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Die Mietkaution und was man als Vermieter beachten muss Teil II


Ob Barkaution oder Spareinlage, Mietkautionsversicherung oder Bürgschaft, es gibt viele Formen der Mietsicherheit um weitergehende Forderungen aus dem Mietverhältnis für den Vermieter zu befriedigen. Jedoch sind solche Sicherheitsleistungen an bestimmte gesetzliche Grundlagen gebunden. Wir wollen auf- und erklären, wie man mit der Mietkaution des Mieters verfahren muss.

In Teil I beleuchteten wir die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Mietsicherheitsleistung. Und auch wenn sie keine Verpflichtung zur Begründung eines Mietverhältnisses darstellt, so kommt sie bei fast allen Mietverträgen zum tragen. Doch welche Arten dieser, vom Vermieter treuhändisch zu verwaltenden Gelder gibt es, neben der oft üblichen Barkaution?

Eine Mietkautionsversicherung als Sicherheitsleistung

Auch wenn diese Form der Sicherheitsleistung eine gute Bonität des Mieters voraussetzt, so ist sie doch eine, zunehmend auch für Vermieter, sinnvolle Form der Mietkaution.

Im Grunde handelt es sich um eine normale Versicherung, für die der Mieter eine monatlich sehr geringe Prämie zahlt und zwar für den gesamten Zeitraum, in der er die angemietete Wohnung bewohnt. Die Versicherungssumme entspricht stets der mietvertraglich genannten Mietkautionshöhe und ist auf die dreifache Nettomiete Foto: (c) Gerhard Seybert / Fotolia.combegrenzt, eben so, wie es das Gesetz vorschreibt. Die Versicherungspolice wird dem Vermieter nach Abschluss durch den Mieter übergeben und gilt als Beweis für die Sicherheitsleistung. Im "Versicherungsfall", also wenn der Vermieter berechtigte Ansprüche erhebt, wird diese als Garantieleistung ausbezahlt. Werden vermieterseitig keine Ansprüche gestellt, wird diese wieder durch den Mieter nach Kündigung des Mietvertrages gekündigt.

Der Vorteil einer Mietkautionsversicherung liegt für den Vermieter auf der Hand:

Die Mietkautionsversicherung, oder auch Kautionspolice ist unpfändbar. Das heißt, dass der Vermieter seine Ansprüche unabhängig von Forderungen Dritter gegen den Mieter durchsetzen kann. Ferner muss er die Mietkaution, beziehungsweise die Gelder nicht treuhändisch verwalten und darüber hinaus bietet der Versicherer bei Antragsaufnahme eine Art Bonitätsprüfung des Mieters, die Vertrauen schaffen kann.

Die Bürgschaft als Mietsicherheit

In diesem Falle bürgt ein Kreditinstitut, also eine Bank oder Versicherungsgesellschaft, oder ein Unternehmen für Schadenersatzansprüche aus dem Mietverhältnis. Die Mietbürgschaft ist somit eine klare und fest definierte Form der Sicherheitsleistung für einen Mietvertrag und ist laut Kreditwesengesetz, KWG, § 1 Nr. 8 im eigentlichen und tatsächlichen Sinne ein Bankgeschäft.

Für den Mieter hat diese Form der Sicherungsleistung den Vorteil, dass er nicht an sein liquides Kapital zurückgreifen muss und für den Vermieter stellt diese Form der Mietsicherheit eine ideale Prüfung der Bonität des Mieters durch das Kreditinstitut dar.

Sind die Schadenersatzansprüche des Vermieters berechtigt, so "garantiert" das Kreditinstitut die Zahlung in Höhe von maximal drei Kaltmieten, so wie im Gesetz vorgeschrieben.

Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, dass natürliche Personen als Bürgen auftreten, meist sind es Verwandte, Eltern und andere.

Doch Vorsicht: Eine wirklich reale Haftung seitens des natürlichen Bürgen besteht meist nicht, da diese "deklaratorischen" Vereinbarungen in der realen Umsetzung meist gegen das so genannte "Kumulierungsverbot" verstoßen, da nebenher oft doch eine Barkaution bezahlt wird und dies ist gesetzlich verboten. Darüber hinaus fehlt es zusätzlich meist bei solchen Vereinbarungen an den notwendigen, juristisch durchsetzbaren Formulierungen und Bestimmungen und die Höhe des gebürgten Betrages geht meist über das gesetzlich mögliche hinaus. Hiervon sollten Vermieter also die Hände lassen.

Im dritten und letzten Teil unserer kleinen Reihe

"Die Mietkaution und was man als Vermieter beachten muss" wollen wir uns mit der "Mietsicherheit durch Verpfändung" beschäftigen und Klarheiten bieten über Zahlungsfristen der Mietsicherheit und welche Notwendigkeiten bei der Mietvertragskündigung zu beachten sind.

Foto: (c) Gerhard Seybert / Fotolia.com

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