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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

14.09.2018

Vom Kauf bis zur erfolgreichenVermietung Ihrer Immobilie ? Teil II


Viele wollen sich aktuell als Vermieter von Immobilien betätigen. Doch vom Kauf bis zur erfolgreichen Vermietung Ihrer Immobilie gibt es viel zu beachten undzu bedenken. Ist das passende Objekt gefunden und gekauft, geht dieSuche nach dem passenden Mieter los und der Mietvertrag muss geschlossen werde. In chronologischen Schritten zeigen wir auf, wie Sie Ihr Ziel erreichen.

Immobilie vermieten | Foto: Free-Photos / pixabay.com


Wo sol die Wohnung liegen, wie teuer ist sie und wie gestaltet sich der Kauf? All diese Fragen und hilfreiche Hinweise gaben wir im ersten Teil. Nun sind Sie Eigentümer, die Wohnung ist leer und vermietbar. Jetzt braucht es einen Mieter, einen verlässlichen und guten Mieter. Und wenn gefunden, muss ja noch der Mietvertrag geschlossen werden. Oha, denkt man jetzt, aber beachtet man die nachfolgenden Hinweise, ist der Weg zum erfolgreichen Vermieten nicht mehr weit.

1.Der verlässliche Mieter ist die halbe Miete auf dem Weg zur erfolgreichen Vermietung Ihrer Immobilie

In den meisten Fällen und gerade inden größeren Städten und Gemeinden ist die Suche nach einemgeeigneten Mieter deshalb so schwer, weil es viele, zuweilen zu vieleMietinteressenten gibt, die Nachfrage nach Wohnraum einfach zu großist. Wie finde ich dann den passenden Mieter? Hier kommen unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht. Oft hilftMundpropaganda, im Freundes- und Familienkreis. Aber auch Inserate imInternet, bei den üblichen Verdächtigen, haben eine großeReichweite.

Wer im Internet inseriert sollte klare und auch ausschließende Informationen benennen. Neben netten Fotos,einem Grundriss und einer guten Beschreibung der Haupt- undNebenkriterien können in den Beschreibungstexten auch Botschaften den Kreis der Bewerber definieren, entsprechend der Zielgruppe, die Sie sich als Mieter wünschen. Je detaillierter Sie Ihr Objekt in Szene setzen, umso eher finden Sie den passenden aus der Masse heraus. Gute Fotos runden das Bild Ihres Immobilieneigentums ab.

Eine Sammelbesichtigung sollte man als unerfahrener Vermieter nicht durchführen. Die Mietinteressenten und Leser Ihres Inserates können aufgefordert werden eineWohnungsbewerbung per Mail zu senden. So trennt sich Spreu vom Weizen. Lieber drei oder vier Einzelbesichtigungen mit potentiellen Mietern, als Sammelbesichtigungen mit hunderten von Interessenten.

2.Die Wohnungsbesichtigung und das erste Gespräch mit dem möglichen Mieter

Die Bewerbung las sich aussichtsreichund die Mietinteressenten machen einen gepflegten und seriösen Eindruck. Doch auch wenn alles perfekt erscheint, hören Sie nicht(nur) auf Ihr Bauchgefühl. Fakten sind wichtig und folgende Unterlagen sollten vom Mietinteressenten beigebracht und von Ihnen eingefordert werden:

-Selbstauskunftsbogen, in dem der Interessent alle gesetzlich anforderbaren Informationen preisgibt,wie aktuelle Anschrift, Beruf, Einkommen, Anzahl der Mitbewohner etc.

-Schufaauskunft.Diese sollte der Mietinteressent auf jeden Fall vorlegen, damit Sie als Vermieter um die finanziellen Altlasten wissen.

-Unbedenklichkeitsbescheinigung des bisherigen Vermieters des Mietinteressenten in dem der Vormieter die zuverlässige Mietzahlung bestätigt.

-Aber auch ein Anruf beim aktuellen Vermieter kann für Sie als zukünftiger Vermieter Gold wert sein.Denn allein die pünktliche Mietzahlung bedeutet ja nicht, dass Siesich einen Stinkstiefel ins Haus holen. Wer an dieser Stelle fragt,gewinnt.

3. Der Mietvertrag als fixierteGrundlage für zukünftige Mieteinnahmen

Gleich vorab: bitte keine mündlichen Mietverträge schließen und dem Mietinteressenten vor einem Mietvertrag die Schlüssel in die Hand drücken. Denn in beiden Fällen gilt ausschließlich das Bürgerliche Gesetzbuch und das ist weitaus mieterfreundlicher, als man es will. Der Mietvertrag regelt alle Rechte und alle Pflichten des von Ihnen ausgewählten Mieters und die Ihrigen.

In diesem Zusammenhang sollte man stets auf die Aktualität der Formulare achten, wenn man diese imZeitschriftenhandel oder aus dem Internet einholt. Besser sind Vorlagen von Vermieterverbänden oder auch einer Hausverwaltung in Ihrer Region.

Viele Klauseln eines Mietvertragesmüssen aufgrund der aktuellen Rechtslage angepasst sein, um Wirksamkeit zu entfalten. Hier sollte man sich an die gängige Rechtslage halten und nicht juristisch kreativ agieren.

Ob Kleinstreparaturen, oder auch die richtige Wohnungsgröße, ob Mietkaution oder Verwendung des zurVerfügung gestellten Räume, ob Haustierklausel oder Hausordnung,Betriebskosten oder Kündigungsfristen, ein Mietvertrag sollte stets Hieb und Stichfest sein und Klarheit schaffen, für beide Vertragsparteien.

4.Die Wohnungsübergabe an den neuen, Ihren Mieter

Der Mietvertrag ist aufgesetzt, der zukünftige Mieter kennt diesen bereits. Nun kommt der Tag der Schlüsselübergabe und der Unterschrift. Doch einfach unterschreiben lassen und alle Schlüssel hinlegen ist nicht anzuraten.

Bei der Wohnungsübergabe sollte zuerst ein Übergabeprotokoll erstellt werden, in dem der Zustand der Wohnung, aber auch alle Ablesedaten für Heizung, Wasser und Strom, im Beisein des zukünftigen Mieters,detailliert protokolliert werden. Jeden einzelnen Raum sollte man durschreiten, den Zustand von Wänden, Fenster, Türen, Elektrik und Heizung, sowie im Nasszellenbereich von den installierten Badmöbeln,dokumentieren. So wird der so genannte "vertragsgemäße Zustand der Mietwohnung" definiert, den Sie als Vermieter stets bereitstellen müssen, gemäß §535 BGB. Ergo haben Sie einen Beweis in der Hand, wenn der Mieter im Nachhinein Mängel anzeigt oder die Mietsache unsachgemäß behandelt.

Erst wenn das Übergabeprotokoll mit Datum und Unterschrift versehen ist wird der Mietvertrag unterschrieben und erst dann kann man als Vermieter die Schlüssel übergeben (auch hier die Anzahl der Schlüssel und den Erhalt quittieren lassen).

Kurzum, Sie sind am Ziel und es brauchte acht Schritte vom Kauf bis zur erfolgreichen Vermietung Ihrer Immobilie. Herzlichen Glückwunsch!

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