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Raus aus den Federn der Frühjahrscheck für Vermieter beginnt


Langsam klettern die Temperaturen wieder und die vermietete Immobilie erwacht aus dem Dornröschenschlaf. Dach, Fassade, Fenster und Türen mussten Stürmen und Frost trotzen und gerade in den südlichen Bundesländern nagten Kälte und Schnee erheblich an der Bausubstanz.

Es ist Zeit für den Frühjahrscheck und aufgrund von Fachkräftemangel aller Handwerksbereiche sollten Immobilienbesitzer zeitnah prüfen und handeln.

Immobilie Frühjahtscheck
Haus Frühjahrsputz | Foto:(c) scholty1970/ pixabay.com

Die Nachrichten über das Schnee- und Kältechaos diesen Winters in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg sowie Thüringen und Sachsen klangen verheerend. Doch nicht nur der Mensch wurde geschädigt, auch die Immobilien an sich. Teils lastete der Druck des Schnees so sehr auf den Häuser, dass die Statik darunter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Frühjahrscheck für Vermieter dürfte gerade in diesen Regionen um Einiges umfassender ausfallen.

Warum der Frühjahrscheck für Vermieter immens wichtig ist

Grundsätzlich muss jeder Vermieter den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache sicherstellen. Wenn Schäden diesen Gebrauch beeinträchtigen, drohe Mietminderung, zumindest aber Stress mit der Mieterschaft. Auch geht es um den Erhalt des Wertes der Immobilie an sich. Instandhaltungsrückstände sind zu vermeiden und so ist die detaillierte Überprüfung der Immobilie gerade nach den Herbst- und Wintermonaten eine Pflicht.

Hinzu kommt, dass das viele Schäden an der Immobilie durch die Wohngebäudeversicherung oder die Elementarschadenabsicherung finanziell gesichert sind. Bemerkte Schäden sind bedingungsgemäß unverzüglich beim Versicherer anzuzeigen um größere Folgeschäden zu vermeiden.

Wer aktuell zügig handelt und prüft ist klar im Vorteil

Bei den aktuellen Temperaturen können sämtliche Gewerke am Bau ohne Probleme angegangen werden. Ob Dachdeckerarbeiten oder Reparaturen der Fassade oder Arbeiten auf dem Grundstück, die Überprüfung aller Bauteile und Anbauten sollte aber zeitnah erfolgen.

Der Grund dafür ist relativ simpel. Dank des Fachkräftemangels im Handwerk ist die Wartezeit für auszuführende Arbeiten meist sehr lang. Gerade an den empfindlichen Bereichen einer Immobilie sollte der Frühjahrscheck etwas früher beginnen, als üblich.

Zum anderen führte das Schneechaos in den benannten südlichen Bundesländern zu ungeahnten Herausforderungen in Punkto Statik. Da sich Immobilien ohnehin stets bewegen, wenn auch nur geringfügig, sollten Vermieter und Immobilieneigentümer gerade diesbezüglich besonders darauf achten. Risse in der Fassade können ein Anhaltspunkt für die Bewegungen der Immobilie sein. Und einen Statiker zu beauftragen ist dann essentiell.

Diese Teile des Baukörpers sollten Vermieter beim Frühjahrscheck berücksichtigen

Vermieter sollten sich Zeit nehmen und einen Tag einplanen, um die Immobilie und die Außenanlagen auf mögliche Schäden hin zu überprüfen. Eine Liste, die man abhakt und mit

Kommentaren füllt, macht Sinn. Auch ein Fotoapparat, ein Fernglas und eine Taschenlampe gehören zum Equipment. Dabei sollten folgende Teile des Baukörpers berücksichtigt werden:

* Das Dach: Sofern gut gesichert möglich äußerlich prüfen, ob man zum Beispiel verrutschte Dachziegel entdeckt und Antennen, Satellitenschüsseln und der Schornstein im Lot sind. Die korrekte Überprüfung durch einen Dachdecker ersetzt dies nicht. Ohnehin sollte ein Fachmann im Frühjahr alle Regenrinnen reinigen und diese Dachprüfung vollumfänglich unternehmen. Dabei sollte auch das Reinigen einer vorhandener Solaranlage nicht vergessen werden, da Verunreinigungen die Lichtempfindlichkeit der Solarzellen beeinträchtigen.

