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Regionale Unterschiede bei der Entwicklung der Neuvertragsmieten - Teil II



Der aktuelle Wohnindex des Forschungsunternehmens F+B zeigt, dass die Miet- und Preisentwicklung in Deutschland erstmals rückläufig ist. In 2019 ist ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen. Dieser Wert ist aber nur bedingt aussagekräftig. Neben dem Bundesdurchschnitt ist relevant, wie sich die Preise in einzelnen Regionen und Städten entwickeln.

Mieten Entwicklung Deutschland | Peggy_Marco/pixabay.com

Die Daten des Forschungsunternehmens F+B scheinen eine Trendwende bei den neuvertragsmieten zu bestätigen, wie im ersten Teil bereits erörtert. Es zeigt sich unter anderem, wie sich die Preise in München und Berlin entwickeln. Außerdem wird deutlich, dass ein großer Unterschied zwischen Mietpreisen und Kaufpreisen besteht.

So entwickelt sich der Immobilienmarkt in München

München zählt zu den teuersten Städten in Deutschland. Die Mieten haben hier in den letzten Jahren stark angezogen und selbst für sehr kleine Wohnungen konnten teils extrem hohe Mieten verlangt werden. Das liegt unter anderem an der großen Attraktivität der Stadt.

Sehr viele Menschen wollen hier wohnen, studieren und arbeiten. Somit hat sich die bayerische Landeshauptstadt kontinuierlich zu einer der teuersten Städte Deutschlands entwickelt und ist auch im aktuellen Wohnindex an der Spitze der teuersten 50 Städte der Bundesrepublik zu finden.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Mietpreisentwicklung in München verändert. So hat F+B in 2019 einen Rückgang von 0,6% bei den Mietpreisen festgestellt. Allerdings bedeutet das trotzdem noch, dass durchschnittlich eine Marktmiete von 16,40 € zu zahlen ist. Hieran zeigt sich ebenfalls der Trend, dass in den großen, teuren Städten in Deutschland die Mieten nicht mehr so ansteigen wie in den Jahren zuvor.


Haben Sie`s gewusst? München hat in den letzten Jahren immer wieder den Titel ?Lebenswertestes Stadt in Deutschland gewonnen?. Weltweit landet die bayerische Landeshauptstadt immerhin noch auf dem dritten Platz. Sie musste sich lediglich Wien und Zürich geschlagen geben.

Das ist am Berliner Immobilienmarkt zu beobachten


Berlin ist eine sehr beliebte Stadt, deren Einwohnerzahl Jahr für Jahr zunimmt. Entsprechend verändert sich auch die Immobiliensituation in der Hauptstadt kontinuierlich und die Marktmiete stiegt spürbar an. Nicht umsonst setzt die Berliner Landesregierung auf einen Mietendeckel, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

Und von vielen Vermietern hört man immer wieder die lauter oder leiser ausgesprochene Hoffnung, dass in Berlin in Sachen Miete bald Münchner Verhältnisse herrschen könnten.

Noch ist es aber ein weiter Weg bis dorthin. Im Wohnindex von R+B zählt Berlin noch nicht einmal zu den 50 teuersten Städten Deutschlands. Stattdessen landet die Hauptstadt auf Platz 72 des Rankings. Obwohl also offensichtlich noch Luft nach oben bestünde, sind die Mietpreise in Berlin ebenfalls rückläufig. Im Vergleich zu 2018 hat F+B in 2019 einen Rückgang um 1,2% bei den Neuvertragsmieten festgestellt. Somit liegt die Bundeshauptstadt deutlich über dem ebenfalls rückläufigen Bundestrend.

Ohnehin wird sich vieles in der Hauptstadt verändern. Der unlängst beschlossene Mietendeckel aber auch die zeitliche Verlängerung bei den Milieuschutzgebieten wird zukünftige Daten verändern und beeinflussen.

In einigen Regionen ziehen die Mietpreise weiter an

Entgegen dem Bundestrend gibt es verschiedene Regionen, in denen die Mietpreise weiter recht deutlich ansteigen. Die Werte reichen hierbei von 13,6% in Bietigheim-Bissingen bis zu 3,5% in Erding. Die reine Prozentzahl ist aber nur bedingt aussagekräftig. Denn obwohl in Erding die Preise lediglich um 3,5% im Vergleich zu 2018 angestiegen sind, ist hier die Marktmiete mit 10,20 € pro Quadratmeter ähnlich hoch wie in Bietigheim-Bissingen, wo sie 10,30 € beträgt.

Diese verschiedenen Werte helfen bei unterschiedlichen Einschätzungen. Wer aktuell nach Wohnraum sucht, muss wissen, wie teuer dieser in einzelnen Städten ist. So lässt sich die optimale Wohnung für das eigene Budget finden. Wer hingegen eine Immobilie erwerben oder Wohnraum anbieten möchte, interessiert sich vermutlich eher für die langfristige Entwickelung der Mietpreise in einer bestimmten Region.

Je höher die Anstiege nämlich sind, desto eher lohnt sich eine Investition in eine Immobilie. In beiden Fällen ist es aber sinnvoll, den Wohnindex im Blick zu behalten und die Preisentwicklung aktiv nachzuverfolgen.

Unterschiede zwischen Mietpreisen und Kaufpreisen bei Immobilie

Der Wohnindex von F+B zeigt zudem deutlich, dass ein klarer Unterschied zwischen Mietpreisen und Kaufpreisen besteht. Während die Mieten in einigen Regionen und Städten deutlich zurückgehen, steigen die Kaufpreise für Immobilien kontinuierlich an. So kosteten zum Beispiel Einfamilienhäuser in Deutschland in 2019 im Schnitt 3,8% mehr als noch in 2018. Eine noch deutlichere Verteuerung ist bei Eigentumswohnungen festzustellen. Diese kosteten 2019 deutschlandweit im Schnitt um 5,8% mehr als im Jahr 2018.

Das zeigt, dass nach wie vor eine große Nachfrage nach Immobilien besteht. Diese haben einen hohen Wert, der sogar noch ansteigt. Viele Menschen und gerade Familien haben ein Interesse an einem eigenen Zuhause und individuellem Wohnraum. Aber auch als Wertanlagen sind solche Immobilien nach wie vor interessant. Diese Kombination aus hoher Nachfrage bei einem begrenzten Angebot führt zu diesen Entwicklungen bei den Preisen. Am aktuellen Wohnindex zeigt sich nirgends, dass sich diese Situation in naher Zukunft verändern wird.

Foto: (c) Peggy_Marco/pixabay.com

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