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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

15.07.2016

Schutz vor Einbruch - Tipps für Mieter, Eigentümer,Vermieter

Bereits in 2015 stiegen die Wohnungseinbrüche in Deutschland um 10 Prozent und aktuell scheint dieser dramatische Trend anzuhalten. Ob organisierte Banden oder im Zuge einer Beschaffungskriminalität, die Diebe hinterlassen meist mehr Vandalismusschäden als tatsächlich gestohlen wird. Wie kann man sich nachhaltig vor Einbruchdiebstahl schützen und muss es immer eine Alarmanlage sein?

Bereits im Jahre 2015 konnte die Polizei fast 170.000 Wohnungseinbrüche verzeichnen, mithin eine Steigerung zum Vorjahr um 10 Prozent. Und auch wenn erst im Mai dieses Jahres die offizielle Veröffentlichung der Polizeilichen Wie schützt man sich vor Einbrechern? | Foto: (c) Igor Mojzes/ Fotolia.comKriminalstatistik, kurz PKS, detailliert Auskunft geben wird ist völlig klar, dass Einbrüche in Mehrfamilienhäuser und einzeln stehende Gebäude zunehmen.

Ein paar Daten zum Einbruchdiebstahl

In den Städten Bremen, Köln, Dortmund und Essen agieren die meisten Langfinger und relativ zur Einwohnerzahl gab es die wenigsten Einbrüche in Augsburg, Chemnitz und in Erfurt. Dabei ist die Aufklärungsquote in den beiden zuletzt genannten Städten mit gut 80 Prozent am höchsten, während in Berlin nur fast sieben Prozent der Einbruchdiebstähle aufgeklärt werden.

Dabei bleibt die Regel bestehen, je mehr Einwohner, umso höher das Risiko an Einbrüchen. Ferner sind in den Monaten Januar und Februar, sowie August und September die meisten Einbruchdiebstähle gemeldet worden. Dabei scheinen die Einbrecher eher darauf zu achten, wann sich viel Bargeld und hochwertige Gegenstände in den Wohnungen und Häusern befinden, so wie nach der Weihnachtszeit, oder die Räume durch Urlaubszeiten unbewohnbar sind. Doch wie kommen die Diebe in die Wohnungen und Häuser?

Leichter Einstieg für Diebe: Schwachstellen von Immobilien

Ganz klar stehen Türen und Fenster ganz oben auf der Liste der Schwachstellen und je zugänglicher sie sind, im Erdgeschoss oder das Kellerfenster, umso besser. Aber auch vermeintlich gute Verriegelungen täuschen nicht darüber hinweg, dass bei einer Altbau-Außentür mit Kassetteneinsatz durch einen gezielten Fußtritt ein schneller Zugang möglich ist. Ferner laden gekippte Fenster Einbrecher dazu ein, zügig und mit ein paar Handgriffen einzusteigen.Doch das größte Risiko ist man selbst! Schnell mal einkaufen oder spazieren gehen und NUR die Tür ins Schloss fallen lassen, ohne abzuschließen, reicht nicht aus. Man muss sich in erster Linie selbst disziplinieren und nicht darauf vertrauen, dass kein Dieb in der Nähe sein wird.

Mechanische geht bei Einbruch vor elektronischer Sicherung

Dieser Grundsatz bedeutet, dass durch gute mechanische Sicherungen weitaus mehr getan werden kann, um das Einbruchsrisiko zu minimieren. Letztlich geht es um Zeit, die Diebe nicht haben und durch vielfältige und kostengünstige Verriegelungen, Gitter und Beleuchtungssysteme kann man den Langfingern das Leben schwer machen.

Doch nicht immer sind mechanische Sicherungen möglich. Oft sind zum Beispiel bauliche Veränderungen nötig, die nicht an jedem Mietobjekt durchführbar sind. Eine kostengünstige und dennoch sichere elektronische Sicherung, ist dann eine gute Alternative.

Tipp: Egal, ob man sich für eine mechanische oder elektronische Sicherung durch eine Alarmanlage schützt, die einzubauenden Produkte sollten DIN- oder VdS-geprüft sein. Fragen Sie hierzu einen Fachbetrieb und vergleichen Sie Preis und Leistung.

Wer rein kommen will, kommt auch rein, so sagt man. Aber mit diesen kleinen Umbauten sind Sie auf der sichereren Seite:

  • Bei Neubauten oder Kompletttausch auf den Einbau von Einbruchshemmenden Fenstern und Scheiben achten, sowie einer guten Verankerung im Mauerwerk
  • Bei bestehenden Fenstern ist die Anbringung von so genannten Fensterkippsicherungen, Scharniersicherungen und Fenstergriffschlössern eine wirksame und kostengünstige Alternative. Zusätzliche, einbruchshemmende Sicherheitsfolie, die vom Fachbetrieb auf die Scheibe aufgebracht wird, schützt ebenfalls.
  • Türen sollten von Innen, sofern Kassetteneinsatz im Altbau vorhanden, ganzflächig von Innen verstärkt werden. Ein Türstangenschloss, zusätzliche Scharniersicherungen und ein einbruchshemmenden Zusatzschloss bieten ein gutes Maß an Sicherheit
  • Kellerfenster sollten mit von innen arretierten Gittern gesichert werden, damit ein Aufhebeln erschwert wird. Gegebenenfalls ist das Einbringen von verankerten Gittern ideal.
  • Diebe mögen es dunkel. Insoweit sind ein schwer zugängiger Bewegungsmelder und eine gute Ausleuchtung des Außenbereiches eine kostengünstige Sofortmaßnahme.
  • Außenrollos, die mit Sicherheitsschlössern arretiert werden, bieten gerade bei längerem Fernbleiben ein höchstes Maß an Sicherheit.
  • Bei Mehrfamilienhäusern ist ein Nachrüsten einer Gegensprechanlage ebenso hilfreich, wie eine gegenseitige Sensibilisierung aller Mieter für dieses Thema. Ein Rundschreiben seitens des Eigentümers an alle Mieter kann prophylaktisch helfen.
  • Elektronische Sicherungen können vielfältig eingesetzt werden. Von der einfacher Sicherung im Innenbereich mit Bewegungsmelder oder Glasbruchsensoren, bis hin zu komplexen Sicherheitsanlagen mit Aufschaltung zu einem Sicherheitsdienst, hier ist ein zertifizierter Fachbetrieb der ideale Begleiter, wenn es um wertvolles Hab und Gut geht.

  • Es gibt vieles zu beachten und nicht nur Fachbetriebe für Einbruchssicherheit können helfen, auch die Polizei hilft durch entsprechende Flyer und Broschüren weiter.

    Achtung
    : Prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz! Denn auch wenn man sich sichern kann, wie in Fort Knox, so sollte Ihr Eigentum dem aktuellen Wert entsprechend versichert sein. Der Versicherer übernimmt, je nach Vertragsart, auch die Beseitigung der Einbruchs- und Vandalismusschäden.
    Im Kern lässt sich durch wenige Handgriffe der Schutz vor Einbruchdiebstahl erhöhen. Informieren Sie sich vorab gründlich und nutzen Sie auch die Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, die Ihre eigenen vier Wände durch zinsgünstige Darlehen in Kombination mit anderen Förderungen begleitet.

    Foto: (c) Igor Mojzes/ Fotolia.com

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