dass alles sollte man dokumentieren.

- Sind alle Sanitärelemente wie Wasserhähne, Spülung etc. voll funktionstüchtig? Dies gilt auch für durch den Vermieter überlassene Geräte wie Spülmaschine, Herd, oder Waschmaschinen. Auch die Funktionsfähigkeit der Lichtschalter, sofern möglich, sollte überprüft werden.

- Alle Fenster, alle Türen, so auch die Eingangstür sollte gut schießen und nicht in ihrer Funktionsweise eingeschränkt sein, wie zum Beispiel Dreh- und Kippfähigkeit.

- Protokollieren sie sowohl Zustand als auch Art der Bodenbeläge aller Räumlichkeiten.

- Sind alle eingebauten Elemente im Bad (WC, Badewanne, Waschbecken, Bidet) oder der Küche in Ordnung, überprüfen sie diese auf Kratzer, oder Risse.

- Gemeinsam mit dem Vermieter sollte sie alle Zählerstände noch mal ablesen und einzeln notieren. Hierzu gehören Strom und Gas, Wasser sowie Warmwasser und auch die Zählerstände an den einzelnen Heizungen in den jeweiligen Räumen.

- Achten Sie besonders auf Schimmel an den Wänden, beziehungsweise Übergangen von Wand zu Decke, oder Wand zum Boden, gerade in den Nasszellenbereichen. Auch die Außenfensterbereiche, sowie Türen sollten überprüft werden.

- Fotoaufnahmen sind immer von Vorteil, für beide Seiten, um den genauen Zustand zu beweisen.

- Das Übergabeprotokoll sollte neben der genauen Anschrift des Mietobjektes auch die Kontaktdaten von Mieter, wie Vermieter enthalten. Darüber hinaus sollte ein Hinweis auf eine mögliche Frist zur Mängelbeseitigung enthalten sein. Das Übergabeprotokoll ist von beiden Seiten zu unterschreiben und kann formlos erstellt werden.

- Meist erfolgt beim Übergabeprotokoll auch die Schlüsselübergabe. Hier sollten beide Seiten auf die Anzahl und den Verwendungszeck achten und dies protokollieren.

Nachträgliche Mängelanzeige

In einem Übergabeprotokoll sollte nicht nur der Zustand der Räume genau festgehalten werden. Auch sollte der Vermieter dem Mieter beim Einzug eine Nachfrist einräumen, um bei der Besichtigung nicht festgestellte Mängel nachrangig anmelden zu können. Diese Nachfrist liegt nach geltender Rechtsprechung bei zurzeit einem Monat, aber auch 14 Tage werden von einigen Juristen als statthaft angesehen, sofern die Mängel überschau sind.

Das Fazit:

Das Übergabeprotokoll ist als Anlage zum Mietvertrag wohl der wichtigste Bestandteil. Mögliche Schadenersatzansprüche aus dem Mietverhältnis begründen sich meist auf dessen Inhalt. Vermieter sollte die Aufgabe der Übergabe bei Ein-, oder Auszug des Mieters einer Hausverwaltung überlassen. Sollte keine vorhanden sein, kann man eigens für diesen Zweck auch eine beauftragen. Auf diversen Internetportalen, so zum Beispiel auf hausverwalterscout.de stehen weitere Themen und Tipps für Eigentümer und Vermieter bereit, die bares Geld sparen können und das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ins rechte Licht rücken.

Fakt ist jedenfalls, dass bei einem zu erstellenden Übergabeprotokoll beide Seiten detailliert notieren sollten, wie der Zustand der Mietwohnung und seiner Räumlichkeiten ist, um sich über diesen Teil des Vertrages hinaus auch nach dessen Beendigung zu vertragen.

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