Login
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

13.05.2015

Tipps zur Kündigung des Mietvertrages Teil II

Die gesetzlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, wie auch einschlägige Urteile des Bundesgerichtshofes regeln, neben dem Vertragswerk auch die Prozesse, die Fristen und die Form der Kündigung des Mietvertrages. Nur wem gegenüber muss gekündigt werden, wenn es mehrere Vermieter gibt und wie muss die Kündigung verfasst werden?Mietvertrag kündigen. Was es zu beachten gilt | c) Robert Kneschke/ Fotolia

In Teil I wurde die Frage nach den Fristen, sowie der Form der Kündigung eines Mietvertrages beantwortet. Doch reicht es einfach aus der Hausverwaltung gegenüber zu kündigen?

Die Kündigung muss wem gegenüber ausgesprochen werden?

Diese Frage ist leider oft entscheidend und viele Streitigkeiten dieser Art landeten vor Gericht, da es wichtig ist, dass Sie den richtigen Vermieter, oder seinen Empfangsbevollmächtigten gegenüber kündigen. Doch was, wenn es mehrere Vermieter gibt, eine Erbengemeinschaft oder eine GmbH der Vertragspartner sind? Es entscheidet die Wirksamkeit der Kündigung!

Mehrere Vermieter

In der Praxis werden oft Mietverträge mit mehreren Personen geschlossen, die als Vermietergemeinschaft auftreten. Das können Eheleute sein, Gesellschafter, Miteigentümer wie bei einer Erbengemeinschaft und andere Konstellationen.

Wichtig ist es, dass die Kündigung gegenüber allen ausgesprochen wird. Im Falle unterschiedlicher Adressen der Vermieter müssen alle auch einzeln angeschrieben werden, da sonst die Kündigung nicht rechtswirksam ist. Ist man im Zweifel, sollte man professionellen Rat einholen, oder auch die meist vorhandene Hausverwaltung schriftlich um Rat fragen.

Tipp: So genannte juristische Personen, wie GmbH oder Aktiengesellschaft, AG, werden durch einen Geschäftsführer, oder auch Vorsitzenden vertreten. Die Kündigung sollte somit an die juristische Person und den namentlich genannten Vertreter ergehen.

Die Hausverwaltung

In den meisten Fällen schließt eine Hausverwaltung in Vertretung des Eigentümers den Mietvertrag und der Eigentümer tritt nie, oder fast nie in Erscheinung. Somit ist die Hausverwaltung auch als ?empfangsbevollmächtigt? zu betrachten und eine Kündigung gegenüber dem eigentlichen Eigentümer nicht notwendig. Der Gesetzgeber unterstützt diese Annahme, gerade wenn der Eigentümer im Mietvertrag mit unvollständigen Adressdaten benannt wurde.

Tipp: Rufen Sie die Hausverwaltung im Vorfeld der Kündigung an, oder erfragen Sie schriftlich die Empfangsbevollmächtigung. Besteht Unklarheit und Sie kennen den Eigentümer, so senden Sie die Kündigung an beide Parteien.

Hier finden Sie kostenlos einen Hausverwalter:

Vermieter und Eigentümer sind unidentisch

Der Mietvertrag wird stets nur mit dem Vermieter geschlossen, nicht mit dem Eigentümer. Sind beide nicht identisch, so ist die Kündigung nur gegenüber dem Vermieter auszusprechen.

Untermieter

Als Untermieter besteht nur ein Vertragsverhältnis mit dem Hauptmieter der Räumlichkeiten, nicht mit dem eigentlichen Vermieter, oder Eigentümer. Demzufolge richtet sich die Kündigung des Untermieters an den Hauptmieter.

Die Inhalte des Kündigungsschreiben

Hier ist zu unterscheiden, ob es sich um eine ordentliche, oder außerordentliche Kündigung handelt und ob der Vermieter, oder der Mieter das Mietsverhältnis kündigen.

Grundsätzlich muss eine ordentliche, vertragskonforme Kündigung des Mieters nicht begründet werden. Sie sollte neben dem üblichen Rahmen wie Namen des Mieters und Vermieters auch die genaue Beschreibung zur Wohnung (Adresse, Stockwerk, Wohnungsnummer) enthalten.

Darüber hinaus ist der Zeitpunkt des Mietvertragsendes (Kündigungstermin) zu benennen und ob es sich um eine ordentliche, oder außerordentliche Kündigung handelt.

Wichtig:
Kündigt der Mieter außerordentlich und fristlos kündigt, so ist er zur Begründung verpflichtet, beziehungsweise muss der Grund benannt werden, vgl. 569 IV BGB.

Kündigt der Vermieter außerordentlich und fristlos, muss die Begründung detailliert ausfallen. Hier sollte man sich als Vermieter an die Hausverwaltung oder einen Rechtsbeistand wenden.

In Teil I der Reihe "Tipps zur Kündigung des Mietvertrages" erhalten Sie weitere, für die Rechtsverbindlichkeit einer Kündigung wichtige Informationen.

Hier finden Sie kostenlos einen Hausverwalter:


Foto (c) Robert Kneschke/ Fotolia

Hinweis: dieser Artikel stellt keine rechtliche Beratung dar und kann diese auch nicht ersetzen.

Für Hausverwalter
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Firma vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von HausverwalterScout.

Kostenlos und unverbindlich - die passende Hausverwaltung finden Sie hier:
  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!