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Diese Daten enthält der Energieausweis



Der Energieausweis ist ein zentrales Dokument bei jeder Vermietung und beim Verkauf von Immobilien. Er muss den Interessenten unaufgefordert vorgelegt werden, damit diese sich ein Bild von der Energieeffizienz der Wohnung oder des Hauses machen können. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Energieausweisen, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Allerdings ist es nicht immer leicht, den Energieausweis zu lesen und seine Daten zu nutzen. Die folgenden Informationen helfen bei einem besseren Verständnis des Energieausweises.

Energieausweis
Welche Daten findet man auf dem Energieausweis? | Foto: (c) jarmoluk/pixabay.com

Aufgaben des Energieausweises

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass der Energieausweis bei der Bewertung der Energieeffizienz eines Hauses oder einer Wohnung hilft. Mit Hilfe der auf dem Ausweis enthaltenen Daten lässt sich einschätzen, ob eine Immobilie Ressourcen tendenziell einspart oder verschwendet. Das ist sowohl beim Kauf als auch beim Mieten von großer Wichtigkeit. Ausgehend von diesen Informationen lässt sich nämlich grob errechnen, welche Energiekosten mit der jeweiligen Immobilie verbunden sein werden.

Der Energieausweis ist somit einer Ergänzung zu den Informationen, die bereits in der Immobilienanzeige enthalten sind. Der Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 01. Mai 2014 zufolge müssen Anbieter nämlich bereits in der Immobilienanzeige angeben, welchem Energie-Effizienzstandard die jeweilige Immobilie zuzurechnen ist. Somit können sich Mieter oder Käufer direkt entscheiden, ob die jeweilige Immobilie für sie in Frage kommt. Tun die Anbieter das nicht, drohen ihnen empfindliche Bußgelder von bis zu 15.000 .

Haben Sie’s gewusst: Die Informationen des Energieausweises sind für Verbraucher so wichtig, dass der Gesetzgeber ihnen den Zugriff möglichst einfach macht. Deswegen ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Interessierten spätestens bei einer Wohnungs- beziehungsweise Hausbesichtigung der Energieausweis unaufgefordert vorgelegt werden muss.

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen

Ganz grob wird zwischen zwei Arten von Energieausweisen unterschieden: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. Der Bedarfsausweis ist ein eher theoretischer Wert. Er gibt an, wie hoch der Energiebedarf der jeweiligen Immobilie theoretisch sein müsste. Die hierfür notwendigen Daten ergeben sich unter anderem aus der Art der Gebäudehülle, den umgebenden Witterungseinflüssen, der Lage und der in der Immobilie vorhandenen Haustechnik.

Grundsätzlich ist es so, dass der Energieverbrauch bei älteren Gebäuden höher ist. Neuere Gebäude brauchen aufgrund moderner Wärmedämmungen oder energetisch effizienterer Bauweisen zumeist weniger Energie.

Der Verbrauchsausweis auf der anderen Seite gibt an, wie hoch der Energieverbrauch der jeweiligen Immobilie in der Praxis ist. Hierzu werden die Verbrauchsinformationen der letzten drei Jahre verwendet. Der Verbrauchsausweis ist im Grunde nur für Gebäude interessant, die nach 1977 gebaut wurden. In diesem Jahr trat nämlich die erste Wärmeschutzverordnung in Kraft, sodass die Dämmung und die Hülle der Gebäude seither deutlich besser sind als bei älteren Immobilien.

Für Gebäude, die vor 1977 erbaut wurden, kann jedoch auch ein Verbrauchsausweis vorliegen. Das gilt dann, wenn die Immobilie über mehr als fünf Wohneinheiten verfügt. In diesem Fall kommt es nicht so leicht zu Verfälschungen durch einen besonders sparsamen oder verschwenderischen Verbrauch der Bewohner.

Den Energieausweis zu lesen ist nicht einfach

Es ist nicht ganz einfach, den Energieausweis zu lesen. Das liegt unter anderem daran, dass eine Fülle an Informationen darin enthalten ist. Diese dienen eigentlich der besseren Information der Nutzer, können diese aber auch erst recht verwirren. Deswegen ist es wichtig, einige Hintergrundinformationen zum Energieausweis zu kennen, um ihn besser lesen und verstehen zu können.

Der Energieausweis setzt sich stets aus fünf einzelnen Seiten zusammen. Das gilt für einen Verbrauchs und einen Bedarfsausweis gleichermaßen. Die erste Seite dient vor allem der Übersicht und der Zuordnung der jeweiligen Immobilie. So sind beispielsweise Angaben wie die Adresse, die Zahl der Wohneinheiten und das Baujahr der jeweiligen Immobilie auf der ersten Seite des Energieausweises zu finden.

Außerdem informiert die erste Seite darüber, welches Heizungs- und Warmwasser-System das Gebäude nutzt und welches Lüftungskonzept zum Einsatz kommt. Zudem erkennen Nutzer auf den ersten Blick, ob es sich bei dem jeweiligen Dokument um einen Bedarfs- oder einen Verbrauchsausweis handelt.

Hintergrundfakten zu den Energieeffizienzklassen

Um den Energieausweis lesen und verstehen zu können, ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Energieeffizienzklassen zu beschäftigen. Diese reichen von H bis A+ und geben Auskunft darüber, wie hoch der Energieverbrauch einzelner Immobilien ist. Die energetisch besten Gebäude sind Passivhäuser oder KfW 40+-Häuser. Diese sind der Kategorie A+ zuzuordnen und haben somit einen Energieverbrauch von weniger als 30 Kilowattstunden pro m².

Am anderen Ende der Skala befinden sich unsanierte Gebäude, die eine schlechte Energieeffizienz aufweisen. Hierzu gehören in der Regel viele Altbauten. Solche Gebäude zählen zur Energieeffizienzklasse H und haben einen Verbrauch von einer Endenergie von mehr als 250 Kilowattstunden pro m². In Diesem Spannungsfeld gibt es eine Vielzahl weiterer Energieeffizienzklassen und Abstufungen, dir eine sehr gute Zuordnung der einzelnen Gebäude ermöglichen.

Besonders gängig sind Immobilien, die die Standards der ihr EnEV 2014 erfüllen. Diese werden der Energieeffizienzklasse B zugeordnet und haben einen Verbrauch von einer Endenergie von weniger als 75 Kilowattstunden pro m².

Wie wertet man die unterschiedlichen Farben auf dem Ausweis aus und wie definieren sich die Begriffe Energieverbrauchskennwert und Energiebedarfskennwert? Mehr dazu im zweiten Teil.

Foto: (c) jarmoluk/pixabay.com

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