Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Tipps für die richtige Mietersuche - Teil 1



Die Suche nach dem richtigen Mieter ist teilweise gar nicht so einfach. Ein Fehlgriff kann schnell teuer werden und eine Menge Ärger bereiten. Deswegen sind die folgenden Tipps zur Mietersuche für Vermieter sehr hilfreich.

Mietersuche
Wie findet man den passenden Mieter | Foto:(c) Peggy_Marco/pixabay.com

Mieter, die ihre Miete nicht bezahlen oder die Wohnung zweckentfremden, sind für Vermieter ein echter Alptraum. Damit sie sich nicht dem Stress aussetzen müssen, Miete hinterherzulaufen oder Mieter abzumahnen, sollten Vermieter deswegen von vornherein große Sorgfalt bei der Auswahl der Mieter walten lassen.

Dabei sollten Vermieter Augenmaß bewahren und die Miete nicht zur Wuchermiete hochkalkulieren. Übersteigt die kalkulierte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um 50 Prozent greift § 291 StGB. Bei über 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete werden empfindliche Ordnungsstrafen fällig. Nur bei Gewerbemietverträgen sind Vermieter in der Kalkulation relativ frei.

Neben einer guten Vorbereitung auf die Mietersuche spielt die Selbstauskunft der Interessenten eine zentrale Rolle. Sehr wichtig ist es, sich über die Bonität der Interessenten zu informieren und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung anzufragen.

Die passende Vorbereitung auf die Mietersuche

Der erste Schritt bei der Suche nach neuen Mietern besteht darin, eine angemessen hohe Miete für eine Wohnung zu verlangen. Ist die Miete zu niedrig, bewerben sich Himmel und Menschen auf die Wohnung, was sehr viel Bürokratie mit sich bringt. Ist die Miete zu hoch, werden häufig Menschen angelockt, die sich in einer verzweifelten Situation befinden. Sie brauchen so dringend eine Wohnung, dass sie bereit sind, jeden Preis zu bezahlen.

Vermieter sollten, beziehungsweise müssen sich mit der ortsüblichen Miete auseinandersetzen, um die Miete auch rechtlich belastbar zu kalkulieren.

Meistens können sie sich die hohe Miete aber nicht oder zumindest nicht lange leisten, so dass es zu Problemen bei den Mietzahlungen kommt. Ebenso kann es passieren, dass sogenannte Mietnomaden auf die Wohnung aufmerksam werden. Diese sind auf der Suche nach besonders hochwertigen und attraktiven Wohnungen, zahlen die Miete aber niemals.

Um passende Mieter für die eigene Wohnung zu finden, ist es wichtig, an der richtigen Stelle zu suchen. Das bedeutet unter anderem, die passenden Immobilienportale für die eigene Wohnung zu wählen. Ebenso entscheidend ist es, Wohnungsbesichtigungen gezielt vorzubereiten. In der Regel bringen Massenbesichtigungen nichts, da Vermieter dort keinen persönlichen Kontakt zu den Interessenten aufbauen können. Stattdessen sind individuelle Besichtigungstermine und Gespräche viel hilfreicher.

Eine Selbstauskunft der Interessenten einholen

Wenn Vermieter einen möglichst guten Eindruck von einem Interessenten gewinnen wollen, lassen sie sich von diesem eine Selbstauskunft geben. Hieran können unter anderem Informationen zur Bonität oder zur Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen wollen, abgelesen werden. Über eine solche Selbstauskunft sichern sich Vermieter ab, da Interessenten alle Fragen, die in direktem Bezug zur Mietsache stehen, wahrheitsgemäß beantworten müssen. Sollten Sie dies nicht tun, können die Vermieter im Nachhinein aufgrund der falschen Selbstauskunft fristlos kündigen. Das gilt selbst dann, wenn die Miete bis dahin immer pünktlich und zuverlässig gezahlt wurde.

Eine Selbstauskunft ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bietet sie die Möglichkeit, viele kostbare Informationen über die Mietinteressenten zu bekommen. Auf der anderen Seite muss sie zwingend rechtskonform sein. Das bedeutet, dass alle Fragen, die nicht in Verbindung zur Mietsache stehen, tabu sind. Sollten dennoch solche Fragen in der Selbstauskunft stehen, können die Mietinteressenten einfach die Unwahrheit sagen, ohne dass dies negative Konsequenzen für sie hätte.

Achtung: Mieter sind nicht dazu verpflichtet, eine Selbstauskunft zu erteilen. Die meisten machen es jedoch, um überhaupt Chancen auf eine Wohnung zu haben.

Sich einen Überblick über die Bonität der Interessenten verschaffen

Ein ausschlaggebendes Kriterium für Vermieter bei der Vergabe einer Wohnung ist die Bonität der Interessenten. Eine gute Möglichkeit, um sich einen Überblick über die Bonität der Wohnungssuchenden zu verschaffen, ist die Schufa-Selbstauskunft. Diese können Bürger in bestimmten Abständen einholen.

In einer solchen Selbstauskunft stehen sämtliche Finanzinformationen, die eine Auskunftei über eine Person gesammelt hat. Somit gewinnen die Vermieter einen sehr guten Eindruck davon, wie der jeweilige Interessent finanziell aufgestellt ist und ob er seinen finanziellen Verpflichtungen immer pünktlich nachgekommen ist.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Schufa-Selbstauskunft. Die eine umfasst sämtliche Daten zur finanziellen und ökonomischen Geschichte eines Menschen. Die andere ist eine verkürzte Version, in der ausschließlich die Informationen enthalten sind, die für Vermieter interessant sind. Damit möglichst frühzeitig alle benötigten Informationen zur Verfügung stehen, sollten Vermieter die Interessenten schon vor der Wohnungsbesichtigung darauf aufmerksam machen, dass sie eine solche Selbstauskunft wünschen. Die Interessenten können Sie dann direkt zum Besichtigungstermin mitbringen.

Vom Vorvermieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung erbitten

Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist für Vermieter ein hilfreiches Tool, um sich gegen Mietausfälle abzusichern. In einer solchen Bescheinigung bestätigen die Vorvermieter, dass der Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich und vollständig nachgekommen ist. Wenn ein Mieter eine solche Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vorlegt, kann davon ausgegangen werden, dass er zuverlässig ist.

Andersherum funktioniert die Beurteilung allerdings nicht. Bloß weil ein Mieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung nicht vorlegen kann oder will, ist er noch lange nicht unzuverlässig. Denn Vermieter haben kein Recht, ein solches Dokument einzufordern. Zudem sind nicht alle Vermieter bereit, ein solches Dokument auszustellen, was die Mieter teilweise in schwierige Situationen versetzt. Deswegen sollte eine vorliegende Mietschuldenfreiheitsbescheinigung positiv bewertet werden, das Fehlen eines solchen Dokuments jedoch nicht negativ.

Im zweiten Teil dieses Ratgebers erfahren Sie, welche Vorteile Bürgschaften und Kautionen mit sich bringen und für wen sich eine Mietausfallversicherung lohnt. Außerdem werden Vorschläge gemacht, wie Vermieter am besten auf Mietrückstände reagieren.

Foto:(c) Peggy_Marco/pixabay.com

Artikel-Finder
Volltextsuche

Vergangene Monate

März

Februar

Januar

alle Artikel

Mietwohnung gesucht?

Hier Mietgesuch eintragen
Für Hausverwalter
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Firma vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von HausverwalterScout.

Kostenlos und unverbindlichFinden Sie eine passende Hausverwaltung in Ihrer Nähe

  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!