Wenn man schon oben ist lohnt sich ein umfassender Check des Dachstuhls von innen. Sind irgendwo Anzeichen von eingedrungenem Regenwasser sichtbar oder Schimmelpilzbefall? Befindet sich Taubenkot im Dachstuhl? Auch die Fenster sollten einer Prüfung standhalten. Und sofern eine Isolierung vorhanden ist oder der Dachstuhl gar verputzt ist, sollten selbst kleine Risse notiert werden.

* Flure und Hauseingang: Die Fenster sollten auf ihre Mechanik und Verschließbarkeit hin gecheckt werden, sowie alle Türen. Funktionieren alle Lampen?

* Der Keller: Sofern möglich sollten alle Kellerbereiche, auch und gerade die Räume für den Heizkessel oder Öltank penibel auf eingedrungenes Wasser oder auslaufendes Heizöl hin betrachtet werden. Auch die Schächte der Kellerfenster sollten gut verschließen. Dabei kann man auch gleich vorhandene Kellerschachtsicherungen überprüfen, um den Einbruchsschutz zu gewährleisten.

* Die Fassade: Mithilfe des Fernglases sollte man alle Seiten der Fassade auf Risse hin genau betrachten. Ebenso können grün-graue Verfärbungen am Außenputz auf eindringende Nässe hinweisen oder auf eine schlechte Isolierung. Gerade an den Baukörperöffnungen wie Fenstern und Türen tragen Rissbildungen zur Undichtigkeit bei.

Mit dem Fernglas sollte man auch alle Bereiche der Regenabfluss- oder Fallrohre betrachten. Kleine Risse machen sich durch gräuliche Verfärbungen an den Rohrübergängen bemerkbar.

* Anbauten der Immobilie: Ob Garagen, Anbauten oder Geräteschuppen. Diese sollten ebenfalls einem Check standhalten.

Diese Bereiche der Außenanlagen sollten beim Frühjahrscheck einer Prüfung standhalten

Auf den meisten Grundstücken stehen Bäume und Sträucher. Aber auch im Bodenbereich lauern mögliche Schäden, die nach dem Winter erst zu Tage kommen.

* Baum- und Strauchbestand: Sind abgeknickte Äste in den Baumkronen auszumachen, oder schief stehende Bäume? Dieses Risiko ist nicht zu unterschätzen. Wer alljährlich einen Gärtner zum Frühjahrsputz der Grünanlage einlädt, sollte den Fachmann entsprechend instruieren.

* Die vor dem Winter abgestellten Frischwasserzuleitungen werden geöffnet. Kommt irgendwo Wasser raus? Oder lassen sich nasse Stellen im Erdreich ausmachen? Sofern eine Grundwasserpumpe vorhanden ist, diese ebenfalls beim in Betrieb nehmen überprüfen.

Bei festgestellten Schäden an der Immobilie schnell handeln

Wenn die Checkliste vorliegt und alle Gebäudeteile überprüft wurden sollten vorhandene Schwachstellen oder Schäden unverzüglich von einer Fachfirma begutachtet oder beseitigt werden.

Instandhaltungsschäden, durch Materialermüdung oder Witterungseinflüsse, können der Immobilie schwer zusetzen. Und auch die Vermietbarkeit kann beeinträchtigt werden.

Durch einen Aushang am schwarzen Brett des Hauses kann man die Mieterschaft bitten eventuelle Schäden unverzüglich zu melden, da man das innere der Mietwohnung nur selten zu Gesicht bekommt. Na dann raus aus den Federn und detailliert und koordiniert den Frühjahrscheck angehen.

Foto:(c) scholty1970/ pixabay.com

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