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Werden Baufinanzierungen 2018 teurer?


Jaja, die letzten Jahre waren für Immobilienfinanzierungen und Investments ein El Dorado und die Banken und Finanzierer lockten mit Angeboten die einen historischen Immobilienboom beflügelten. Doch es gibt Anzeichen für eine, wenn auch langsame Trendwende. Werden Baufinanzierungen teurer und woran lässt sich das erkennen?

Baufinanzierung 2018 | Foto: (c) Mediamodifier/pixabay.com


Es gab viele Gründe in den letzten Jahren mit geborgtem Geld eine Immobilie zu finanzieren oder generell in den deutschen Immobilienmarkt zu investieren. Und es fehlte zunehmend an guten Alternativen für Kapitalanleger und die Niedrigzinsen beflügelten das Geschäft so sehr, dass viele schon eine Immobilienblase befürchteten. Aber das, so Experten, scheint nicht zu drohen.

Aktuell aber mehren sich die Anzeichen für eine langesame Zinserhöhung in 2018 und wir wollen mal genauer hinschauen, warum man davon ausgehen kann, dass geborgtes Geld für Immobilien teurer wird. Immerhin steigen die Zinsen schon, nachweißlich.

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Zinshebende Merkmale für Baufinanzierungen in 2018

Dass der europäische Leitzins nur relativ und sehr indirekt den Preis für Immobilienkredite, sprich Zinsen, beeinflusst, dürfte klar sein. Aktuell geben aber einige Fakten Hinweise, warum die Zinsen stiegen werden, wenn auch gemäßigt.

In der letzten Woche erhöhten gleich zwei Förderer Ihre Zinsen. Einmal die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, und die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Bausparkassen vergeben, neben den klassischen Bauspardarlehen, auch Sofortfinanzierungen und Annuitätendarlehen mit Zinsbindungen von 10 Jahren Laufzeit. Vor zwei Monaten noch kalkulierte die LBS zum Beispiel bei diesen Darlehensformen mit 1,06 Prozent und aktuell sind es bereits 1,10 Prozent.

Hinzu kommt, dass sich die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen innerhalb von vier Wochen verdoppelt haben. Und auch der so genannte Referenzzinssatz innerhalb der Europäischen Union im Segment der Internetbankgeschäfte stieg unlängst deutlich an. Solche Zinsänderungen führen meist zu Zinserhöhungen bei den Bausparkassen und am Ende auch bei anderen Finanzinstituten.

So hat Schwäbisch Hall als eine der ersten Bausparkassen reagiert und die Zinsen für die sogenannten Sofortfinanzierungen auf 1,2 Prozentpunkte angehoben. Nun ist das bei 10 Jahren Zinsfestschreibung immer noch als sehr niedrig anzusehen, aber steigende Kapitalmarktzinsen und aktuell stark steigende Umlaufrenditen von Bundesanleihen beeinflussen nun mal die Baufinanzierungszinsen.

Und auch Wüstenrot hat reagiert auf die aktuellen Entwicklungen und eine Zinsanpassung vollzogen, wobei dieser mit 0,1 Prozent noch relativ moderat ausfiel. So erklärte man bei der Bausparkasse, dass die Zinsen nur der allgemeinen Entwicklung folgen und man gehe von einer Fortführung von moderaten Steigerungen aus.

Bei der KfW, für viele private Bauherren ein idealer Partner und auch für Vermieter bei energetischen Sanierungen ein Anlaufpunkt, wurden die Zinssätze letzten Dienstag um 0,15 Prozent angehoben, mithin das zweite Mail in 2018.

Die Perspektive für Bauzinsen in 2018

Mal ne Glaskugel zur Hand? So einfach ist es dann doch nicht. Und doch scheinen sich die meisten Analysten und Experten zu einer Aussage bereit: die Zinsen steigen, vorerst bis Jahresmitte um 0,3 bis 0,5 Prozent. Aber da kommt am Ende doch der Einfluss der EZB wieder durch. Auch wenn es keinen direkten Einfluss auf Baukredite gibt, bestimmt ihre Politik den Kreditmarkt. Ob die EZB ihre Zinserhöhung bereits in 2018 verfügt oder doch erst in 2019 wird letztlich entscheiden, ob die Zwei-Prozent-Marke überschritten wird. Und die Abhängigkeiten der globalen Wirtschaft und den Wachstumswünschen des amerikanischen Präsidenten und die darauf resultierende Resonanz der FED wird ebenso Klarheit schaffen.

Kurz gesagt steigen die Bauzinsen in moderatem Maße und diese langsame Erhöhung wird sich in 2018 fortsetzen. Aus unserer Erfahrung wird dies aber nicht zu geringeren Investitionen in Immobilien führen, solange der Bedarf an Wohnraum so hoch bleibt. Im Kern ist also 2018 auch weiterhin ein gutes Jahr für potentielle Käufer, Investoren und Immobilienbesitzer.

Foto: (c) Mediamodifier/pixabay.com

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