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Wie man die richtige Hausverwaltung für seine Immobilie findet ? Teil II



Im ersten Teil dieses Ratgebers ging es um die Frage, welche Aufgaben ein Hausverwalter übernimmt und welche unterschiedlichen Arten von Verwaltern es gibt. Der zweiteTeil geht nun der Frage nach, wie man eine geeignete Hausverwaltung findet und was in Bezug auf den Verwaltervertrag und die Verwalterkosten zu berücksichtigen ist.

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Es gibt unterschiedlicheTätigkeitsfelder von WEG-Verwaltern, Mietverwaltern und Sondereigentumsverwaltern, wie imersten Teil beschrieben. Für die jeweiligen und freiverhandelbaren Dienstleistungen der Hausverwaltung fallen Kosten an.Eigentümer sollten daher genau auswählen, um eine zugleich kompetente und preiswerte Verwaltung zu finden.

Bei der Auswahl spielen die Ausbildungdes Verwalters, das Standing der Hausverwaltung und die Kontaktmöglichkeiten mit dem Verwalter eine entscheidende Rolle.Sowohl die vereinbarten Aufgaben als auch die Vergütung sollten im Verwaltervertrag möglichst präzise festgehalten sein.

Das ist bei einem Verwaltervertrag zu berücksichtigen

Der Gesetzgeber schreibt eineHausverwaltung nicht vor, welche Aufgaben sie zu erledigen hat. Dasbietet den Eigentümern eine größtmögliche Freiheit. Sie handeln mit den Verwaltern selbst aus, welche Aufgaben diese übernehmen und welche Kosten hierfür anfallen. All diese Regelungen werden in einem Verwaltervertrag festgehalten. Es gibt aber auch Hausverwaltungen, die einen festen Verwaltervertrag nutzen. Hier sollten die Eigentümer sehr aufmerksam sein und auch auf die Details des Vertrags achten.

Die große Flexibilität, die ein solcher Verwaltervertrag bietet, zeigt sich daran, dassTeilleistungen vereinbart wehren können. In einem solchen Fall kümmert sich die Hausverwaltung nur um bestimmte Aufgaben, während andere von den Eigentümern selbst erledigt werden.Beispielsweise ist es in einem Mietshaus möglich, dass dieVerwaltung bei Bedarf nach neuen Mietern sucht. In einem Verwaltervertrag kann jedoch vereinbart werden, dass diese Aufgaben nicht zum Zuständigkeitsbereich der Hausverwaltung gehört, sondern dass die Eigentümer sich selbst darum kümmern.

Welche Kosten entstehen durch einen Hausverwalter?

Die Eigentümer und die Hausverwaltung handeln die Bezahlung für die vereinbarten Dienstleistungen selbst aus. In den meisten Fällen kommt ein Fixbetrag pro Wohneinheitzum Einsatz. Bei WEG-Verwaltungen liegt dieser je nachdem, wo sichdie Immobilie befindet und wie groß sie ist, In der Regel zwischen80-30 € pro Monat und Einheit. Für private Mietshäuser bekommen die Hausverwaltungen üblicherweise 20-26 € pro Monat und Einheit.Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Bezahlung an die Kaltmiete zu koppeln. Hier sind 5%-6% üblich.

Solche fixen Beträge bieten sich immer dann an, wenn regelmäßig anfallende Aufgaben abgerechnet werden sollen. In einigen Fällen kommt es jedoch vor, dass nicht regelmäßige Aufgaben zu erledigen sind. Gelegentlich wird in einem Verwaltervertrag festgehalten, dass für solche Sonderleistungen spezielle Beträge abgerechnet werden können. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine energetische Sanierung vorgenommen werden soll oder wenn Instandsetzungsarbeiten durchzuführen sind, die sehr viel Mühe machen.

Strategien bei der Suche nach einer geeigneten Hausverwaltung

Es gibtverschiedene Strategien, um eine geeignete Hausverwaltung für dieeigene Immobilie bzw. WEG zu finden. Häufig werden die Services des sogenannten Dachverbands deutscher Immobilienverwalter (die VDIV) genutzt.

