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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

10.12.2015

Steigende Leerstandsquoten am Wohnungsmarkt

Trotz hoher Nachfrage an Mietwohnungen und einem eher bescheidenen Angebot, gerade in den Großstädten, erwartet die Wohnungswirtschaft in den kommenden Jahren höhere Leerstände am Wohnungsmarkt. Laut Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, GdW, sind die Investitionen seitens der Eigentümer in Bestandsimmobilen um 1,3 Prozent gesunken. Doch was sind die Gründe dafür und wie überträgt sich das auf die Ballungszentren Deutschlands?

Eigentümer und Wohnungsunternehmen sind verunsichert. Seit Jahren besteht Unklarheit bezüglich möglicher Mieterhöhungen im Falle von energetischen Leerstandsquote Wohnungsmarkt | Foto: (c) Kara / Fotolia.comSanierungen, da sich der Gesetzgeber noch nicht abschließend dazu geäußert hat. Letztlich müssen Eigentümer kalkulieren und bei Investments in Bestandsimmobilien ist es stets eine Frage der Rentabilität, und da rechnet man als Vermieter mit höheren Einnahmen. Sind diese in der Zukunft bei Sanierungen nicht einplanbar, flüchten viele Anleger in Neubauprojekte und in die großen Städte.

Großstädte und kleinere Kommunen

Hier zeigt sich eine große Divergenz: Während in den Ballungszentren wie Berlin, München, Hamburg und Co Mietwohnungen immer mehr zur Mangelware werden, so haben kleinere Kommunen mit hohen Leerstandsquoten zu kämpfen. Dies liegt zum einen an den Zu- und Umzugsbewegungen in die Großstädte hinein, andererseits investieren viele Anleger lieber in gefragte Gegenden, in denen höhere Mieten als Refinanzierung locken.

Als Beispiel, so der GdW, sei die Leerstandquote in den neuen Bundesländern in 2014 erstmals nicht weiter zurückgegangen und für das Jahr 2015 prognostizieren Branchenkenner sogar einen leichten Anstieg der Leerstandsquote. Man spricht sogar von einer Leerstandswelle in den neuen Bundesländern, wenn diese die Bestandsimmobilien nicht abreißen. Eine Verdreifachung des Leerstandes bis 2030 sei bei dem jetzigen Umgang mit den Immobilien sicherlich möglich, wenn man bedenkt, dass laut GdW in den ostdeutschen Ländern circa 580.000 Wohnungen leer stehen.

Doch auch in vielen Strukturschwachen Gebieten der alten Bundesländer warten gut 76.000 Wohnungen auf ihre Mieter oder können aufgrund von Instandhaltungsrückstand nicht bewohnt werden. Da ist es, angesichts der kritischen Lage bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen sicherlich ein positiver Aspekt, wenn kommunale Wohnungsgesellschaften in Bestandsimmobilien investieren, anstatt sie dem Abrissbagger zu überlassen. Doch dies scheint eher eine Ausnahme zu sein, als die Regel.

Daten und Fakten zur Leerstandsquote in Deutschland

Laut GdW verringerte sich das Investitionsvolumen in Bestandsimmobilien im Verhältnis zu Neubauten erneut auf nunmehr nur noch 7,1 Milliarden Euro, mithin zwei Drittel des gesamten Investitionsvolumens. Dies zeigt sich sehr deutlich, wenn man bedenkt, dass die rund 3000 beim GdW organisierten Wohnungsunternehmen in 2014 insgesamt 10,9 Milliarden Euro investierten.

Aufgrund der niedrigen Zinsen und einer hohen Nachfrage an Wohnungen, gerade in den Ballungsgebieten, geht der GdW davon aus, dass in 2015 die Gesamtinvestitionen um 13,8 Prozent steigen werden, wenngleich die Investitionen in Neubauten laut der Wohnungsbaugesellschaften sogar um ein Viertel aufgestockt werden sollen.

Zwar sind im GdW nur 3000 Unternehmen organisiert, jedoch sind dies gut zwei Drittel des deutschen Wohnungsmarktes und somit sind diese Daten entsprechend belastbar und geben einen Eindruck zur Lage der Leerstandsquoten in Deutschland.

In den nächsten Wochen werden wir einen Blick in die Großstädte wagen. Wo lohnen sich Investitionen im Verhältnis zu möglichen Mieteinnahmen und wie genau gedenkt die regionale Politik der hohen Nachfrage an Wohnraum Herr zu werden.

Foto: (c) Kara / Fotolia.com

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