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Bonität bei Mietern, Mietbürgschaft,unbegrenzte Haftung - Teil I


Die Wohnungsinteressenten wirken freundlich und zuverlässig und passen als Mieter in die Gemeinschaft der Immobilie. Doch ist der mögliche Mieter auch solvent genug, um die Miete dauerhaft aufbringen zu können? Und welche Möglichkeiten bietet die Mietbürgschaft um auch finanziell schlechter gestellten Personen Wohnraum zu bieten?

Vor Mietverhältnis Bonität prüfen | (c) eccolo/ Fotolia.com


In Teil I bis Teil III wollen wir Klarheit schaffen und die Möglichkeiten für beide Seiten auslosten, um ein nachhaltiges und für alle Parteien durchführbares Mietverhältnis aufzubauen.

Die Frage nach der Bonität eines möglichen Mieters und nach der Beständigkeit seiner Einnahmen in Form von Lohn und Gehalt sind wohl allzu oft hintergründig gefragt, jedoch für den Vermieter von elementarer Bedeutung. Im Regelfall sollte der Vermieter nachfolgende Belege vom Mietinteressenten vor Mietvertragsunterschrift verlangen:

Der Mieterfragebogen

Jede Hausverwaltung lässt vom Mietinteressenten einen Erfassungsbogen ausfüllen. Neben Daten zum derzeitigen Wohnort werden dort auch Fragen zu rückständigen Mieten, dem Beruf und der Gehaltshöhe etc. abgefragt. Durch die Unterschrift des Mietinteressenten bestätigt dieser zwar die Angaben auf ihre Korrektheit, doch ist eine Falschangabe oft schwer nachweisbar, gerade wenn sich die Umstände des Mieters im Laufe der Zeit ändern.

Wichtig: Zum Einholen von Daten bezüglich der Bonität muss der Mietinteressent sein Einverständnis erklären. Dies sieht der Gesetzgeber bewusst so vor, um Privatpersonen vor ungerechtfertigten Bonitätsprüfungen und Auskünften zu schützen. Diese Einverständniserklärung sollte immer Bestandteil des Mieterfragebogens sein.

Aktuelle Auskunft der Schufa, oder anderer Auskunfteien

Diese Auskunft erhält jeder Bundesbürger einmal pro Jahr kostenneutral bei der Schufa. Aus dieser Auskunft können Vermieter und Hausverwalter die Bonität erlesen, so auch mögliche Verpflichtungen wie Kredite etc. Eine Kreditauskunft sollte nicht älter als drei Monate alt sein. Gegebenenfalls kann der Mietinteressent auch die Einholung durch die Hausverwaltung beauftragen.

Belege/Kopien der letzten drei Gehaltszahlungen

Als Nachweis zur Erklärung im Mieterfragebogen sollten die letzten drei Lohn-, oder Gehaltsnachweise in Kopie beigebracht werden. Alternativ können auch Kopien von Kontoauszügen die ständige Liquidität des Mietinteressenten belegen.

Mietfreiheitsbestätigung des Vormieters

In dieser bestätigt der aktuelle Mieter dem Mietinteressenten, dass er keine Rückstände der Mietzahlungen besitzt, gegebenenfalls auch ein Hinweis auf eine stetige, pünktliche Zahlung des Mietzinses.

Wichtig: Als Vermieter oder Hausverwaltung ist man gut beraten alle Daten auf ihre Plausibilität zu prüfen, gegebenenfalls mit den mündlichen Aussagen des Mietinteressenten zu vergleichen. Und doch sollte man darauf achten, dass eine hohe Bonität nicht gleichzeitig bedeutet, dass es sich um einen "guten Mieter" handelt, zählt doch auch immer die Persönlichkeit des Menschen, der seinen Wohnraum sucht.

Als Fazit kann man festhalten, dass eine gute Bonitätsprüfung wichtig ist und auch vor Schreckensszenarien wie Mietnomaden hilft, die mit zum Teil gefälschten Dokumenten, Falschaussagen und viel Charme überzeugen wollen, es oft können. Der Vermieter reduziert durch die ordnungsgemäße Bonitätsprüfung das Risiko von Mietrückständen, die für den Erhalt des Gesamtobjektes elementar wichtig sind und schafft auch juristische Klarheit im Vorfeld zum Mietvertrag.

In Teil II unserer kleinen Reihe beschäftigen wir uns mit dem Thema der so genannten "Bürgschaft" Dritter, meist der Eltern oder anderer Verwandter, gegebenenfalls auch Unternehmen, die die Suche ihrer Mitarbeiter unterstützen wollen.

Foto: (c) eccolo/ Fotolia.com
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