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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

08.01.2016

Tipps zur Erhöhung der Miete bei Neuvermietung Teil II

Als Eigentümer ist man bei einer Neuvermietung in der Kalkulation der Miethöhe relativ frei. Doch warum sollte man Geld verschenken, wenn durch kleine und preissensible Änderungen in der Mietimmobilie bis zu 20 Prozent mehr Nettomietzins möglich sind? Wie man marktkonform und doch zügig seine Mietimmobilie neu vermieten und gleichzeitig mehr Mieteinnahme erzielt, ist keineswegs unmöglich.

Das man als Eigentümer relativ frei in der Nettomietzinskalkulation ist, bis zu gewissen Grenzen, erörterten wir bereits in Teil I. Und doch gibt es viele Wie man den Wert seiner Mietwohnung erhöhen kann | Foto: (c) Thomas Francois / Fotolia.comMöglichkeiten die Mietinteressenten vom "Wert" der Immobilie zu überzeugen, denn Emotio geht stets vor Ratio. Das heißt nichts anderes, als das ein Eigentümer mit kleinen und kostengünstigen Handgriffen die normale 60-Quadratmeter-Wohnung für 360 Euro Nettomiete in eine "gefühlt" hochwertigere Wohnung für 432 Euro verwandeln kann und sich die Investitionen weitaus schneller amortisieren, als gedacht. Also weiter gehts, mit hilfreichen Tipps zur Umgestaltung der Standardwohnung, zum Vorteil des Eigentümers:

Die Einbauküche - eine gute Wahl mit nachhaltiger Wirkung

Eine Wohnung mit Einbauküche stellt eine real höherwertigere Ausstattung dar, als die oft typische 0-8-15-Spüle, die bei näherem Hinsehen auseinander fällt. Doch warum scheuen viele Vermieter diese Investition? Weil man als Vermieter auch für bereits vorhandene Einbauten während der Mietzeit zuständig ist und das kann ggf. teuer werden, wenn es sich um technische Geräte handelt.

Warum dann nicht eine relativ neutrale und doch modern anmutende Küche ohne Geräte einbauen? So genannte Küchenblöcke sind schon für unter 500 Euro überall erhältlich und ein Einbau relativ einfach. Sollten Schäden an Wasserhähnen oder dem Traps folgen, sind die Kosten hierfür ohnehin als "Kleinstreparatur" auf den Mieter umlegbar.

Und der Vorteil? Je nach Grundriss der Küche scheuen viele Mietinteressenten den Einbau einer Küche, oder sind handwerklich überaus unbegabt. Ist eine Einbauküche bereits vorhanden, macht der Mietinteressent innerlich einen grünen Haken und gibt sich innerlich ein weiteres "Ja" für die Wohnung.

Kleiner Tipp am Rande: Unterbauleuchten wirken Wunder und verzaubern jeden Mietinteressenten, wenn die Wohnungsbesichtigung in den Abendstunden erfolgt.

Badsanierung - es geht auch preiswert!

So genannte "Nasszellen", also Bäder, werden doppelt so häufig angefragt, wenn eine Badewanne vorhanden ist, anstelle einer Dusche. Angenommen es sind Fliesen im gesamten Badbereich im 60´er-Jahre-Stil verbaut und der Einbau einer handelsüblichen Badewanne ist vom Grundriss her möglich, sollte man den Einbau nicht scheuen und die Dusche durch eine Wanne ersetzen. Fliesen kann man überkleben und eine matte und weiße Standardfliese ist für 5 Euro pro Quadratmeter käuflich erwerbbar und eine Badewanne inklusive einer so genannten Schürze bereits ab 250 Euro. Selbst wenn man die Badelemente Toilette und Waschbecken austauscht (bei Letzterem stets immer ein größeres auswählen), ist eine Badsanierung inklusive Arbeitslohn für 2000 Euro darstellbar.

Pflanzen und Beleuchtung schaffen Flair

Es mag komisch klingen, aber für 150 Euro ein paar Pflanzen gekauft, oder im Frühjahr und Sommer Balkonkästen zu bepflanzen kann wahre Wunder bewirken und das kommt gerade bei Wohnungsbewerberinnen sehr gut an. (Hinweis: Die Kosten sind jedoch nicht auf die Miete umlegbar).

Zusätzlich sollte man auf eine gute Ausleuchtung der Räume achten. Ein langer, dunkler Flur wirkt kaum einladend und bei Besichtigungen in den Abendstunden sollte man bei der Wohnungsbegehung auf eine intelligente, die Räume ideal ausleuchtende Belichtung achten. Bevor man also die oft so typische einfache Glühbirne mit Fassung an die Decke schraubt, sollte man sich im Baumarkt für Deckenleuchten mit Milchglas entscheiden, diese sind im Angebotspreis schon für 10 Euro das Stück zu bekommen.

Resümee zu den hier erläuterten Tipps für eine "gefühlte" und tatsächliche, jedoch preisgünstige Werterhöhung der Immobilie

Bei unserem Beispiel aus Teil I ist die Vermietung einer 60-Quadrtatmeter großen Wohnung bei ortsüblicher Miete für 360 Euro Nettomietzins darstellbar. Betrachtet man die genannten Investitionen, mithin circa 3000 Euro inklusive Arbeitslohn, ist eine Erhöhung von 20 Prozent allemal lohnend, wenn man in 10 Jahren eine Mietmehreinnahme von über 8000 Euro kalkuliert.

Tipp: Als Vermieter, oder auch Hausverwaltung sollte man die Wohnung stets nach Modernisierung fotografieren, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Letztlich wird kein Richter den positiv wirkenden Standard bezweifeln, wenn die Wohnung das besondere Flair besitzt.

Auch wenn es nur Ideen sind, Anregungen, so kann man als Vermieter mit wenig Aufwand viel erreichen. Und dann wird sich kein Mieter beschweren, auch wenn andere Vergleichsmieten niedriger ausfallen. Emotion geht eben immer stets vor Ratio.

oto: (c) Thomas Francois / Fotolia.com

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