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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

23.11.2017

Wenn Vermieter einen Makler suchen

Ja, Immobilienmakler kosten Geld. Aber wenn man einen Vermietungs- oder Verkaufsprofi an seiner Seite weiß, ist das seine Provision wert. Regionale und fachliche Kompetenz sind die grundlegenden Fähigkeiten, die ein Makler mitbringen muss. Doch wie erkenne ich den richtigen, den einen Geschäftspartner, der den Leerstand geringhält und mich vor unliebsamen Mietinteressenten schützt?



Nach der Gesetzesnovellierung 2015 gilt in der Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler das Bestellerprinzip. Kurz gesagt: wer einen Makler beauftragt, beziehungsweise bestellt, zahlt auch. Dabei ist die Höhe der Provisionszahlung in den vorgeschriebenen Grenzen frei verhandelbar und sollte je nach Leistungsart bezahlt werden.

Die Arbeiten des Maklers sind kurz umrissen:

  • Er setzt die zu vermietende (zu verkaufende) Immobilie werbewirksam am Immobilienmarkt in Szene,
  • er organisiert und koordiniert die Besichtigungstermine
  • und er übernimmt die Bewerberauswahl bei gleichzeitiger Prüfung aller relevanten Daten (Bonität, Schufa, Vermieterbescheinigung etc.)
  • Auf den Punkt gebracht kann der professionelle Immobilienmakler dafür sorgen, dass eine Immobilie stets gut vermietet ist. Jedoch - und das sei hier erklärt - können diese Aufgaben auch von einer Hausverwaltung erledigt werden.

    Doch wie finde ich den vertrauenswürdigen Makler? Die wichtigsten Hinweise und Tipps einmal zusammengetragen:

    1. Empfehlungen einholen
    Ob im privaten Kreis oder im Internet, Empfehlungen können helfen den richtigen Makler zu finden, denn positive wie auch negative Erfahrungen sprechen sich schnell herum. Auch auf Verbandstreffen können gute Netzwerkkontakte entwickelt werden.

    2. Immobiliensuchmaschinen nutzen
    Bei der Suche auf den Portalen der üblichen Verdächtigen gibt man seine Region an und anhand der Suchergebnisse lassen sich regional tätige Makler verifizieren. Auch ein Blick auf die von ihm zu vermittelnden Objekte gibt einen guten Hinweis, ob es passen könnte. Auch hier darauf achten, wie viele Objekte im Angebot sind und wie lange diese schon im Internet herumdümpeln.

    3. Vermarktung mit eigenen Augen betrachten
    Wie vermarkten die Immobilienmakler ihre Objekte, sind alle relevanten Daten vorhanden und wie werden die Objekte bebildert und beschrieben? Wenn man sich selbst angesprochen fühlt, könnte es der professionelle Makler sein, den man sucht.

    4. Auf die Kommunikation kommt es an
    Ein Immobilienmakler sollte erreichbar sein. Das heiß nicht, dass dies stets und 24/7 der Fall sein muss. Aber innerhalb von 24 Stunden sollte jedenfalls eine Resonanz auf eine Anfrage folgen. Testen im Vorfeld ist ratsam.

    5. Von der Visitenkarte bis zum Büro
    Wer sich selbst gut vermarktet, kann dies auch mit den ihm übertragenden Objekten. Sowohl die Visitenkarte, aber vor allem die Internetpräsenz sollte Kompetenz und Professionalität ausstrahlen. Eine nachweisbare Berechtigung zum Makeln ist die Pflicht, ein einladendes Büro die Kür.

    6. Profis stellen Fragen
    Vor denen, die meinen, das Objekt wird sofort vermietet (verkauf) sollte man in Deckung gehen. Professionelle Immobilienmakler stellen Fragen zum Objekt (Grundriss und Lageplan, Sanierungsstand, Betriebskosten, Energieausweiß) bevor sie eine Einschätzung abgeben.

    7. Der korrekte Deal
    Profis sprechen ganz offen über ihre Konditionen bzw. Provisionen. Eine Vereinbarung über die einzelnen Leistungen sollte schriftlich festgehalten werden. Die Provisionshöhe richtet sich nach der regionalen Marktlage, dem Preis und den üblichen Konditionen.
    Wichtig: Ein korrekter Makler verlangt nie eine Vorauszahlung!

    8. Wenn die Chemie passt ...
    ... passt es meistens auch in der Zusammenarbeit. Wenn alle vorab genannten Hürden genommen sind, dann, ja dann sollte man die ersten Schritte gemeinsam gehen. Dabei sollte man darauf achten, dass der Makler einen stets auf dem Laufenden hält, welche Vermarkungsstrategien er umsetzt und wie sich die Verhandlungen mit den Mietinteressenten (möglichen Käufern) entwickeln.

    Tipp zum Schluss: Eine so genannte "Auschließlichkeit" sollte man nie eingehen. Dabei einigt man sich vertraglich, dass der Makler allein und ausschließlich das Objekt vermarkten darf. Eine Vereinbarung über ein zu vermietendes Objekt als "Testobjekt"? ist eine ideale Möglichkeit die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber beauftragen Sie nicht zu viele Makler, da sich sonst die Immobilie am Markt von alleine "verbrennt".

    Foto: (c) UBER IMAGES/ fotolia.com

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