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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

07.12.2018

Wie gestaltet sich zukünftiges Wohnen ? Teil I

Forscher gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahre 2050 auf über neun Milliarden anwächst. Wie gestaltet sich zukünftiges Wohnen, gerade in den Megametropolen? Ob Energiebedarf oder Umweltverschmutzung, Infrastrukturen und zu viele Menschen auf engstem Raum. Stadtplaner und Architekten, wie auch die Politik, stehen vor riesigen Herausforderungen. Wir schauen gemeinsam in die Glaskugel und vagen einen Ausblick.

Laut UNO leben zur Zeit etwas mehr als sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten. Im Jahre 1985 lag der Anteil der städtischen Bevölkerung noch bei 41,2 Prozent, im Jahre 2015 waren es 53,9 Prozent. Doch in 2050 werden 68,4 Prozent der Menschen weltweit in den Großstädten und Megametropolen leben. Vor allem die asiatischen Städte wachsen unaufhörlich und stellen die Stadtplaner vor große Herausforderungen.

Ob Tokio mit fast 38 Millionen Einwohnern, Jakarta mit über 31 Millionen oder Delhi mit über 25 Millionen Menschen, die Welt wächst und die Megametropolen ebenfalls. Und auch in Deutschland, seit jeher Einwanderungsland, wachsen die Städte immer weiter und ganze Landstriche sind leergefegt. Das ist die Frage, wie wir alle im Jahre 2050 leben wollen, oder auch müssen, berechtigt. Dabei sind die Probleme alt und wohlbekannt.

Für zukünftiges Wohnen aus der Vergangenheit lernen

In Europa ist das Platzproblem uralt. Schon im Mittelalter mussten Städteplaner und Baumeister auf die Zuzüge der Völkerwanderungen reagieren und bei Kriegen innovativ planen. Wie bringt man tausende neue Stadtbürger unter, dort, wo der Platz Mangelware ist?

Die Verwendung von Holz, Lehm, Natursteinen und später gebrannten Mauersteinen setzten den Bauherren und Architekten Grenzen. Und doch zeigen mittelalterliche Städte, dass die Zukunft im Hochbau lag, also schmalen Häusern mit zwei oder sogar drei Etagen.

Als Stahl und damit der Stahlskelettbau zum Ende des 19. Jahrhundert zum Baumaterial und -Konzept avancierte, konnten weitaus höhere Häuser entstehen. Als das im Jahre 1885 erbaute zehnstöckige Home Insurance Building in Chicago die Welt begeisterte war der Burj Khalifa in Dubai mit fast 830 Metern noch Science-Fiction. Doch es soll noch höher hinausgehen und Pläne, die Ein-Kilometer-Marke zu durchbrechen, geben eine Fiktion wie sich zukünftiges Wohnen gestalten wird.

Mit der Himmelstadt zukünftiges Wohnen real gestalten

Megawolkenkratzer, die gerade in Asien und dem Nahen Osten aus dem Boden gestampft werden, sind meist eher Prestigeobjekte des Kapitals, denn reale Möglichkeiten des modernen Wohnens. Und doch denken viele Stadtplaner und Architekten über ein Leben über mehreren Ebenen nach.

Ganze Stadtteile sollen auf einer höher gelegten Ebene entstehen, inklusive Straßen, Geschäften und Nahverkehr. Bautechnisch und baustatisch ist das bereits heute möglich, indem Hochhäuser miteinander durch Trassen verbunden werden und einzelne Zwischenebenen entstehen. Die Himmelstadt in Tokio ist so ein Ansatz der aufzeigt, wohin die Reise gehen kann, wenn ein Mangel an Baugrundstücken besteht und zu viele Menschen in einer Stadt leben wollen. In dieser ?Himmelstadt? sollen immerhin 100.000 Arbeitsplätze und Raum für 36.000 Bewohner entstehen.

Dabei wird die Idee nach ganz oben zu bauen immer mehr in den Hintergrund gerückt und macht energieeffizienten und begrünten Hochhäusern der mittleren Kategorie Platz.

Megastädte brauchen Konzepte der Verdichtung

Für Wohnzwecke immer nur nach oben zu bauen ist schon aus wirtschaftlichen Gründen keine Zukunft, denn die Megawolkenkratzer verschlinge Millionen im Unterhalt. Aber ungebremst können sich Städte, auch in Deutschland, kaum ausdehnen. Schon jetzt gibt es ökologische und ökonomische Bedenken die Peripherien der Großstädte mit Neubausiedlungen zuzupflastern, anstatt sie als eine Art grüner Lunge und Naherholung zu erhalten und zu gestalten.

Umso logischer ist das Konzept der städtischen Verdichtung. Dabei werden Baulücken und Baustreifen ebenso für Wohnzwecke freigegeben, wie alte Industriebrachen. Das ist insoweit klug, als dass die Infrastruktur bereits vorhanden ist, also ein Straßennetz, Abwasserkanäle, Energieleitungen und der öffentliche Nahverkehr durch Bus und Bahn. Ergo sind die Kosten für Neubauten weitaus kostengünstiger als neue Gebiete im Umland für den Wohnraum neu zu entwickeln.

Schaut man in das Ruhrgebiet, oder auch in die Umlandregionen von Stuttgart oder München, wird einem klar, dass Nachverdichtung das Prinzip der Zukunft ist. Und ein Blick nach Berlin verdeutlicht ebenfalls wie eine Großstadt mit den wachsenden Zuströmen an Menschen umgehen muss und wird.

Die Natur ist durch Bionik unser Vorbild

Die Entwicklung von Lehm und Holz zum Stahl als Hauptkonstruktion dauerte Jahrhunderte. Die Entwicklung neuer, innovativer und belastbarer Materialien, die wenig kosten und wenig wiegen, sind zum Beispiel die Zukunft und deren Entwicklung läuft rasant.

Wissenschaftler arbeiten und experimentieren seit langem um Werkstoffe zu entwickeln die tragfähiger und leichter sind als Stahl und nehmen dabei die Natur zum Vorbild, Stichwort Bionik. Ein bereits verwendetes Material ist eine Fassadenfarbe die sich selbst reinigt, ähnlich dem Lotusblatt, auf dem kein Schmutz hält. Dieser Lotuseffekt wird sogar schon für den Innenbereich, bei Naßzellen und in Küchen, verwendet.

So könnten auch Pflanzenhalme technisch entwickelt werden, die, wie der Bambus, sehr stabil sind und doch flexibel und der Leichtbaukonstruktion Auftrieb gäben. Mit anderen Worten: das Bauen an sich verändert sich durch Verwendung neuer und innovativer Produkte, die das Kostenbild positiv gestalten und dennoch bessere Eigenschaften mit sich bringen.

Ein extrem wichtiges Thema wird die Energieversorgung der Zukunft sein. Welche aktuellen Konzepte geben heute schon eine Aussicht auf die Zukunft? Und wie können Mikrowohnungen den Ansturm auf die Städte bändigen? Diese und weiterer, dem Science-Fiction des Wohnens entspringende, Themen lesen Sie im zweiten Teil.

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