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Arten und Aufgaben einer Hausverwaltung - Teil III



Der Beruf des Hausverwalters ist attraktiv und lukrativ zugleich. Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben zu erledigen, sodass niemals Langeweile aufkommt. Außerdem ist der Immobilienmarkt sehr lebendig, wodurch es viele geeignete Kunden und Immobilien gibt.

Allerdings haben nur diejenigen eine Chance am Markt, die eine fundierte Ausbildung mitbringen und sich Expertise erarbeiten konnten. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, ist für Eigentümer attraktiv und kann ihnen viele teils beschwerliche Aufgaben abnehmen.

Im zweiten Teil dieses Ratgebers ging es um die Frage, ob Eigentümer eine

aufgaben hausverwaltung
Was macht eine Hausverwaltung? | Foto(c) 936518/ pixabay.com

Hausverwaltung beauftragen oder sich für eine Selbstverwaltung entscheiden sollten. Die verschiedenen Argumente wurden vorgestellt und abgewogen.

Dieser dritte Teil beschäftigt sich nun mit dem Beruf des Hausverwalters. Es geht darum, wie geeignete Kunden gefunden werden und welche Bedingungen bei der Arbeit gegeben sein müssen. Außerdem wird die Ausbildung des Hausverwalters vorgestellt. Mit diesem Wissen an der Hand fällt es Eigentümern leicht, sich für eine Hausverwaltung zu entscheiden und einen geeigneten Anbieter zu finden.

So finden Hausverwalter geeignete Kunden

Wer als Hausverwalter tätig werden möchte, muss eine professionelle Kundenakquise durchführen. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Immobilienakquise. Hausverwalter haben hierbei den Vorteil, dass sie im Unterschied zu Maklern nicht auf Verkaufsobjekte angewiesen sind, sondern sich auch um Mehrfamilienhäuser kümmern können. Das gilt selbst dann, wenn keinerlei Verkaufsabsicht seitens der Eigentümer besteht. Für Hausverwalter sind bei der Akquise in der Regel Mietobjekte besonders interessant, weil sich hieraus lukrative und langfristige Aufträge ergeben.

Es hat sich als fruchtbar erwiesen, die Aufgaben einer Hausverwaltung mit denen eines Immobilienmaklers zu verknüpfen. Wer eine Immobilie vermittelt, hat so die Möglichkeit, als Hausverwalter eine weiterführende Tätigkeit zu gewinnen. Andersherum ist es möglich, dass sich aus einer Hausverwaltung zusätzliche Vermietungsaufträge ergeben. Es lohnt sich daher, als Hausverwalter verschiedene Standbeine zu besitzen.

Der Beruf des Hausverwalters

Der Immobilienmarkt ist ein solides und verlässliches Betätigungsfeld. Es kommt nur selten zu Blasen und Schwierigkeiten, die die eigenen Tätigkeiten beeinträchtigen und gefährden. Grundsätzlich werden Immobilien immer verkauft und vermietet, sodass es für gute Hausverwalter mit viel Erfahrung immer eine Menge zu tun gibt. Wichtige Voraussetzungen, um diesen Beruf zu ergreifen, sind die Freude an der Arbeit mit Menschen sowie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um der Verwaltung von Gebäuden und Grundstücken gerecht werden zu können.

Den eigentlichen Bildungsabschluss zum Hausverwalter gibt es nicht. Für die Tätigkeit als Verwalter ist gesetzlich keine Berufsausbildung vorgeschrieben. In der Regel sind es Immobilienkaufleute, teils Betriebswirtschaftler oder Rechtsanwälte, die dieser Tätigkeit nachgehen. Die Industrie und Handelskammern bieten zertifizierte Lehrgänge für die Tätigkeit als Immobilienverwalter an. Voraussetzung ist in der Regel aber eine branchenähnliche Berufsausbildung oder Tätigkeit.