Aber auch der Bundesfachverband derImmobilienverwalter (BVG) ist eine sinnvolle Anlaufstelle. Hier haben Interessierte Zugriff auf diverse Datenbanken, mit deren Hilfe sie einzelne Hausverwaltungen leicht miteinander vergleichen können.Am besten ist es jedoch, wenn man auf Erfahrungswerte anderer Vermieter oder WEG zurückgreifen kann. Diese können die Stärken und Schwächen einer Hausverwaltung aus Sicht der Eigentümer einschätzen und bewerten.

Die Ausbildung des Verwalters berücksichtigen

Ein wichtiges Auswahlkriterium für einen Hausverwalter ist dessen Ausbildung. Allerdings gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, welche Qualifikationen ein Immobilienverwalter mitbringen muss. Aufgrund solcher fehlenden Mindestvoraussetzungen ist es grundsätzlich jedem möglich, als Hausverwalter tätig zu werden. Eigentümer müssen deswegen sehr genau auf die Ausbildung, die Erfahrung und die Qualifikationen des jeweiligen Hausverwalters achten, um jemanden zu finden, der wirklich professionell und kompetent ist.

Sinnvoll ist es, wenn ein Hausverwalter ein immobilienwirtschaftliches oder kaufmännisches Studium mitbringt. Eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist ebenfalls eine sehr gute Voraussetzung, um später als Immobilienverwalter tätig zuwerden. Es gibt aber auch sehr gute Quereinsteiger, die sich als Hausverwalter bewährt haben. Diese haben in der RegelFortbildung gemacht und Zusatzqualifikationen erworben, um sowohl fachlich versiert als auch praktisch geschult zu sein.

Wie ist das Standing des jeweiligen Hausverwalters?

Das Angebot an Hausverwaltungen am Markt ist sehr groß. Deswegen spielt das Standing der jeweiligen Hausverwaltung am Immobilienmarkt eine wichtige Rolle. Seit wievielen Jahren ist die Hausverwaltung bereits tätig und wie viele Einheiten hat sie bereits erfolgreich verwaltet beziehungsweise verwaltet sie immer noch? Wenn eine Hausverwaltung sehr viele Einheiten bewirtschaftet, spricht das dafür, dass sie Erfahrungen mit Großobjekten und vielen Eigentümern hat. Wenn eine Hausverwaltung hingegen nur eine Auswahl an wenigen Einheiten verwaltet, ist sie eher auf kleinere Immobilien spezialisiert.

Zum Standing eines Hausverwalters gehört ebenfalls, ob dieser finanziell abgesichert ist.Beispielsweise ist es wichtig, dass er über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügt, um in Schadensfällen abgesichert zu sein. Insbesondere eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist für einen Hausverwalter wichtig. Ebenso sollten Eigentümer prüfen, ob der jeweiligeHausverwalter ein Verbandsmitglied ist.Denn Verbandsmitglieder müssen Mindeststandards bei den Qualifikationen mitbringen.

Mit einem Hausverwalter Kontakt aufnehmen

Ebenso sollten Eigentümer darauf achten, wie gut sie Kontakt mit einem Hausverwalter aufnehmen können.Wenn dieser sich in der Nähe zum Objekt befindet, ist das inder Regel ein großer Vorteil. Wenn er sich zu weit vom Mietobjekt befindet, kann er nur sehr schwer regelmäßige Instandhaltungskontrollen durchführen und als Anlaufstelle für die Vermieter dienen.

Hinweis: Es ist hilfreich,wenn ein Verwalter mehrere Kanäle für die Kontaktaufnahme anbietet.Wer lediglich telefonisch und in bestimmten Zeitfenstern erreichbar ist, macht es sowohl den Eigentümern als auch den Mietern schwierig.Ein ansprechender Internetauftritt mit Kontaktmöglichkeiten per E-Mail oder Kontaktformular sind deutlich besser.

Erfahren Sie im dritten Teil dieses Ratgebers, welche Kriterien bei der Kündigung oder Abberufung eines Hausverwalters entscheidend und wasbei der Übergabe von Dokumenten von einem Hausverwalter an den nächsten zu berücksichtigen ist.

Foto:(c) godoycordoba/pixabay.com

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