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Immobilienbesitzer: Mit Grundwasserbrunnen viel Geld sparen - Teil II



Bei der Planung eines Grundwasserbrunnens müssen verschiedene Kostenfaktoren berücksichtigt werden. Ob Rammbrunnen, Hauswasserwerk oder Tiefbrunnenpumpe, es gibt große Unterschiede. Bei der Planung sollte eine Fachfirma zu Rate gezogen werden. Ist der Grundwasserbrunnen einmal aufgebaut, muss er winterfest gemacht werden.

Grundwasserbrunnen
Welche Vorteiele haben Grundwasserbrunnen für Immobilienbesitzer | Foto:(c)ArtTower / pixabay.com

Mit einem Grundwasserbrunnen können Vermieter viel Geld sparen. Wie im ersten Teil erklärt gibt es regionale Unterschiede zum Grundwasserspiegel. Und auch die Brunnenarten sind in Aufbau und Mechanik sehr unterschiedlich.

Wer einen Grundwasserbrunnen plant, sollte einen umfassenden Preisvergleich durchführen. Denn die einzelnen Modelle unterscheiden sich nicht nur preislich voneinander, sondern auch die Produkte verschiedener Hersteller haben teils stark voneinander abweichende Preise. Ein vorhandener Brunnen sollte unbedingt winterfest gemacht werden, damit Immobilienbesitzer möglichst lange Freude an ihm haben.

Achtung: Wer sich einen Grundwasserbrunnen zulegt muss die Verordnung zum Schutz des Grundwassers beachten. Fachfirmen wissen darum und sollten bei solch einem Projekt hinzugezogen werden.

Mit einem eigenen Grundwasserbrunnen gehen verschiedene Kosten einher

Ein Grundwasserbrunnen kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen und mit verschiedenen Techniken und Komponenten arbeiten. Abhängig davon, für welche Art von Brunnen sich die Nutzer entscheiden, variiert der Preis. Außerdem ist in Bezug auf die Kosten entscheidend, welche Bohrtiefe für den Brunnen erreicht werden muss und wie der Bodengrund beschaffen ist, auf dem der Brunnen stehen soll.

Beispielsweise muss bei der Arbeit mit lehmigen Böden sehr viel mehr Aufwand betrieben werden als bei sandigen Böden. Deswegen sollten sich Interessierte genau überlegen, welche Art von Brunnen sie sich wünschen und wo sie diesen aufstellen wollen.

Kosten für den Rammbrunnen

Ein Rammbrunnen ist im Vergleich zu einem Bohrbrunnen mit Hauswasserwerk oder Tiefbrunnenpumpe deutlich günstiger. Das liegt daran, dass vergleichsweise wenige Materialien benötigt werden, die günstig zu haben sind. Als Richtwert können Kosten von 20 Euro pro Meter veranschlagt werden.

Zudem ist das Zubehör für einen Rammbrunnen recht preiswert. Sowohl die Schwengelpumpe als auch die erforderlichen Werkzeuge und die Anschlüsse kosten recht wenig. Zudem kann ein Rammbrunnen im Unterschied zu den anderen Varianten von den Gartenfreunden selbst gebaut werden. Das kostet zwar etwas Zeit und Mühe, reduziert aber die Kosten erheblich.

Kosten für den Bohrbrunnen mit Hauswasserwerk

Im Unterschied zu einem Rammbrunnen kann ein Bohrbrunnen mit Hauswasserwerk nicht in Eigenregie angelegt werden. Deswegen müssen die Kosten für die Baufirma eingeplant werden. Hier muss mit Bohrkosten in Höhe von 60 Euro pro Meter und mit Materialien von 5 Euro pro Meter gerechnet werden.

Hinzu kommen die Kosten für das Hauswasserwerk, die unter anderem vom Hersteller und der Jahreszeit abhängen. Günstige Modelle sind bereits ab 80 Euro zu haben, wohingegen teurere Varianten bis zu 400 Euro kosten. Wer sich das Hauswasserwerk in der Nebensaison zulegt, kann eine Menge Geld sparen.

