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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

28.05.2017

Wert deutscher Immobilien bleibt bis 2030 stabil

Die Studie "Wohnatlas 2017" der Postbank bestätigt die Mutmaßung, dass der Wert deutscher Immobilien bis 2030 stabil bleibt, Tendenz leicht steigend. Dabei legen die Mittelstädte wie Heilbronn oder Potsdam weitaus stärker zu, als Berlin. Wir haben einige Regionen und Städte und ihre prognostizierten Wertsteigerungen, oder auch Verluste, zusammengetragen.

Immobilienmarkt Preise |  Foto: (c) gradt/ fotolia.com

Auch wenn Berlin als Hauptstadt weitaus mehr Einwohnerzuwachs bis 2030 erwarten kann, werden die Immobilienpreise laut der unlängst veröffentlichten Studie der Postbank "Wohnatlas 2017" nur um 0,3 Prozentpunkte wachsen. In mittleren Städten, wie zum Beispiel Heilbronn oder Potsdam hingegen sind Wertsteigerungen von jährlich vier Prozent, beziehungsweise 1,6 Prozent prognostiziert.

Im Vergleich der Großstädte kommt Hamburg auf 0,9 Prozent und München auf 1,3 Prozent Steigerung pro Jahr. Die Postbankstudie, die jährlich erscheint, untersucht bundesweit die Immobilienmärkte nach Regionen und einzelnen Städten.

Klare Unterschiede der Wertsteigerungen in Ost und West

Auch wenn in mehr als der Hälfte aller 402 deutscher Kreise und Städten die Immobilieneigentümer davon ausgehen können, dass die Werte der Immobilien stabil bleiben werden oder in Teilen zulegen, gibt es flächendeckende Unterschiede zwischen Ost und West.

Bis auf die Landkreise Rund um Berlin, dazu gehören Potsdam-Mittelmark und Potsdam mit Wertsteigerungen von 2,5 bis 4,5 Prozent und den Landkreisen Teltow-Fläming, Havelland, Oberhavel und Barnim mit 1,3 bis 2,5 Prozent Steigerungen bis 2030, können fast alle Landkreise im Osten der Republik keine Steigerungen aufweisen. Im Gegenteil, hier verliert sich der Wert der Immobilien auf ein Minus von unter 2,5 Prozent.

Einzig die Landkreise Dresden und Leipzig können mit einer Wertsteigerung von 0,3 bis 1,3 Prozent pro Jahr rechnen.

Man kann es auch anders betrachten: auf dem Land werden es Immobilienbesitzer in den kommenden 13 Jahren schwer haben, den Wert ihrer Immobilien zu erhalten beziehungsweise entsprechend tragbare Renditen zu erwirtschaften. Die Zuzüge in Ballungszentren sind sicherlich eine Ursache dafür, wie auch die sich schwach entwickelnde Infrastruktur in ländlichen Landkreisen im Osten Deutschlands.

Der Wert deutscher Immobilien in Städten über 500.000 Einwohnern

Dort, wo Metropolen ein relativ hohes Einkommensniveau und ausreichend Arbeitsplätze bieten, können sich Immobilieneigentümer zurücklehnen. Jedoch gehören nicht alle Großstädte laut der Studie zu den Gewinnern. Sowohl das reale Preiswachstum pro Jahr, als auch den durchschnittlichen Preis pro Quadratmeter Immobilieneigentum in der Übersicht

  • Berlin mit + 1,3 Prozent und 3.247 Euro
  • Bremen mit + 0,2 Prozent und 1.826 Euro
  • Dortmund mit - 0,6 Prozent und 1.417 Euro
  • Dresden mit + 1,0 Prozent und 2.009 Euro
  • Düsseldorf mit + 0,9 Prozent und 3.116 Euro
  • Essen mit - 1,1 Prozent und 1.436 Euro
  • Frankfurt am Main mit + 0,5 Prozent und 3.985 Euro
  • Hamburg mit + 0,9 Prozent und 3.884 Euro
  • Hannover mit - 0,2 Prozent und 1.877 Euro (Landkreis)
  • Köln mit + 0,7 Prozent und 3.017 Euro
  • Leipzig mit + 0,6 Prozent und 1.789 Euro
  • München mit + 1,3 Prozent und 6.149 Euro
  • Nürnberg mit + 0,2 Prozent und 2.525 Euro
  • Stuttgart mit + 0,6 Prozent und 3.535 Euro
  • Mitteldeutschland verliert und relatives Nord-Süd-Gefälle

    Die Immobilien mitteldeutscher Landkreise Westdeutschlands werden bis 2030 kaum größere Wertsteigerungen erfahren, im Gegenteil. Her schwanken die prognostizierten Werte zwischen minus 1,3 Prozent und Plus 0,3 Prozent.

    Das typische Nord-Südgefälle fällt jedoch nicht so stark aus, wie erwartet. Gewinner sind im Norden weite Teile Schleswig-Holsteins. Mit 0,3 bis 1,3 Prozentpunkte Wertsteigerung pro Jahr ist der Landkreis Herzogtum Lauenburg mit 2,5 bis zu 4,5 Prozent Steigerung Gewinner, der Verlierer ist Kiel mit einem Minus von 1,3 bis 2,5 Prozent. Aber auch die östlichen Landkreise Niedersachsens und die an den Süden Hamburgs angrenzenden Landkreise weisen prognostizierte Wertsteigerungen von 0,3 bis 2,5 Prozent aus, der Landkreis Cloppenburg sogar 2,5 bis 4,5 Prozent.

    Solche hohen Werte erreichen in Bayern nur die Landkreise Landsberg am Lech, der Landkreis München, Erding und Landshut. Dennoch liegen, bis auf die an den Osten grenzenden Landkreise, alle weiteren in Bayern im "grünen Bereich". So ähnlich, mithin mit Werten von 0,3 bis 2,5 Prozent, verhält es sich auch in weiten Teilen Baden-Württembergs, bis auf Freudenstadt, Heidenheim und Pforzheim (Stadt), die ein prognostiziertes Minus von 1,3 bis 0,3 Prozent aufweisen.

    Ähnliche Studien werden sicherlich ausreichende Belastbarkeit aufweisen, um mögliche Investitionen, aber auch Verkäufe strategisch zu planen. Aber selbst wenn es um die Einzellage und die Ausstattung einer Einzelimmobilie geht, gibt es Verlierer und regionale Gewinner. Beruhigend ist, dass bundesdeutsche Immobilien auch zukünftig eine wertstabile Kapitalanlage bleiben.

    Foto: (c) gradt/ fotolia.com


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