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Tipps für die erfolgreiche Vermietung - Teil II



Dieser zweite Teil beschäftigt sich nun mit Fragen der Rechtssicherheit der Vermietung und klärt, welche Kriterien bei der Erstellung eines Mietvertrags eine Rolle spielen.Zusätzlich lernen Sie verschiedene Aspekte kennen, die bei der Übergabe des Mietobjekts eine Rolle spielen. Mit solchen Tipps für die erfolgreiche Vermietung schaffen Sie die Grundlage, um langfristig gut mit Ihren Mietern auszukommen und Streitigkeiten zu vermeiden.

Wie man erfolgreich vermietet | Foto:(c) 472301/pixabay.com

Im ersten Teil dieses Ratgebers ging es um grundsätzliche Vorüberlegungen, die im Vorfeld einer Vermietung getätigt werden müssen. Außerdem wurden verschiedene Strategien vorgestellt, diebei der Mietersuche und Mieterauswahl eine Rolle spielen.

Sobald die passenden Mieter für einMietobjekt gefunden wurden, ist bereits ein großer Schritt hin zueiner erfolgreichen Vermietung geschafft. Dennoch sind weitereMaßnahmen zu ergreifen, damit die Vermietung wirklich in Ihrem Sinnegelingt.

Insbesondere kommt es darauf an, für Rechtssicherheit zu sorgen. Das gelingt am besten durch einenprofessionell erstellten Mietvertrag, in dem alle wichtigen Aspekte berücksichtigt sind. So lassen sich unangenehme Streitigkeiten mit den Mietern vermeiden.

Die Grundlage aller Rechte und Pflichten eines Mietvertrags bildet §535 BGB, der die Hauptpflichten beider Vertragsparteien skizziert und dem Vermieter die Pflicht vorschreibt, die Mietsache ineinem vertragsgemäßen Zustand zu überlassen und während derLaufzeit des Vertrages diesen Zustand zu erhalten.

Außerdem sollten Vermieter bei der Übergabe des Mietobjekts verschiedene Kriterien berücksichtigen,damit es auch hier zu keinen Komplikationen kommt. Wenn Sie sich dieteils aufwendigen und bürokratischen arbeiten bei der Erstellung eines Mietvertrags oder der Wohnungsübergabe ersparen möchten,können Sie mit einem Makler zusammenarbeiten.

Für Rechtssicherheit bei der Vermietung sorgen

Vermieter müssen unbedingt daraufachten, dass sie eine geprüfte und rechtssichereMietvertragsvorlage verwenden. Sämtliche darin enthaltenenKlauseln müssen der aktuellen Rechtsprechung Rechnung tragen und geltende Regelungen berücksichtigen. Wenn Klauseln in einem Mietvertrag unwirksam sind, müssen sich Mieter nicht daranhalten.Stattdessen gilt die gesetzliche Regelung. Solche Bestimmungen sind meist äußerst mieterfreundlich, weswegen Vermieter darauf achten sollten, für Rechtssicherheit zu sorgen. Wer sich unsicher ist, obeine Mietvertragsvorlage rechtssicher ist, kann sich Rat bei einem Anwalt für Immobilienrecht suchen.

Mit dem kleinen Einmaleins der Mietvertragsgestaltung schaffen Vermieter die Grundlage eines rechtssicheren Vertragsverhätnisses.Dennoch ist stets die Draufsicht durch eine Hausverwaltung oder einenRechtsanwalt für Mietrecht empfehlenswert. Das Mietrecht ist teilszu komplex.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Vermieter unter bestimmten Bedingungen für Mängel an einerMietsache verantwortlich gemacht werden können. Das gilt gelegentlich sogar dann, wenn den Vermietern diese Mängel bei der Vermietung noch nicht bekannt waren. Diese Regelung wird als"verschuldensunabhängige Garantiehaftung" bezeichnet. Wer sich als Vermieter hiervor schützen möchte, muss einen Haftungsausschluss in den Mietvertrag mit aufnehmen.

