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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

21.10.2015

Strengere Dämmpflicht nach EnEV 2014 - was es zu beachten gilt

Am 1. Mai vergangenen Jahres sind zahlreiche Neuerungen einer weiteren Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Diese werden üblicherweise unter der Überschrift EnEV 2014 zusammengefasst. Mit der Neuregelung wollte die Bundesregierung die Erreichung ihrer klimapolitischen Ziele fördern, gleichzeitig sollten damit Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 umgesetzt werden. Einige Vorschriften der EnEV 2014 betreffen auch die Dämmpflicht bei Gebäuden.

Weniger Wärmedurchgang bei Neubauten erlaubt

Insgesamt zielt die EnEV 2014 darauf, die energetischen Anforderungen an EnEV 2014 betrifft auch Dämmpflicht bei gebäuden | Quelle: Rainer Sturm  / pixelio.deGebäude weiter zu verschärfen. Dies gilt vor allem bei Neubauten. Hier sind die zulässigen Grenzwerte für den Primärenergiebedarf pro Jahr um 25 Prozent reduziert worden. Gleichzeitig wurden die Vorgaben für die Dämmung der Gebäudehülle strenger gefasst. Die erlaubten Wärmedurchgangskoeffizienten im Zusammenhang mit der Dämmung wurden im Schnitt um 20 Prozent verschärft. Der Wärmeduchgangskoeffizient ist ein physikalisches Maß für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper, zum Beispiel eine Wand. Die strengeren Werte sind bei Neubauten erstmals ab 2016 anzuwenden.

Strengere Dämmpflicht bei obersten Geschossdecken von Bestandsbauten

Von den verschärften Anforderungen und Grenzwerten sind Bestandsbauten zu einem großen Teil ausgenommen. Hier sieht die EnEV 2014 vor allem Nachrüstpflichten und Modernisierungen vor, wenn veraltete Anlagen bestehen und technische Standards längst nicht mehr eingehalten werden. Eine wichtige Nachrüstpflicht erstreckt sich allerdings auch auf die Dämmung. Immobilieneigentümer und Hausverwaltungen sollten hier also genau prüfen, ob sie in der Pflicht stehen.

Die Nachrüstpflicht betrifft Decken im obersten Geschoss eines Gebäudes, bei dem bisher nur eine unzureichende Dämmung gegen eine darüber liegende ungeheizte und ungeschützte Dachfläche besteht. Nach den früheren Vorschriften war hier eine Dämmpflicht nur gegeben, sofern bis dato überhaupt keine Dämmung bestand. Zumindest existierte in diesem Punkt eine gewisse Rechtsunsicherheit, die Vorschriften der früheren EnEV 2009 konnten so ausgelegt werden. Nach dieser Interpretation erfüllten auch minimale Dämmmaßnahmen die Dämmpflicht, selbst wenn der geforderte Mindestwärmeschutz damit nicht erreicht wurde. In der Praxis wurde von dieser großzügigen Auslegung gerne Gebrauch gemacht.

Eigentümer und Hausverwaltungen müssen bis 2016 bei der Dämmpflicht handeln
Die EnEV 2014 bringt jetzt eine verschärfende Klarstellung. Ab 2016 darf bei der obersten Geschossdecke eine Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt/(m²*K) nicht mehr überschritten werden. Betroffene Eigentümer müssen daher bis zum Jahresende handeln. Allerdings gibt es von dieser Pflicht Ausnahmen. Mehr dazu und zu den Verschärfungen der Dämmpflicht durch die EnEV 2014 erfahren Sie HIER.
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