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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

07.01.2016

Tipps zur Erhöhung der Miete bei Neuvermietung - Teil I

Bei einer Neuvermietung kann der Eigentümer der Immobilie die Miete frei mit dem Mieter vereinbaren. Jedoch ist das kein Spiel ohne Grenzen, wenn es um das Wirtschaftsstrafgesetz geht.

Wie man als Vermieter mit einigen kleinen Handgriffen den Wert der erneut frei zu vermietenden Wohnung erhöht, wollen wir anhand einiger Tipps erläutern. Doch geht das wirklich ohne hohe Modernisierungskosten?

Bevor man sich als Eigentümer die Frage stellt, wie viel man wirklich für eine Mieterhöhung - Was man bei Neuvermietung beachten muss | Foto: (c): playstuff / Fotolia.comMietimmobilie verlangen kann, sollte man sich die ortsübliche Vergleichmiete heranziehen. Warum eigentlich, letztlich ist man doch in der Preisgestaltung völlig frei? Dazu muss man sich mit den gesetzlichen Grundlagen beschäftigen.

Gesetzliche Grundlage bei Mietpreiserhöhung

Nicht so ganz, lautet also die Antwort auf die völlig freie Preisgestaltung des Mietzinses. Das Wirtschaftsstrafgesetz schütz den Mieter vor den so genannten "Wuchermieten". Von Letzterem spricht man, wenn die neu zu vereinbarende Miete 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, dies ist in § 5, Absatz 2, WiStrG deutlich vermerkt.

Demzufolge sollte man stets den Mietspiegel im Auge haben, der für jede Stadt und Region von behördlicher Seite aus zugängig ist.

Doch auch wenn man als Eigentümer "gefühlt" meint, das zu vermietende Objekt sei eine Luxuswohnung, so sei an dieser Stelle gewarnt. Es drohen einige tausend Euro Strafe, wenn § 291 des Strafgesetzbuches ausgereizt wird, also ein so genanntes "auffälliges Missverhältnis" zwischen der Leistung des Vermieters und der Miethöhe besteht. Aber auch hier eine kleine Entwarnung: Der Bundesgerichtshof entschied, dass dieses Missverhältnis nur bei Mieten besteht, die 50 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Doch bevor man sich als Eigentümer, beziehungsweise Vermieter auf zu dünnes Eis begibt und jahrelange Streitigkeiten drohen, sollte man dem Mieter das Gefühl geben, dass die Wohnung auch das Wert ist, was der Mieter jeden Monat dafür bezahlt. Letztlich hängt sich der Wert einer Wohnung an vielen "gefühlten" Werten auf, die es gilt, dem zukünftigen Mieter zu vermitteln. Und das ist relativ einfach.

Pimp my Home - Tipps zur Wertsteigerung einer Mietwohnung

Am Beispiel einer typischen Zwei-Zimmer-Wohnung durchschnittlichen Standards, mit 60 Quadratmetern und einer bisherigen Nettomiete von 360 Euro Netto wollen wir einige Tipps geben, wie man den "Wert" der Wohnung erhöht, ohne tausende von Euro für eine Modernisierung in die Hand nehmen zu müssen. Ziel soll es sein, dass eine Mietwohnung bei Neuvermietung mehr einbringt, als der ortsübliche Durchschnittswert angibt und man den Mieter findet, der auch zum Eigentümer passt, und das sehr zügig. Letztlich wären bis zu 72 Euro monatlich mehr für ein und das selbe Objekt drin, mithin € 8.460,00 Mehreinnahme in 10 Jahren, ohne Zinsen.

Emotio geht vor Ratio - Sauberkeit ist unabdingbar

Es hört sich selbstverständlich an, aber oft drehen Mieter auf dem Hacken um, obwohl ein Balkon, eine Einbauküche und Echtholzparkett locken und einen gewissen Wert darstellen. Warum fragt sich der Eigentümer? Kann es an den nicht geputzten Fenstern liegen? Sind noch Baureste von der letzten Renovierung in der Wohnung? Ist der Backofen wirklich sauber und glänzt? Und ist das WC gereinigt und auf dem Waschbecken sind alle Haare entfernt? Es braucht keine Antworten dafür. Nur sollte man bei einer Neuvermietung stets darauf achten, dass die Wohnung "in Szene" gesetzt wird, denn gerade Frauen schauen gern hinter die Kulissen. Und das mit Recht.

Kleine Verschönerungen erhellen das Gemüt

Anstelle abgeplatzter Fliesen oder alter und rissiger Terrazzoböden auf dem Balkon empfiehlt sich eine Terrassendielenkonstuktion aus Holz. Diese ist schnell "schwimmend" verbaut, kostet nicht die Welt und mit 25 Euro pro Quadratmeter schafft man ein "südliches Flair", das jedem neuen Mieter gefällt. Bei einem Balkon mit vier Quadratmetern ist dies eine Investition von 100 Euro, ohne Arbeitslohn. Dielen aus WPC sind zwar etwas teurer, jedoch wertbeständiger.

In Teil II wollen wir auf weitere Möglichkeiten eingehen, um bei einer Neuvermietung eine höhere Nettomiete verantworten zu können, ohne tausende von Euro investieren zu müssen.

Foto: (c): playstuff / Fotolia.com
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