Diese Kriterien sind bei einem Mietvertrag zuberücksichtigen

Wenn alle rechtlichen Fragen geklärt sind, müssen individuelle Regelungen in einem Mietvertrag festgehalten werden. Hierzu gehört unter anderem die Frage, wer für Reparaturen innerhalb der Wohnung oder des Hauses verantwortlich ist. Für Vermieter bietet es sich an, eine Kleinreparaturklausel in den Mietvertrag aufzunehmen. Außerdem sollten Schönheitsreparaturen ausdrücklich an die Mieter umgelegt werden.Hierdurch lassen sich Kosten vermeiden.

Nicht zuletzt müssen mietspezifische Aspekte in den Mietvertrag aufgenommen werden. So sollten Vermieter die Zahlung einer Mietkaution von drei Monatsmieten im Mietvertrag vereinbaren. Hierdurch haben sie finanzielleSicherheiten, falls der Mieter nicht vertragsgemäß mit einer Wohnung umgeht. Ohnehin ist die Kaution für viele Privatvermieter ein Buch mit sieben Siegeln. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzt erspart sich viel Stress am Ende des Mietverhältnisses.

Gelegentlich bietet es sich an,automatische Mietanpassungen zu vereinbaren. Hierfür bieten sich einStaffelmietvertrag oder ein Indexmietvertrag an.

Die Übergabe des Mietobjekts

Vermieter sollten die Übergabe des Mietobjekts erst dann vornehmen, wenn der unterschriebene Mietvertrag von den Mietern eingereicht wurde. Denn selbst wenn kein schriftlicher Vertrag vorhanden ist, gilt ein Mietvertrag als rechtskräftig, wenn eine Schlüsselübergabe stattgefunden hat.Deswegen sollten sich Vermieter keinesfalls unter Zeitdruck setzenlassen. Selbst wenn ein Urlaub ansteht oder eine Wohnung schnellstmöglich vermietet werden muss, sollte auf die üblichen Schritte bei der Vermietung Wert gelegt werden.

Es ist wichtig, sämtliche Vereinbarungen und Übergaben schriftlich festzuhalten. So haben Vermieter in Streitfällen etwas in der Hand, auf dass siezurückgreifen können. Deswegen wird ein Wohnungsübernahmeprotokoll erstellt, in dem der Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt des Einzugs festgehalten wird. Liegen in der Wohnung Schäden vor, müssen diesein das Protokoll aufgenommen werden. Dasselbe gilt, wenn Räume innerhalb der Wohnung bei der Übergabe noch nicht geräumt wurden.

Sollten sich die Nachmieter dazu entscheiden, Einbauten der Vormieter zu übernehmen gehört dies ebenfalls in das Protokoll. Ist ihnen eine solche Übernahme nicht recht, müssen die Vormieter die Einbauten entfernen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, erstellt Fotos von der Wohnung und fügt diese dem Wohnungsübernahmeprotokoll bei.

Des Weiteren empfiehlt es sich für Vermieter, ein sogenanntes Schlüsselübergabeprotokoll zu erstellen. Hierin wird festgehalten, wie viele Schlüsselsätze der Vermieter bekommt. Die einzelnen Schlüssel sollten klar benannt werden, damit es später keine Zweifel gibt. So muss neben dem Haustürschlüssel ein Wohnungstürschlüssel sowie ein Briefkastenschlüssel bereitgestellt werden. Wenn ein Keller vorhanden ist, muss auch ein Kellerschlüssel vorhanden sein.

Hinweis: Gelegentlichentscheiden sich Vermieter aus Gründen der Übersicht dafür, die Schlüsselübergabe mit in das Wohnungsübernahmeprotokoll aufzunehmen.

Elementar wichtig ist die Hausordnung als wichtiger Bestandteil des Mietvertrags. Die Chancen und Grenzeneiner Hausordnung haben wir hier skizziert.

Die Zusammenarbeit mit einem Makler

Gerade die rechtlichen Aspekte einesMietvertrags sind teilweise sehr bürokratisch und kompliziert.

Für Laien ist es häufig schwierig,den Überblick zu behalten und für umfassende Rechtssicherheit zusorgen. Deswegen entscheiden sich immer mehr Vermieter dafür,mit einem professionellen Makler zusammenzuarbeiten. Dieser kennt den Immobilienmarkt und weiß genau, worauf es beim Aufsetzen eines Mietvertrags ankommt. Zudem hilft er bei der Auswahl geeignete rMieter und gibt viele hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Vermietung.

Foto:(c) 472301/pixabay.com

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