Kosten für den Bohrbrunnen mit Tiefbrunnenpumpe

Ein Bohrbrunnen mit Tiefbrunnenpumpe kostet deutlich mehr als die beiden bisherigen Brunnenarten. Für das Bohren müssen Nutzer 120 Euro pro Meter und noch einmal 20 Euro pro Meter an Materialkosten einplanen. Die Tiefbrunnenpumpe selbst kostet zwischen 200-400 Euro und besitzt entsprechend zahlreicher oder eingeschränkter Fähigkeiten. Dafür ist ein solcher Brunnen äußerst effizient und langlebig.

Achtung: Die Bohr- und Materialkosten sind lediglich einmalige Anschaffungskosten. Dazu kommen noch die Betriebs- und Nebenkosten, die je nach Art der Nutzung ebenfalls erheblich ausfallen können.

Das ist bei der Planung des Brunnens zu berücksichtigen

Beim Bau eines Brunnens kann es immer wieder zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen. Für einen solchen Fall sollte mit der Firma vertraglich geregelt sein, wer für die Kosten aufkommt. Ein typisches Beispiel ist, dass während des Bohrens große, stabile Steine den Weg blockieren. Diese müssen dann ausgehoben und entfernt oder zerkleinert werden. Das kostet sehr viel Zeit und Mühe, für die die Gartenfreunde nur ungern aufkommen wollen.

Außerdem kann es passieren, dass im Boden Lehmschichten zu finden sind. Diese machen die Brunnenbohrung ebenfalls deutlich komplizierter. Wenn solche Fälle im Vorhinein besprochen werden, kommt es während der Bauphase nicht zu unangenehmen Überraschungen.

Ein Arbeitsschritt beim Anlegen des Brunnens besteht darin, bis zum Grundwasser vorzudringen. Dies muss nicht zwingend eine Firma erledigen, sondern die Nutzer können diese Aufgabe selbst übernehmen. Allerdings sollte dies im Vorfeld mit der Firma abgesprochen werden, um zu erfahren, ob sich hierdurch der Preis für das Anlegen des Brunnens reduziert. Ansonsten machen sie sich jede Menge Arbeit, müssen aber trotzdem den vollen Preis bezahlen. Nicht zuletzt sollten die Betriebskosten eines Brunnens berücksichtigt werden. Einige schlucken jede Menge Strom. Deswegen ist es lohnend, sich frühzeitig um einen günstigen Stromanbieter zu bemühen.

Einen Grundwasserbrunnen immer winterfest machen

Frost und Kälte können einen Brunnen erheblich zusetzen. Deswegen ist es wichtig, den Brunnen rechtzeitig vor dem ersten Kälteeinbruch winterfest zu machen. Hierdurch lassen sich unangenehme Schäden vermeiden, die langfristig hohe Kosten mit sich bringen. Ein erster Schritt besteht darin, alle Behälter, in denen sich Wasser befindet, komplett zu entleeren. Gefrierendes Wasser führt nämlich schnell zu massiven Schäden. Anschließend sollte die Wasserzufuhr abgedreht werden. Ebenso wie die Wasserbehälter müssen alle Leitungen komplett von Wasser befreit sein.

Die Unterwasserpumpe ist in einem mit Wassergefüllten Behälter aufzubewahren. Dieser muss daher zwingend an einem frostfreien Ort untergebracht sein. Außenpumpen müssen demgegenüber in einem trockenen Behälter gelagert werden. Bevor dies geschieht, sollten alle Dichtungen sorgfältig gepflegt und vor dem Austrocknen geschützt werden. Eingebaute Pumpen lassen sich mit einer Styroporhülle und einer Abdeckung auf den Winter vorbereiten. Es können aber auch andere dämmende Hüllen verwendet werden, solange diese frostsicher sind.

Foto:(c)ArtTower / pixabay.com

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