Eine Hausverwaltung ist eine anspruchsvolle und vielfältige Tätigkeit. Hausverwalter müssen sich in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Finanzen, Recht und Grundstückspflege auskennen. Deswegen ist es unverzichtbar, dass sie eine exzellente Ausbildung genossen haben. Diese genügt jedoch nicht, um ein Leben lang erfolgreich als Hausverwalter tätig zu sein. Deswegen schreibt der Gesetzgeber vor, dass regelmäßige Weiterbildungen durchgeführt werden müssen. Außerdem wird von Hausverwaltern verlangt, dass sie eine gute persönliche Eignung mitbringen. Das bedeutet, dass ihre Vermögensverhältnisse strukturiert sein und sie eine Berufshaftpflichtversicherung besitzen müssen. Außerdem sind Zuverlässigkeit und Organisationstalent enorm wichtig.

Die Ausbildung zum Hausverwalter

Es gibt nur wenige Bestimmungen, die festlegen, wie eine Ausbildung zum Hausverwalter organisiert sein muss. Die notwendigen Qualifikationen sind beispielsweise im § 34c Gewerbeordnung der Länder festgehalten. Weitere Bestimmungen sind beispielsweise in der Makler- und Bauträgerverordnung zu finden.

Wer wissen möchte, ob eine Hausverwalterausbildung das Richtige für ihn oder sie ist, sollte sich dort ein wenig schlau machen. Ergänzend zur Ausbildung müssen regelmäßige Fortbildungen absolviert werden. Diese müssen alle drei Jahre erfolgen und mindestens zwanzig Stunden umfassen. Die IHK ist einer der bekanntesten Anbieter solcher Fortbildungen.

Hinweis: Die hier beschriebenen Voraussetzungen gelten nicht allein für Hausverwalter, sondern auch für Immobilienmakler, Baubetreuer und Darlehensvermittler.

Die Digitalisierung macht auch vor Hausverwaltungen nicht halt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Fernstudiengängen und Onlinekursen, über die sich Interessierte die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen können, um als Hausverwalter tätig zu werden. Je nach Wunsch können die Studiengänge nebenberuflich oder in Vollzeit genutzt werden. Mit einem erfolgreichen Abschluss in der Tasche ist es möglich, als angestellter Hausverwalter tätig zu werden oder eine eigene Hausverwaltung zu gründen.

Die Kosten einer Hausverwaltung

Die Kosten für eine Hausverwaltung variieren stark. Sie hängen unter anderem von den im Verwaltervertrag vereinbarten Leistungen und der Anzahl der Miteigentümer einer WEG beziehungsweise der Wohneinheiten in einem Mietshaus ab. Im Durchschnitt muss mit etwa 25 pro Wohneinheit gerechnet werden. Je mehr Wohneinheiten zu verwalten sind, desto günstiger wird in der Regel der Preis pro Wohneinheit. Es gibt allerdings keine vorgeschriebenen Preise für Verwalterdienste, weswegen immer Verhandlungsspielräume bestehen.

Neben den Fixkosten können Zusatzkosten für eine Hausverwaltung anfallen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn außerordentliche Eigentümerversammlungen durchgeführt werden oder Mahnkosten für säumige Miteigentümer oder Eigentümergemeinschaften anfallen. Außerdem müssen Eigentümer sämtliche Leistungen bezahlen, die eine Hausverwaltung in ihrem Namen erbringt, wenn diese nicht explizit im Verwaltervertrag festgehalten sind.

Die Entscheidung für eine Hausverwaltung

Wenn sich Eigentümer für eine Hausverwaltung entscheiden, befreien sie sich von vielen lästigen und zeitaufwendigen Aufgaben. Hierfür ist es wichtig, einen professionellen und erfahrenen Dienstleister zu wählen, der zu den eigenen Ansprüchen und der persönlichen Immobilie passt. Es lohnt sich, rechtzeitig mit einem Anbietervergleich zu beginnen, um bei Bedarf bereits einen passenden Verwalter zur Hand zu haben.

Foto(c) 936518/ pixabay.com

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