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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

25.02.2015

Berlin teures Pflaster für Mieter. Mietpreisbremse ein Allheilmittel?

Kann eine Mietpreisbremse den Berliner Wohnungsmarkt entspannen?Städte wie Berlin zeigen eine klare Tendenz: Begehrte Ballungsgebiete werden für Mieter teurer, fast unbezahlbar. Die Politik in den Kommunen und Städten, wie auch die Bundesregierung kämpfen um Verdrängungsmechanismen. Die anstehende Mietpreisbremse ist eine Möglichkeit dem entgegen zu wirken. Doch ist sie im geplanten Maße auch wirksam?

Ob zuziehende oder Umziehende Menschen: Das Beispiel Berlin zeigt deutlich, dass Wohnen immer teurer wird. Die Nachfrage bestimmt das Angebot und so werden bezahlbare Wohnungen in den Innenstadtlagen rar, schlecht verdienende an den Rand der Großstädte gedrängt. Der im Mai 2015 erscheinende Mieterspiegel wird voraussichtlich eine Durchschnittsmiete von über sechs Euro pro Quadratmeter ausweisen. Die Berliner Politik versucht durch Beschränkungen für Immobilienbesitzer bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen der Lage Herr zu werden. Bei der Betrachtung des jährlich erscheinenden Mietspiegels werden 1,2 Millionen Wohnungen der Hauptstadt berücksichtigt, um rechtssichere Angaben zu den ortsüblichen Vergleichsmieten zu liefern. Nicht enthalten sind Sozialbauten, für die eine Mietpreisbindung besteht.

Über neun Prozent Steigerung in nur zwei Jahren ist ein klares Signal, so die Mietervereine. Auch steigt der Druck auf neue Erschließungsgebiete in den Städten an und dies gilt für alle Bundesdeutschen Großstädte. Politisch gewollt sind Neubauwohnungen, doch ohne klare und nachhaltige Konzepte werden die Mieten weiter steigen und die Probleme größer. Dem Anspruch auf ausreichenden Wohnraum kann oft nicht entsprochen werden und so sind Immobilienbesitzer zukünftig noch stärker gefragt, wenn es um eine vernünftige Bewirtschaftung des Eigentums geht.

Ist die Mietpreisbremse ein Allheilmittel?

Bereits im letzten Jahr wurde die Mietpreisbremse auf der Bundesdeutschen Ebene als ideales Mittel für die schwierigen Herausforderungen der Wohnungsmärkte in den Ballungsgebieten angepriesen. Doch kann der Gesetzesentwurf all die Probleme der Städte und Kommunen wirklich lösen? Fachexperten warnen und fordern Nachbesserung.

Zukünftig sollen bei Neuvermietungen maximal 10 Prozent im Vergleich zur ortsüblichen Miete die Obergrenze sein. Laut einer Studie des Forschungsinstitutes Regiokontext werden allein in Berlin 600.000 Mietwohnungen nicht betroffen sein, da dort Ausnahmeregelungen greifen. Bei gut 1,45 Mietwohnungen in der Hauptstadt eine vergleichbar große Anzahl. Laut Studie würden gut 75 Prozent der Mietangebote über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Das neue Gesetz kann ein erster Schritt sein, jedoch führen zahlreiche Ausnahmen dazu, dass die Mietpreisbremse ihre Wirkung in Gänze verfehlt.

Eigentümer und Immobilienbesitzer können jedoch auf Entwarnung hoffen. Die Bestandsschutzregelung garantiert Vermietern, dass Mieter, die bereits heute über der Kappungsgrenze von 10 Prozent liegen, nicht von einer Absenkung betroffen sind. Dies betrifft mithin 450.000 Wohnungen in der Hauptstadt. Auch juristisch kann der Staat keine Strafen verhängen, wenn Vermieter Mieten verlangen, die oberhalb dieser Kappungsgrenze liegen.

Doch sollten Immobilienbesitzer diesen moderaten Umgang nicht ausnutzen, sondern auf eine vernünftige und nachhaltige Bewirtschaftung der Objekte achten. Da kann ein Gespräch mit der Hausverwaltung Wunder bewirken, denn es gibt auch nach wie vor vernünftige Wege, Mittel und Methoden um die Kapitalanlage Immobilie renditestark in die Zukunft zu bringen.

(Redaktion)


Bild: B&P Internetmanagement GmbH

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