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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

18.03.2015

Die Mietpreisbremse ist beschlossen - Informationen und Tipps Teil II

Bereits im ersten Teil wurde der Inhalt des neuen, wohl bis Mitte 2015 in Kraft tretenden Gesetzes, der Mietpreisbremse, inhaltlich erklärt. Doch welche Konsequenzen ergeben sich im Falle von dringend notwendigen Modernisierungen, oder für die Zunft der Immobilienmakler?

Ist ein Zuschlag auf die Miete bei Modernisierungen immer möglich?

Generell müssen Vermieter in jedem Fall bei einer Erhöhung der Miete diese gut begründen können. Ein neuer Wasserhahn oder Heizkörper reicht hier nicht aus.

In einem weiteren Gesetzesentwurf plant der Bundesjustizminister Maas die Höhe der umlagefähigen Kosten einer Modernisierung zu kappen. Wo bis dato elf Prozent der tatsächlichen Kosten Berücksichtigung fanden sollen zukünftig nur zehn Prozent umlagefähig sein und auch längstens, bis alle Aufwendungen, die der Vermieter mit der Modernisierung hatte, finanziell gedeckt sind.

Kritik an der Mietpreisbremse

Mietpreisbremse- Änderungen


Laut Eigentümerverbände ist die Mietpreisbremse auch eine Bremse für Investoren die in den Ballungsräumen der Großstädte dringend benötigten Wohnraum schaffen sollen, so wie die Politik es sich wünscht. Doch enthält das Gesetz weitgehende Ausnahmen, so eben für Neubauten die kalkulativ selbst durch den Eigentümer in der Miethöhe bestimmt werden können.

Die Investorentätigkeiten bei Neubauten sind in 2014 trotz Ankündigung der Mietpreisbremse in den Großstädten und im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, dies beweisen die erteilten Wohnungsbaugenehmigungen. Laut Deutschen Mieterbund ein Indiz, dass Investoren sich auch durch die Mietpreisbremse nicht abhalten lassen mit Immobilien gutes Geld zu verdienen.

Änderungen für Immobilienmakler durch die Mietpreisbremse

Bis dato wurden Immobilienmakler entweder vom zukünftigen Mieter, oder dem Vermieter für ihre Dienstleistung bezahlt, auch eine Teilung der Courtage zwischen Mieter und Vermieter war allenthalben üblich. Nunmehr zahlt nach dem neuen Gesetz der Auftraggeber des Maklers die Courtage. Dies wird in den meisten Fällen der Vermieter sein. Wer als Mieter einen Makler in Zukunft und nach in Kraft treten des Gesetzes beauftrag, muss die Kosten für die erfolgreiche Suche selbst bezahlen.

Fraglich bleibt, ob zahlreiche Vermieter versuchen werden diese Kosten doch auf die Mieter umzulegen. Dies kann über erhöhte oder nicht gerechtfertigte Abstandszahlungen, gar Schmiergelder geschehen. Doch sollten Vermieter hier vorsichtig sein, da Mieter bis zu drei Jahren zu Unrecht gezahlte Abstandszahlungen zurückfordern können.

Ein Resumee: hält die Mietpreisbremse das, was sie verspricht?

Vermieter und Investoren werden nach wie vor durch die Ausnahmen im Gesetz ihre Vorteile behalten. Die Mietpreisbremse gilt, so der Vorwurf der Mieterverbände, nicht für bestehende Mietverhältnisse, sonder nur für neue Mietverträge. Wer bereits eine vergleichbar hohe Miete zahlen muss kann und wird davon nicht profitieren. Die Mietpreisbremse wird im Ergebnis die rasanten Mietpreissteigerungen auf lange Sicht dämpfen, es bleibt aber abzuwarten, ob die Verdrängung von sozial Schwachen aus den Kerngebieten der Städte damit Einhalt geboten werden kann.


Vermieter, die in ihren Immobilien auf dauerhafte Mietverhältnisse setzen haben nichts zu befürchten, da die Gesetzesentwürfe der Zukunft auch Sanierungen und Modernisierungen weiterhin nicht groß beeinträchtigen werden. Und auch in der Auswahl des richtigen Mieters sind die Vermieter nicht beschnitten und somit frei sich für den Mieter zu entscheiden, der über eine bessere Bonität verfügt.

Im Resumee kann es aber zu mehr Rechtsstreitigkeiten kommen, da die Mietspiegel und die "ortsübliche Vergleichsmiete" als Fokus der Betrachtung nicht vereinheitlicht sind und so einige Mieter wohl den Klageweg anstreben werden. Hier braucht es dann wohl wirklicher Kompetenz im Umgang mit der Materie, die Hausverwaltungen professionell bieten können.

Die Mietpreisbremse ist beschlossen- Informationen und Tipps Teil I

(Redaktion)

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