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Teil 1: Mit der Bonitätsprüfung Risiken als Vermieter minimieren



Die Bonitätsprüfung dient dazu, die Zahlungsfähigkeit von Mietinteressenten zu überprüfen. Dieser Artikel klärt, woher Auskunfteien ihre Daten beziehen und mit welchen Unternehmen sie kooperieren. Hierbei kommen klare Gos und No gos in Bezug auf die Bonitätsdaten zur Sprache.

Bonität Mieter
Bonitätsprüfung durch Vermieter | Foto:(c) geralt/pixabay.com

Vermieter haben ein Interesse daran, dass die Miete immer pünktlich auf ihrem Konto landet. Um hierfür die besten Voraussetzungen zu schaffen, müssen sie solvente Mieter auswählen. Um herauszufinden, wie es um die Zahlungsfähigkeit von Mietinteressenten bestellt ist, sollte eine Bonitätsprüfung eingeholt werden, die Mietinteressenten bei der Schufa einholen können.

Hierfür stehen die Daten der Auskunfteien zur Verfügung, die mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammenarbeiten. Bei der Sammlung und Nutzung von Bonitätsdaten sind jedoch bestimmte Gos und No gos zu berücksichtigen.

Wie zahlungsfähig sind Mietinteressenten?

Bei der Auswahl geeigneter Mieter ist für Vermieter vor allem interessant, ob die Mietinteressenten zahlungsfähig sind und sich die Miete überhaupt leisten können. Um dies zu klären, ist eine Bonitätsauskunft sehr hilfreich. Die Mietinteressenten können sich bei einer Auskunftei eine Zusammenstellung aller Daten geben lassen, die etwas über ihre Bonität aussagen. Dieses Dokument legen sie dann dem Vermieter vor, um nachzuweisen, dass sie zahlungsfähig sind.

Die bekannteste Auskunft in Deutschland ist wohl die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA). Diese bietet Interessenten verschiedene Arten von Bonitätsauskünften. Die vollständige Auskunft, enthält alle Daten zu einer Person. In der abgespeckten Version sind lediglich Daten aufgeführt, die für die Aufnahme eines Mietverhältnisses relevant sind. Weitere Auskunfteien von Relevanz sind Bürgel, Boniversum oder Deltavista.

Woher stammen die Daten der Auskunfteien?

Die Daten, die bei den Auskunfteien abgespeichert werden, stammen aus öffentlichen Quellen. Wenn beispielsweise ein Eintrag im Handels- und Vereinsregister vorliegt, nutzen die Auskunfteien die entsprechenden Informationen. Außerdem checken sie Telefonverzeichnisse und überprüfen regelmäßig die veröffentlichten Insolvenzen. Wenn ein Unternehmer einen Betrieb gründet oder einen gerichtlichen Vergleich abschließt, ist das für die Auskunfteien ebenfalls relevant. Auch das öffentliche Schuldnerverzeichnis, das in den Amtsgerichten bereitsteht, dient als Quelle.

Des Weiteren ist für Auskunfteien die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wichtig. Unter anderem spielen hierbei Inkassobüros eine Rolle. Zudem beziehen viele Auskunfteien nähere Informationen von Banken. Diese müssen den Auskunfteien Meldung machen, wenn sich ein Vertragspartner nicht an die vereinbarten Regeln hält. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn bestehende Forderung nicht oder zu spät bezahlt oder wenn ein bestimmtes Konto oder eine Kreditkarte missbräuchlich verwendet werden.

Achtung: Bei vielen Auskunfteien ist es gängig, Negativdaten zu sammeln. Hierbei handelt es sich um nicht vertragsgemäßes Verhalten der Vertragspartner. Andere setzen auf Positivdaten. Diese zeigen, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen immer pünktlich nachkommen ist. Beide Arten von Informationen sind für Vermieter hilfreich und interessant.

Auskunfteien setzen auf Kooperationen

Eine Auskunftei ist immer nur so gut, wie die Kooperationspartner, die ihr die Informationen und Daten liefern. Deswegen arbeiten Auskunfteien mit allen Unternehmen zusammen, die bei Vertragsabschluss mit einem Kunden ein wirtschaftliches Risiko eingehen. Hierzu gehören beispielsweise Kreditinstitute und Leasingfirmen. Diese stellen den Vertragspartnern Geldmittel oder waren zur Verfügung, und bekommen erst später ihr Geld dafür.

Des Weiteren klären die Auskunfteien mit Telekommunikationsanbietern und Energieversorgern, ob die monatlichen Zahlungsverpflichtungen eingehalten wurden oder ob es zu Verzögerungen bei den Zahlungen kommt. Weitere wichtige Kooperationspartner sind Versandhäuser und Versicherungsunternehmen. In der Regel liefern solche Kooperationspartner Negativdaten. Sie informieren die Auskunfteien also immer dann, wenn bestimmte Forderungen nicht bezahlt oder wenn ein Vertrag fristlos gekündigt wurde.

Gos und No gos bei der Speicherung von Bonitätsdaten

Der Datenschutz ist ein hohes Gut, dem in Deutschland im Rahmen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) eine große Bedeutung zugemessen wird. Deswegen dürfen nicht alle Daten abgespeichert werden, die über eine Person eventuell vorliegen.

Welche Daten abgespeichert werden dürfen, regelt ein Erlaubnistatbestand. Hierbei werden die persönlichen Rechte der Nutzer den berechtigten Interessen der Auskunfteien gegenübergestellt. Nur wenn letztere überwiegen, dürfen die entsprechenden Daten abgespeichert werden. Die Auskunfteien müssen hierbei schriftlich festhalten und erklären, warum sie die Speicherung einer bestimmten Information für unvermeidlich halten.

Zu den klassischen Daten, die bei einer Auskunftei abgespeichert werden, gehören der Name, das Geburtsdatum und die Anschrift. Zudem liegen Informationen zu bestehenden Bankkonten und Kreditkarten vor. Sollten Leasingverträge oder Mobilfunkverträge abgeschlossen worden sein, ist dies bei den Auskunfteien ebenfalls vermerkt. Wenn Menschen Ratenzahlungsgeschäfte tätigen, Bürgschaften eingehen oder aufnehmen oder Kredite nutzen, vermerken die Auskunfteien dies ebenfalls. Das Zahlungsverhalten gegenüber Handelsunternehmen wird ebenso dokumentiert wie Zahlungsausfälle bei berechtigten Forderungen.

Es gibt aber auch bestimmte Informationen, die bei einer Auskunftei nicht abgespeichert werden dürfen. Hierzu gehören unter anderem der Beruf, der Familienstand und die Nationalität. Auch die Aktivität in Vereinen oder Parteien sowie die privaten Vermögen und Einkommen haben in den Auflistungen der Auskunfteien nichts zu suchen. Ebenso wenig sind Auskunfteien dazu berechtigt, dass individuelle Kaufverhalten festzuhalten und nachvollziehbar zu machen.

Im zweiten Teil dieses Ratgebers geht es darum, wie die Berechnung der Bonität erfolgt, welche Rolle der Scorewert hierbei spielt und wie man diesen verbessern kann. Des Weiteren zeigt sich, welche Faktoren zu einer negativen Bonität führen.

Foto:(c) geralt/pixabay.com

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