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Regionale Unterschiede bei der Entwicklung der Neuvertragsmieten - Teil I



Steht eine Trendwende am deutschen Immobilienmarkt an? Diese Vermutung legt der aktuelle Wohnindex des Forschungsunternehmens F+B nahe. So sind in vielen großen Top-Städten die Mieten erstmals seit langer Zeit gesunken. In einigen der teuersten deutschen Städte sind Mietwohnungen und -häuser zu vergleichsweise moderaten Quadratmeterpreisen zu haben. Aber nicht in allen Städten ist dieser Trend zu verzeichnen.


Mietpreise Entwicklung Deutschland | Foto (c) Peggy_Marco/pixabay.com/Auf der Suche nach günstigem Wohnraum oder einer Immobilie als Wertanlage ist es wichtig, den Wohnindex im Blick zu haben und die regionale Preisentwicklung genau zu verfolgen. Dabei scheint es eine Trendwende in der Entwicklung der Neuvertragsmieten zu geben, so der aktuelle Wohnindex.

Trendwende am deutschen Immobilienmarkt

Es zeichnete sich bereits seit längerer Zeit ab, dass sich die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt verändern könnte. Jetzt belegen offizielle Zahlen diese Vermutung: Im Jahr 2019 sind die Neuvertragsmieten gegenüber 2018 in vielen deutschen Großstädten gesunken. Das belegen die Zahlen des Forschungsunternehmens F+B. Dieser zeigt die Mietentwicklung in deutschen Top-Städten auf. Somit lässt sich die Preisentwicklung über die Jahre hinweg nachvollziehen.

Der Index macht aber auch deutlich, dass sich die Preise regional teils unterschiedlich entwickeln. So sind in 11 der 50 teuersten Städte die Mieten gesunken. In den 39 anderen Städten hält die aktuelle Mietentwicklung noch an. Sowohl für Mieter als auch für Immobilienbesitzer ist diese Entwicklung interessant.

So hilft der Index dabei, besonders günstige Wohnungen oder lohnenswerte Investitionsobjekte zu finden. Zudem lassen sich aktuelle Trends beobachten und hieraus Entscheidungen aufgrund von Zahlen und Fakten ableiten.

Haben Sie's gewusst? Der bundesweite Rückgang bei den Neuvertragsmieten um 0,3% ist der Erste seit 2005. In den letzten 14 Jahren sind die Mieten somit kontinuierlich angestiegen.

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So hat F+B seinen Wohnindex ermittelt

Am deutschen Immobilienmarkt sind die Mieten und Preise teils starken Schwankungen unterworfen. Der Wohnindex von F+B ist ein nützliches Tool, um diese Entwicklungen nachzuvollziehen und sinnvolle Prognosen für die Zukunft abzugeben. Das ist unter anderem deshalb möglich, weil F+B auf eine gigantische Zahl an Daten zurückgreifen kann.

So nimmt das Forschungsunternehmen mehr als 30 Millionen Objekte und Immobilien unter die Lupe. Diese sind deutschlandweit zu finden, sodass ein möglichst aussagekräftiges und umfassendes Bild erreicht wird.

Die Daten werden jedes Quartal neu gesammelt und ausgewertet, um Veränderungen frühst möglich mitzubekommen und aufzeigen zu können. Somit zeigt der Index nicht nur die Miet- und Preisentwicklung eines Jahres an, sondern erlaubt auch den Vergleich einzelner Quartale.

So entwickeln sich die Mieten aktuell


Wer im Wohnungsindex das vierte Quartal 2019 mit dem vierten Quartal 2018 vergleicht, erkennt schnell eine deutliche Veränderung. Bundesweit ist ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen. Die Höhe des Rückgangs hängt hierbei von den Entwicklungen einzelner Regionen ab. So gingen die Preise in Garmisch-Partenkirchen beispielsweise um 4,4% zurück und damit so stark, wie nirgendwo sonst in der Bundesrepublik. Hier liegt die Marktmiete pro Quadratmeter im Index bei 9,80 €.

Ebenfalls rückläufig sind die Mietpreise in Fellbach. Hier sind sie um 3,0% gesunken und liegen nun bei 9,90 € pro Quadratmeter. In Olching ist immerhin noch ein Rückgang von 2,3% festzustellen. Hier muss pro Quadratmeter in der Regel ein Preis von 10,60 € bezahlt werden. Aber nicht in allen Städten sind die Preise rückläufig. So stiegen die Mieten in Stuttgart beispielsweise um 0,8% an. In Frankfurt am Main beträgt der Anstieg 0,5% und in Hamburg 0,1%.


Eine einheitliche Preisentwicklung in Deutschland lässt sich somit nicht feststellen. Im Bundesdurchschnitt gingen die Preise zwar um 0,3% zurück, in einzelnen Regionen sind jedoch teils deutliche Anstiege zu verzeichnen. Wer eine Immobilie erwerben möchte oder auf der Suche nach Wohnraum ist, sollte sich daher mit dem Wohnindex auseinandersetzen. Hierdurch ist es leicht möglich, die Veränderungen der Mietpreise genau zu verfolgen und hierbei regionale Besonderheiten in den Blick zu nehmen.

Die Miet- und Preisentwicklung in den teuersten Städten der Republik

Der Wohnindex von F+B ermittelt ein Ranking der teuersten Städte Deutschlands. In der Regel werden die 50 teuersten Städte in den Blick genommen, auch wenn das Ranking viel umfassender ist.

Zu diesen 50 Städten gehört unter anderem Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. In dieser Stadt sind die Mieten in 2019 um 13,6% angestiegen. Somit betrug der Quadratmeterpreis im 4. Quartal 2019 stolze 10,30 €. In Landsberg am Lech ist der Anstieg etwas geringer, aber mit 11,4% immer noch beachtlich. Hier muss für einen Quadratmeter laut aktuellem Wohnindex ein Preis von 9,60 € bezahlt werden. Auch in Ettlingen ziehen die Mieten nach wie vor an. Hier ist ein Anstieg von 8,4% zu verzeichnen, sodass der Quadratmeterpreis ebenfalls bei 9,60 € liegt.

Es gibt aber auch Städte, die einen Ruf als besonders teure Regionen genießen. Hierzu zählen zum Beispiel München und Berlin, wo die Mietpreise seit Jahren eigentlich nur eine Richtung kennen: nach oben. Gerade in solchen teuren Städten sind die Anstiege jedoch sehr gering oder es ist sogar ein Rückgang der Preise zu verzeichnen. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass am deutschen Immobilienmarkt aktuell einiges in Bewegung ist und eine Trendwende bei den Preisen eingeläutet wurde. Am Ende und im zweiten Teil lohnt ein Blick nach München und Berlin.


Foto: (c) Peggy_Marco/pixabay.com/pixabay.com

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