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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

22.12.2015

Eigentümer werden ist nicht schwer, zu sein dagegen sehr Teil I

Wer träumt nicht vom Wohneigentum für das Alter, unbeschwertes und günstiges Wohnen im Herbst des Lebens. Da ist die Suche nach einer Eigentumswohnung schnell begonnen, der Kaufvertrag zügig unterschrieben und man freut sich nun Eigentümer zu sein.

Doch ist einem bewusst, dass Eigentum verpflichtet und schon die Farbauswahl im Eigentümer müssen informiert sein | Foto: (c) B&P Internetmanagement GmbHTreppenhaus in einer Wohnungseigentümergemeinschaft zu nachhaltigen Unstimmigkeiten, gar Stress führen kann? Wir wollen das Trugbild etwas gerade rücken und die dringlichsten Fragen zum Gemeinschaftseigentum einmal genauer betrachten.

Eigentümer zu sein, dass klingt nicht nur gut, es verschafft einem das Gefühl von Macht über seinen Besitz. Und ja, eine Eigentumswohnung ist eine feine Sache und gerade in den letzten Jahren reizen günstige Kreditkonditionen zum Kauf einer Immobilie. Doch ?kauft? man mit einer eigenen Wohnung auch gleichzeitig so genanntes ?Gemeinschaftseigentum? und man muss sich mit den Miteigentümern in vielen Fällen einigen, wenn es um Sanierung oder Modernisierung des Gemeinschaftseigentums geht. Da kann die Frage nach den zu bildenden monetären Rückstellungen ebenso zum handfesten Streit eskalieren, wie die Frage nach dem Fällen der Tanne vor dem Hauseingang. Doch was bedeutet "Gemeinschaftseigentum" eigentlich genau.

Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum

Im Grunde kauft man mit einer Wohnung zum einen so genanntes ?Sondereigentum?, also die Wohnung an sich. Zum anderen erwirbt man einen gewissen festgelegten Teil am so genannten ?Gemeinschaftseigentum?. Zu diesem gehören das Grundstück sowie alle Teile, Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes, die nicht zum Sondereigentum gehören, so das Wohnungseigentumsgesetz, WEG, § 1 Absatz 5.

Mit anderen Worten: Das Fundament, alle Außenwände, Treppenaufgänge, das Dach, alle Außenfenster und Eingangstüren, ja selbst die Versorgungsleitungen und alle relevanten Teile, die der Sicherheit dienen gehören zum Gemeinschaftseigentum. Insoweit sollte jedem klar sein, dass man mit einer Eigentumswohnung gleichzeitig auch (nur) Miteigentümer wird und es Regeln und Klarheiten braucht, um nachhaltig und vernünftig mit dem gemeinsamen Eigentum umgehen zu können. Genau deshalb werden Hausverwalter, so genannte WEG-Verwalter eingesetzt, beziehungsweise von der Gemeinschaft ?bestellt?. Doch welchen Herausforderungen aus dem Alltag muss man sich als Eigentümer so stellen. Wir haben Antworten auf die dringendsten Fragen:

Viele Eigentumswohnungen werden vermietet. Wie sollten die Miteigentümer reagieren, wenn diese Mieter die Hausordnung nicht einhalten?

Grundsätzlich, und unabhängig von der Beweispflicht, ist der Eigentümer der vermieteten Wohnung verantwortlich. Das heißt, wenn Mieter nachhaltig die Hausordnung stören können und sollten die Miteigentümer auf den in diesem Falle ?Vermieter? einwirken, denn dieser ist laut Hausordnung dazu verpflichtet jedwede Besitzstörung des Eigentums zu verhindern, auf den Mieter einzuwirken und im schlimmsten Falle eine Kündigung des Mietvertrages anzustreben. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, ist der Klageweg eine letzte Option. Dennoch sollten die Miteigentümer in einem solchen Falle zuerst mit dem Mieter sprechen, bevor man den Zoff im Hause juristisch eskalieren lässt.

Eigentümer nutzen Gemeinschaftseigentum privat -was nun?

Grundsätzlich handelt es sich bei der privaten Nutzung von Gemeinschaftseigentum gemäß Hausordnung um eine Zweckentfremdung desselben. Hier sollten die Miteigentümer, nach erfolgloser Kommunikation, umgehend reagieren, die Verwaltung einschalten und dagegen vorgehen, notfalls juristisch.

Kann ein Miteigentümer ohne Zustimmung Bäume fällen?

Grundsätzlich gilt, dass alle Veränderungen am Gemeinschaftseigentum auch von der Gemeinschaft der Eigentümer beschlossen werden müssen. Für solche Fälle gibt es Eigentümerversammlungen, in denen jedwede Änderungen, auch das Fällen von Bäumen, das Schneiden von Hecken oder das Streichen von Außenfenstern und ?Türen besprochen und abgestimmt werden muss. Mit anderen Worten, nein.

In Teil II wollen wir uns weiteren Fragen zu den Rechten von Eigentümern widmen und ein Resümee ziehen, ob die klassische Eigentumswohnung wirklich für jeden die richtige Wahl der Immobilie ist.

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