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Wie man die richtige Hausverwaltung für seine Immobilie findet ? Teil III



In einigen Fällen ist eine WEG oder ein Eigentümer mit der Arbeit einer Hausverwaltung oder eines einzelnen Verwalters nicht zufrieden. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, zu kündigen und nach Ersatz zu suchen. Bei der Kündigung und Abberufung eines Hausverwalters sind verschiedene Kriterien zu berücksichtigen.

Wie man einen Hausverwalter auswählen sollte | Foto:(c) godoycordoba/pixabay.com


Der zweiteTeil dieses Ratgebers befasste sich mit den verschiedenen Strategien bei der Suche nach einer Hausverwaltung sowie den Besonderheiten bei einem Verwaltervertrag und den Verwalterkosten.Dieser dritte Teil klärt nun, welche Kriterien bei der Abberufung oder Kündigung eines Verwalters zu berücksichtigen sind und wie die Übergabe von Unterlagen von einer Hausverwaltung an die nächste am besten gelingt.

Außerdem sollte die Übergabe von Dokumenten von einem Verwalter an den anderen sorgfältig durchgeführt werden. Insgesamt ist vor allem eine solide Vertrauensbasis für die Zusammenarbeit mit einer Hausverwaltung entscheidend.

Die Abberufung eines Hausverwalters

Der Verwaltervertrag legt die Kündigungsfristen fest, die bei der Kündigung einer Hausverwaltung zu berücksichtigen sind. Unabhängig hiervon kann eine Eigentümergemeinschaft einen Verwalter jedoch auch abberufen. Das bedeutet, dass dieser seines Amtes enthoben wird und seinen Aufgaben nicht mehr nachgehen darf. Die sonstigen vertraglichen Regelungen bleiben bestehen und der Verwalter wird auch weiterhin bezahlt.

Viele Hausverwaltungen legen in ihren Verträgen fest, dass für eine Abberufung ein wichtiger Grund vorliegen muss. Was genau hierunter zu verstehen ist, ist immer wieder Thema gerichtlicher Auseinandersetzungen. Ein Beispiel für einen solchen wichtigen Grund ist ein nachhaltig zerrüttetes Vertrauensverhältnis zwischen Eigentümern und Verwaltern. Das ist beispielsweise bei falschen Abrechnungen der Fall oder wenn ein Hausverwalter seiner Pflicht zur Planung und Durchführung von Eigentümerversammlungen nicht nachkommt. Dies ist bei Miet- und Sondereigentumsverwaltungen nicht möglich. Hier gelten immer die vertraglichen Vereinbarungen.

Achtung: Ein WEG-Verwaltervertrag darf eine Laufzeit von maximal 5 Jahren und bei einer neuen Eigentümergemeinschaft von drei Jahren nicht überschreiten. Danach muss ein neuer Vertrag ausgehandelt oder die Hausverwaltung gewechselt werden. Bei Mietshäusern und Sondereigentumsverwaltern können die Eigentümer und die Verwalterdie Laufzeit hingegen selbst bestimmen.

Einem Hausverwalter kündigen

In einer WEG kann der Verwalter gemäߧ 26 WoeiG abberufen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es einem Eigentümeroder einer WEG möglich, einen Hausverwalter fristlos zu kündigen.Diese Möglichkeit besteht zum Beispiel, wenn er seinen vertraglichenV erpflichtungen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gerechtwird.

Auch ein Verstoß gegen vertragliche Vereinbarung, gesetzliche Bestimmungen oder die Gemeinschaftsordnung kann zu einer fristlosen Kündigung führen. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Veruntreuung von Gemeinschaftsgeldern.

Andere Fälle sind nicht so klar gelagert. Wenn ein Hausverwalter beispielsweise nachlässig ist undes zu Problemen kommt, muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden darf. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Abrechnungen regelmäßig zu spät oder unvollständig erledigt werden. In der Regel urteilen die Gerichte so, dass ein wichtiger Grund für eine Abberufung immer auch ein Grund für eine fristlose Kündigung ist.

Reibungslose Übergabe von Dokumenten bei einemVerwalterwechsel

Wenn sich Eigentümer für einen neuen Hausverwalter entscheiden, sollten sie sicherstellen, dass die Übergabe von Unterlagen reibungslos und professionell erfolgt. Soist sichergestellt, dass sich der neue Verwalter schnell in seine neue Aufgabe einfindet und alle notwendigen Dokumente hierfür zur Verfügung hat. Außerdem müssen bei verschiedenen UnterlagenAufbewahrungspflichten eingehalten werden. Hier ist entscheidend,dass diese vollständig in den Besitz des neuen Hausverwalters übergehen.

Bei der Übergabe der Unterlagen mussein exaktes Übergabeprotokoll erstellt werden. Hierdurch lassen sich spätere Ungenauigkeiten und Streitereien vermeiden. Es ist ratsam,den Verwaltern für die Übergabe möglichst viel Zeit zur Verfügung zu stellen. So stehen sie nicht unter Druck und können die Übergabe sorgfältig und kontrolliert durchführen. Dennoch istes wichtig, dass der neue Verwalter die Stammdaten möglichst schnell zur Verfügung hat. Erst dann kann er eine umfassende EDV Eingabe vornehmen, die für seine spätere Arbeit unverzichtbar ist.

Eine solide Vertrauensbasis schaffen

Die Zusammenarbeit zwischen Eigentümernund Hausverwaltung kann nur dann sinnvoll gelingen, wenn eingegenseitiges Vertrauensverhältnis vorherrscht. Beide Seitenmüssen darauf vertrauen können, dass die jeweils andere Seite ihrenVerpflichtungen nachkommt. Hierfür ist es wichtig, dass beide Seitengut miteinander kommunizieren und Probleme ehrlich und ruhigansprechen können. Deswegen ist es für Eigentümer ratsam, sich mitder Firmenphilosophie der verschiedenen Hausverwaltungenauseinanderzusetzen und in persönlichen Gesprächen zu schauen, obdie Chemie stimmt.

Ein Blick in die Tipps für zukünftige Eigentümer einer WEG kann sich immer lohnen!

Auf Seiten der Verwaltung ist hingegen Transparenz von großer Wichtigkeit. Die Eigentümer sollten auf einen Blick sehen, welche Leistungen die Verwaltung bietet und welche Kosten damit einhergehen. Auch in persönlichen Gesprächen sollte eine offene und ehrliche Atmosphäre vorherrschen. Wenn die Eigentümer das Gefühl haben, dass die Hausverwaltung ihnen etwas vorenthält oder sie ihr alle Informationen aus der Nase ziehen müssen, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kaum möglich.

Foto:(c) godoycordoba/pixabay.com

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