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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

08.11.2017

Tipps zum Einbruchsschutz und Fördermöglichkeiten Teil II

Von Oktober bis Januar haben Langfinger Hochkonjunktur. Dabei sind Sicherungen, die jeder Mieter oder Eigentümer von Immobilien nachrüsten kann, leicht zu bewerkstelligen und relativ preiswert. Das Beste: Der Schutz des Eigentums wird gefördert und wer etwas Papierkram nicht scheut, kann viel Geld sparen. Ob Tipps zum Einbruchsschutz oder Hinweise zur Fördermöglichkeiten, wir klären gerne auf.

Einbruchschutzmaßnahmen | Foto: (c) Einbruch Haus | Foto: (c) BunterPark/pixabay.com

Auch wenn die Einbruchdiebstahlzahlen in 2016 sanken, so registrierte die Polizei dennoch über 150.000 Delikte, vornehmlich in der dunklen Jahreszeit. Dabei kann man durch kleine und nachrüstbare Sicherungen viel erreichen und es den Dieben schwermachen, auch durch sein eigenes Verhalten, wie wir in Teil I bereits beschrieben.

Doch Sicherungen, ob elektronisch oder mechanisch kosten Geld und je umfangreicher die Nach- oder Umrüstung erfolgen soll, desto mehr. Doch Mieter und Vermieter, beziehungsweise Eigentümer von Immobilien können Zuschüsse erhalten und wir verraten wie und in welcher Höhe.

Mit Fördergeld Einbruchsschutz erhöhen

Papa Staat unterstützt den Einbruchsschutz mit Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW und hat den Fördertopf in 2016 auf immerhin 50 Millionen Euro aufgestockt. Um an die Förderung zu kommen, ist einiges zu beachten.

  • Die Höhe der des Förderungsbetrages liegt zwischen 50 Euro und 1.500 Euro, einmalig und je Wohneinheit. Inkludiert sind sowohl Material-, als auch Handwerkskosten.
  • Einen Antrag bei der KfW können sowohl Mieter als auch Vermieter stellen.
  • Gefördert werden nur einbruchshemmende Maßnahmen von Bestandsbauten.
  • Gefördert werden dabei der Einbau von Nachrüstsytemen der Fenster sowie einbruchshemmender Hauseingangstüren, der Einbau einbruchshemmender Gitter und Rollläden oder elektronischer Einbruchsmeldeanlagen, sowie der Verbau von Assistenzsytemen wie Bewegungsmelder oder Gegensprechanlagen.
  • Wie erhalte ich die Förderung zum Einbruchsschutz?

    Die KfW hält zwei Möglichkeiten bereit um seine Bestandsimmobilie oder auch Mietwohnung vor Langfindern zu schützen.
  • Förderung durch einen Zuschuss durch das KfW-Programm 455
  • Gesamtfinanzierung der Umbau- oder Eibaumaßnahme durch das KfW-Programm 159

  • Wichtig: Die KfW fördert den Einbruchsschutz über den Geldtopf ?Altersgerechtes Wohnen?.

    Jede Förderung ist an drei Bedingungen geknüpft

  • Der Förderungsantrag muss unbedingt vor dem Beginn der Umbau- oder Einbaumaßnahme gestellt werden.
  • Sämtliche Arbeiten müssen durch einen Fachbetrieb ausgeführt werden.
  • Die Gesamtinvestition muss mindestens 500 Euro betragen.

  • Nun ist das Beantragen von Förderungen und Zuschüssen immer etwas heikel und deshalb sollte man sich der Reihe nach an folgende Schritte unbedingt halten:

  • Planen Sie die Umbau- und Einbaumaßnahme, wenn möglich mit einem Fachmann und nachdem Sie sich detailliert über die Sicherungsmaßnahmen informiert haben.
  • Je nach Finanzierungsart entscheiden Sie sich dann für die Art der Unterstützung durch die KfW, also entweder Zuschuss oder Kredit.
  • Über die Homepage der KfW, beziehungsweise das KfW-Zuschussportal dann den Antrag stellen. Nachdem die Förderung bewilligt wurde ?
  • Beginn und Umsetzung des Vorhabens zum Einbruchsschutz
  • Zufluss des Zuschusses, je nach Art und Höhe

  • Um es klar zu sagen: eine Förderung zu erhalten ist wirklich einfach und schnell umgesetzt. Wichtig ist vor allem die Vorplanung. Hier sollte man sich nicht von einem Handwerksbetrieb alleine beraten lassen, sondern unterschiedliche Angebote und Sicherungsszenarien einholen und bedenken. Immer unter dem Grundsatz: mechanische Sicherung geht vor elektronischer Sicherung.

    Tipp: Neben Informationen zum Einbruchsschutz der Polizei sollten Besichtigungstermine mit den Fachfirmen generell auch vor Ort durchgeführt werden. Hier sollte man sich auf persönliche Empfehlungen stützen nach dem Motto: mehr Einbruchsschutz ist nicht immer der bessere.

    Leider, und das ist der Wehrmutstropfen, ist der Fördertopf meistens bereits Anfang Herbst aufgebraucht und Zuschüsse nicht mehr möglich. Deshalb sollte man bereits jetzt mit der Planung beginnen, um dann zu Beginn des kommenden Jahres loslegen zu können. Bis dahin helfen sicherlich unsere Tipps aus Teil I weiter.

    Foto: (c) BunterPark/pixabay.com

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