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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

26.07.2017

Verschärft der Brexit den Wohnungsmangel in Frankfurt?

Die Tauben pfiffen es nach dem Brexit-Referendum bereits von den Dächern, nun schafft die US-Investmentbank Morgan Stanley Fakten und verlagert wohl zeitnah seinen EU-Sitz in die Mainmetropole Frankfurt. Viele Unternehmen aus dem vereinigten Königreich denken über einen Umzug nach Deutschland nach und ergo verschärft der Brexit den Wohnungsmangel in Frankfurt. Aber auch in Städte wie Berlin, Köln, Hamburg und München drängen Zuziehende aus England in den regionalen Wohnungsmarkt.

Als wenn der Wohnungsmangel in den deutschen Großstädten nicht schon groß genug wäre, drängen wohl zeitnah die Mitarbeiter internationaler Großbanken nach Frankfurt, ob des Brexits, der in 2019 final ansteht. Doch warum verlegen Banken und andere Unternehmen Teile Ihres Geschäftes auf den Kontinent und inwieweit beeinflusst dies den deutschen Immobilienmarkt?

Morgan Stanley und Citigroup auf dem Weg an den Main

Auch wenn der europäische Hauptsitz der US-Investmentbank Morgan Stanley in London bleiben wird, so berichtet die Nachrichtenagentur Reuters auf Berufung von Insidern, dass die Anzahl der bisherigen 200 Mitarbeiter auf 400 aufgestockt werden soll. Doch Morgan Stanley ist nicht das einzige Unternehmen, dass Teile seiner Belegschaft aus dem Vereinigten Königreich abzieht und an die deutsche Bankenmetropole Frankfurt verlagert.

Die Citigroup wird wohl ebenso agieren und nach Angaben der Frankfurter Allgemeine ihre Handelssparte von London nach Frankfurt verlagern und mithin bis zu 250 neue Arbeitsplätze erschaffen.

Die Gründe für den Standortwechsel durch den Brexit

Ende März 2019 will Großbritannien aus der Europäischen Union austreten und bis dahin ist die finanzpolitische Lage in weiten Teilen als unsicher zu beurteilen. Fakt ist, dass in Großbritannien tätige Banken eine Gesellschaft benötigen die eine EU-Banklizenz besitzt, um ihre Dienstleistungen gegenüber den dann verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten anbieten zu können. Ergo prüfen die Finanzinstitute derzeit die Verlagerung von Teilen ihres Kerngeschäftes.

Wohnungsmarkt Frankfurt | Foto: (c) Yulia Buchatskaya/ fotolia.com

Da die behördlichen Mühlen innerhalb der EU aber langsam mahlen, mithin bis zu 18 Monaten, um eine notwendige EU-Banklizenz zu erhalten, wird es zeitnah zu weiteren offiziellen Umzügen von London nach Frankfurt kommen. Darüber hinaus müssen Geschäftsräume angemietet werden und neue Mitarbeiter gewonnen oder abgestellt werden.

Doch nicht nur Frankfurt, als wichtigster Bankenstandort Deutschlands steht im Fokus als neuer Standort. Auch Luxemburg und Paris sind neben dem irischen Dublin im Rennen. Dabei kann die Mainmetropole mit einer guten Infrastruktur ebenso werben, wie mit der allgemeinen Stabilität der deutschen Wirtschaft.

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Unlängst kommunizierte der Verband der Auslandsbanken, dass der Brexit allein in Frankfurt in den nächsten zwei Jahren bis zu 5000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte.

Verschärft der Brexit den Wohnungsmangel in Frankfurt?

In der Konsequenz wird die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien, gerade in Frankfurt, steigen und auch die Mitarbeiter brauchen Wohnungen, die aufgrund des Wohnungsmangels die Preise weiter in die Höhe schießen lassen werden. Wenn man an die Zahl von 5000 neuen Arbeitsplätzen denkt und das in nur zwei Jahren, wird sich der Druck auf den Wohnungs- und Immobilienmarkt verstärken.

Mit 18 Euro bis 38 Euro pro Quadratmeter Bürofläche ist Frankfurt am Main nach dem Gewerbemarktbericht 2015 ohnehin kein billiges Pflaster. Aber vor allem im private Mietsegment dürften 5000 neue Zuzügler die Nachfrage spürbar erhöhen, vor allem im mittleren und gehobenen Preissegment. Kostete eine 60-Quadratmeter große Wohnung in 2011 noch 10,30 Euro pro Quadratmeter, waren es in 2016 bereits 13,77 Euro, Tendenz klar steigend. Und je kleiner die Mietwohnung, umso größer fällt die Mietsteigerung in den Jahren aus.

Doch die großen Finanzinstitute stellen wohl kaum des Groh der neuen Zuzügler infolge des Brexit. Wer als englischer Unternehmer zukünftig vom zollfreien Handel profitieren will und seinen Hauptmarkt innerhalb der EU betreibt, wird sich wohl eher schnell als langsam über eine Verlagerung Gedanken machen. Und Deutschland steht für die meisten mittelständischen Unternehmen an erster Stelle.

Verifizierbare Daten, wie viele Menschen durch den Brexit aus dem vereinigten Königreich in deutsche Großstädte umziehen, gibt es noch nicht. Aber selbst ein gesondertes Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU im Nachgang zum Brexit wird kaum die Nachteile ausgleichen können. Und solch wirtschaftliche Überlegungen werden den Wohnungsmarkt beeinflussen und die Notwendigkeit weiterer Neubauvorhaben vorantreiben.

Foto: (c) Yulia Buchatskaya/ fotolia.com
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