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Mietpreise stagnieren durch Corona - Teil I



Lange Jahre gab es bei den Mietpreisen nur eine Richtung: nach oben. Die Corona-Krise ändert das. Für die kommende Zeit ist mit einem Nachfragerückgang und einer Stagnation der Mietpreise zu rechnen.

Mietpreise Corona
Mietpreisentwicklung Corona Entwicklung | Foto:(c)PhotoMIX-Company/ pixabay.com

In den vergangenen zehn Jahren waren Wohnungen und Immobilien sehr stark nachgefragt. Entsprechend stiegen die Preise kontinuierlich in die Höhe. Durch die Corona-Krise verlangsamt sich diese Entwicklung nun. Die Menschen wissen nicht, was die Zukunft bringt, und sind in Bezug auf ihr Wohnverhalten daher vorsichtig.

Die Nachfrage nach Wohnungen und Immobilien ist bereits jetzt stark gesunken. Hierdurch können sich Mieter ein wenig Luft verschaffen. Grundsätzlich ist mit einer Stagnation der Mietpreise oder sogar einem leichten Rückgang zu rechnen.

Und von Seiten der Bauträger und Immobiliengesellschaften wird durch Neubauten wohl kurzfristig keine Steigerung des Wohnungsangebotes zu erwarten sein, da der Wohnungsbau an sich durch Corona in schwierigen Zeiten steckt.

Der rasant wachsende Immobilienmarkt entschleunigt sich

Die Immobilienpreise und Mieten in Deutschland stiegen in den vergangenen zehn Jahren mit einer unglaublichen Geschwindigkeit an. Jetzt ist davon auszugehen, dass dieses Tempo durch die Corona-Krise etwas herausgenommen wird. Das bedeutet, dass Mieter und Immobilienkäufer ein bisschen Raum gewinnen. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise für Wohnungen und Immobilien noch um 5% und in den größten Metropolen sogar um 9,5% bei den Eigentumswohnungen und 6,5% bei den Ein- bis Zweifamilienhäusern. Nicht zuletzt entstehen durch Corona schwierige Zeiten für den Wohnungsbau.

Die großen Wohnungskonzerne stellen sich auf diese Entwicklung ein und rechnen damit, dass sie nicht mehr so große Gewinne erzielen werden, wie in den vergangenen Jahren. So haben beispielsweise LEG Immobilien, Vonovia und die Deutsche Wohnen teilweise Mietsteigerungen ausgesetzt und stunden Zahlungen. Zudem werden während der Corona-Krise keine Kündigungen aufgrund von Zahlungsrückständen ausgesprochen, um betroffene Mieter vor einem Wohnungsverlust zu schützen.

Aufgrund der Corona-Krise kommt es verstärkt zu Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, weswegen viele Schwierigkeiten bei der Zahlung ihrer Miete bekommen. Aber auch Menschen, die nur bedingt finanziell betroffen sind, verschieben die Suche nach einer neuen Wohnung oder einen Umzug auf nach der Krise.

Hinweis: Aktuell finden am Immobilienmarkt verschiedene Veränderungen statt. So haben Vermieter nicht mehr so eine große Auswahl an Interessenten wie früher, sondern sind sehr dankbar dafür, wenn Sie zuverlässige Mieter langfristig halten können.

Die Nachfrage sinkt und der Wohnungsmarkt steht weitestgehend still

Aktuell herrscht große Unsicherheit aller Orten darüber, wie es mit der deutschen Wirtschaft während der Corona-Krise weitergehen wird. Entsprechend ist es für die Immobilienbranche schwer bis gar nicht möglich, ihrer Arbeit wie sonst nachzugehen und Umsätze zu generieren. Deswegen steht die Branche weitestgehend still und wartet ab, welche neuen Entwicklungen sich in den kommenden Wochen und Monaten ergeben werden.

Das zeigt sich unter anderem daran, dass quasi keine Besichtigung von Wohnungen oder Immobilien mehr stattfinden. Zudem sind viele Mieter und Käufer verunsichert, wie es mit ihren Finanzen in der nahen und mittleren Zukunft weitergehen wird. Deswegen halten sie sich zurück, um keine finanziellen Verpflichtungen einzugehen und kurz darauf ihre Arbeitsstelle zu verlieren. Des Weiteren zeigt sich der Stillstand des Immobilienmarktes an den Suchanfragen bei den Suchmaschinen. Begriffe wie Kauf, Miete oder wohnen werden viel seltener gesucht als vor der Krise. Außerdem fragen weniger Kunden eine Baufinanzierung an, weil sie sich in einer Wartestellung befinden.

Bei den Mietpreisen ist mit einer Stagnation zu rechnen

Experten gehen davon aus, dass es während der Corona-Krise zu einer Stagnation beziehungsweise zu leichten Rückgängen bei den Immobilienpreisen kommen wird. Gerade bei Neubauten dürfte es schwierig sein, die bisherige Preiskalkulation beizubehalten. Zudem rechnen Ökonomen damit, dass die deutsche Wirtschaft unter der Pandemie massiv leiden wird. Hiervon wird auch die Immobilienbranche betroffen sein. Das wäre jedoch nicht untypisch, da bisher alle deutschen Immobilienzyklen letztlich mit einer Rezession ausgelaufen sind.

Ähnliche Entwicklungen sind bei den Mieten zu beobachten. Das hat in der Regel nichts mit vorhandenen Mietendeckeln zu tun, sondern ist auf die finanzielle und berufliche Situation vieler Menschen zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass die Einkommen in den nächsten Monaten oder sogar Jahren zurückgehen werden, weswegen Mietsteigerungen nur in bestimmten Grenzen vorgenommen werden können. Zudem gibt es diverse Vorschriften zum Mieterschutz, die sich auf den Wohnungsmarkt auswirken. Beispielsweise ist es während der Krise nicht möglich, säumigen Mietern zu kündigen.

Mieter dürften neue Verhandlungsspielräume gewinnen

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Dolce Vita der Vermieter durch die Corona-Krise erst einmal zu einem Ende kommt. Unter den gegebenen Umständen müssen Vermieter froh sein, wenn sie Interessenten für ihre Wohnungen finden und Einnahmen generieren können. Bisher waren die Mieter in einer schwierigen Lage und mussten sich gegen eine beachtliche Anzahl an Mitbewerbern um eine Wohnung oder eine Immobilie durchsetzen. Nun hat sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschoben, sodass sie bei den Angeboten wählerischer sein und bei den Preisen verhandeln können.

Somit ist der Immobilienmarkt in Zeiten von Corona besonders mieterfreundlich. Vermieter müssen sich auf diese neuen Gegebenheiten erst einmal einstellen, um geeignete Strategien für das zukünftige Arbeiten finden zu können.

Erfahren sie im zweiten Teil dieses Ratgebers, warum die fetten Jahre für Vermieter erst einmal vorbei sein dürften, warum ein Mietpreiseinbruch vermutlich ausbleibt und wie sich die Corona-Krise auf die Bauwirtschaft auswirkt.

Foto:(c)PhotoMIX-Company/ pixabay.com

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