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Risiken und Vorteile beim Bieterverfahren von Immobilien - Teil II



Das Bieterverfahren ist nicht bei allen Immobilien die perfekte Lösung. Es gibt aber Situationen, in denen dieses Verfahren anderen Verkaufsstrategien weit überlegen ist. Verkäufer sollten objektiv einschätzen, zu welcher Kategorie ihr Gebäude gehört, und sich die Risiken und Vorteile beim Bieterverfahren von Immobilien klar vor Augen führen. Nur wenn die Vorteile in der persönlichen Situation deutlich überwiegen, sollte auf dieses Verfahren zurückgegriffen werden.

Der erste Teil dieses Ratgebers untersuchte, wie das Bieterverfahren im Einzelnen abläuft und wie sich daraus ein Verkauf ergeben kann.

Jetzt geht es um die Frage, für welche Gebäude sich dieses Verfahren anbietet. So haben zum Beispiel schwer verkäufliche Immobilien bei einem Bieterverfahren die besten Chancen, einen neuen Besitzer zu finden. Aber auch bei einem Verkauf unter Zeitdruck funktioniert dieses Verfahren gut. Wer dieses Vorgehen nutzt, sollte die damit verbundenen Vor- und Nachteile genau kennen, um diese für sich nutzen beziehungsweise umgehen zu können.

Das Bieterverfahren ist ein guter Weg den marktüblichen und realen Marktpreis zu finden und setzt sich klar von der üblichen Vermarktung mit Preisbenennung oder der Zwangsversteigerung ab. Ein Preis wird nicht genannt. Dieser entsteht durch das Hochbieten während des Bieterprozesses. Auch wenn sich diese Art der Vermarktungsstrategie noch nicht ganz durchgesetzt hat, gehört diese Form des Verkaufs jedoch bei der typischen eBay-Mentalität zu einem tragfähigen Konzept.

Für welche Immobilien bietet sich das Bieterverfahren an?

Das Bieterverfahren eignet sich nicht für jede Art von Immobilie. Eigentümer müssen sich deswegen genau überlegen, ob sie sich für dieses Vorgehen entscheiden. Ganz grundsätzlich gilt: Eine Immobilie ist dann für das Bieterverfahren geeignet, wenn an ihr etwas ganz großartiges und gleichzeitig etwas ganz Schlechtes ist. Zudem bietet es sich bei schwer verkäuflichen Immobilien an und wenn ein großer Zeitdruck vorherrscht.

Wenn sich Stärken und Schwächen die Waage halten

Immobilien, bei denen alles stimmt, gehen weg wie warme Semmeln. Häufig ist es aber so, dass mit ganz großartigen Eigenschaften auch riesige Nachteile einhergehen.  Ein typisches Beispiel hierfür ist eine Immobilie, die sich zwar in einer exzellenten Lage befindet, dafür aber renovierungsbedürftig ist. In einem solchen Fall ergeben verschiedene Wertschätzungen des Gebäudes häufig unterschiedliche Werte. Um sich hier einen objektiven Eindruck zu verschaffen und zu wissen, was die Leute für diese Immobilie zu zahlen bereit sind, ist das Bieterverfahren eine gute Wahl.

Schwer verkäufliche Immobilien werden über ein Bieterverfahren leichter verkauft

In einigen Fällen erweisen sich Immobilien als schwer verkäuflich. Das liegt dann zum Beispiel daran, dass sie nur für eine bestimmte Käuferklientel ansprechend sind oder bestimmte Nachteile wie eine fehlende Dämmung besitzen. Bei solchen Gebäuden erweisen sich Inserate und Annoncen häufig als nicht funktional. Dann ist es eine gute Idee, das Bieterverfahren zu verwenden, um möglichst direkt mit Kaufinteressenten in Kontakt zu treten. Diese können dann gezielt von den Vorteilen einer Immobilie überzeugt und eventuell zum Kauf animiert werden.

Wenn Zeitdruck herrscht

Das Bieterverfahren ist grundsätzlich eine sehr schnelle Verkaufsstrategie. Die Eigentümer bekommen kurzfristig Feedback auf ihre Inserate und können mit einer Vielzahl von Kaufinteressenten in Kontakt treten. Je nach Wunsch können hierfür Sammelbesichtigungen oder individuelle Besichtigungen gewählt werden. Deswegen bietet sich das Bieterverfahren immer dann an, wenn für den Verkauf nur wenig Zeit zur Verfügung steht.

Diese Vorteile bringt ein Bieterverfahren mit sich

Einer der größten Vorteile beim Bieterverfahren ist die kurze Vermarktungszeit. Von der Erstellung eines Inserats bis zum Hausverkauf vergehen häufig nur wenige Monate. Insbesondere beim Online-Bieterverfahren wird eine Menge Zeit eingespart. Hinzu kommt, dass oft ein besonders hoher Verkaufspreis erzielt wird. Die Kaufinteressenten haben das Gefühl, in einer Art Wettbewerb zu sein und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu müssen. Aus diesem Grund bieten sie häufig mehr, als dies bei anderen Verkaufsverfahren der Fall gewesen wäre.

Das Bieterverfahren hat eine besonders hohe Reichweite. Das bedeutet, dass möglichst viele Kaufinteressenten aus einem großen Umfeld angesprochen werden. Gerade im Online-Bereich ist man so nicht auf seinen regionalen Markt beschränkt, sondern kann landesweit nach Interessenten suchen. Hierdurch entsteht eine größere Aufmerksamkeit auf die Immobilie, was sich häufig positiv auf den Verkauf und den Preis auswirkt. Nicht zuletzt bleiben Verkäufer beim Bieterverfahren sehr flexibel. Sie können einen guten Eindruck vom Marktwert des Gebäudes gewinnen, ohne sich auf einen Verkauf festlegen zu müssen.

Hinweis: Bei einer Online-Vermarktung der Immobilie müssen die Spielregeln des Online-Marketings eingehalten werden. Nur so erzielen Eigentümer eine größtmögliche Reichweite und werden beispielsweise bei den Suchmaschinen gefunden.

Diese Nachteile gehen mit einem Bieterverfahren einher

Am Ende eines Bieterverfahren steht nicht zwangsläufig ein Verkauf. Es kann also sein, dass sehr viel Zeit und Mühe investiert wird, ohne dass ein greifbares Ergebnis dabei herauskommt. Sowohl die Käufer können abspringen als auch die Eigentümer ihr Angebot zurückziehen. Das gesamte Verfahren ist unverbindlich, was einerseits Flexibilität bringen, andererseits aber verhindern kann, dass die gewünschten Ziele erreicht werden.

Bei Sammelbesichtigungen wissen Eigentümer nicht, wie viele Personen tatsächlich auftauchen werden. Außerdem kommt es immer wieder dazu, dass sehr viele Menschen daran teilnehmen, die für die Immobilie deutlich weniger als den Marktpreis bezahlen wollen. Das kostet Zeit und verzögert den Verkauf. Nicht zuletzt kann der Eindruck eines Wettbewerbs dazu führen, dass Interessenten vom Kauf abspringen, weil sie der Meinung sind, sich gegen die große Zahl an Mitbewerbern sowieso nicht durchsetzen zu können.

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