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Prognose: Wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen


Die Prognose ?Demografische Lage der Nation? beleuchtet die einzelnen Regionen Deutschlands auf ihre Zukunftsfähigkeit. Anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung, Arbeitslosenquote, Haushaltseinkommen und Anteil älterer Menschen lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie sich Deutschland regional entwickelt. Eine Vorausschau, die auch für den Immobilienmarkt wertvolle Hinweise gibt.

Vor Jahren hieß es noch: Deutschland stirbt aus, da weniger Babys geboren werden. Das aktuelle Bild ist aber ein anderes, laut dem Institut für Bevölkerung und Entwicklung in ihrem aktuell vorgestellten Essay "Demografische Lage der Nation".

Demnach leben derzeit 83 Millionen Menschen in Deutschland, ein hoher Wert. Prognostiziert wird zum Jahre 2035 immerhin noch eine Bevölkerungszahl von 82,3 Entwicklung in Deutschland |   Foto:(c) uwebeierbergen/pixabay.ciomJahren, so die Wissenschaftler. Wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für den Immobilienmarkt herleiten?

Welche Regionen Deutschlands sind zukunftsfähig?

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten anhand von 21 Faktoren die Städte und Landkreise. Besonders die Faktoren Bevölkerungsentwicklung, Arbeitslosenquote, Haushaltseinkommen und der Anteil älterer Menschen in der betreffenden Region lassen Rückschlüsse auf die Zukunftsperspektiven bis 2035 zu.

Insgesamt wurden 401 Kreise und kreisfreie Städte untersucht. Die Studie zeit auf, wo zukünftig mehr Menschen hinziehen und wo ganze Landstriche veröden könnten. Spannende Daten und Fakten, die auch für Immobilieninvestoren hinreichende Hinweise liefern können. Ohnehin geben Prognosen anderer Experten klare und signifikante Hinweise, wie sich der Immobilienmarkt entwickeln wird.

Die Ergebnisse der Studie zusammengefasst

Es gibt Positives zu verkünden: Die Zuwanderung und steigende Geburtenraten lassen Deutschland nur in sehr gemäßigtem Maße schrumpfen. Und doch wird es regionale Verlierer geben, gerade in den bereits strukturschwachen Regionen unseres Landes.

Die ostdeutschen Regionen, mit Ausnahme der Hauptstadt Berlin und Leipzig (ein Plus von 16,5 Prozent) und Potsdam, werden mit einer teils großen Abwanderungswelle zu kämpfen haben. So prognostizieren die Forscher für den brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster einen Rückgang von 25 Prozent voraus, absoluter Negativwert in der Republik.

Ebenso wird der Kreis Mansfeld-Südharz, in Sachsen-Anhalt liegend, fast 25 Prozent seiner Einwohner verlieren. Ja, die Flucht vom Land in die Stadt wird viele Gemeinden in den nächsten Jahren hart treffen und damit die klammen Kassen der Kommunen weiter belasten. Denn da wo wenige Menschen leben, gibt es auch wenige Unternehmen und wenige Grundstücksverkäufe, die ja am Ende Geld bringen.

Betrachtet man ganz Ostdeutschland, so wird es viele Bundesländer treffen. Weder große Teile Sachsens noch viele Regionen Sachen-Anhalts und Thüringens können die Bevölkerungsdichte halten. Auch das nördliche Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden die Abwanderung in die Städte spüren. Einzig die Kreise um die Metropole Berlin werden gleichbleibende Daten aufweisen.

In den Westdeutschen Landkreisen müssen Nordheim und Holzminden in Nordrhein-Westfalen mit einem Abgang von 13 und 13,7 Prozent rechnen. Neben einigen Landkreisen im Saarland, die etwas über den 10-Prozent-Marke liegen, trifft es den Ruhrpott mit Werten um minus fünf bis acht Prozent, ganz Rheinland-Pfalz, nördliche Regionen Bayerns sowie Schleswig-Holstein.

Hingegen lassen sich in Bayern, Baden-Württemberg, den westlichen Kreisen in Nordrhein-Westfalen und Rund um Hamburg noch Bevölkerungszuwächse prognostizieren, wenngleich im einstelligen Bereich.

Die Begründung ist klar und das ergeben auch andere Faktoren der Studie: Die Bevölkerung wendet sich verstärkt den wirtschaftlich starken und infrastrukturell ausgebauten Städten und Umlandgemeinden zu. Dort gibt es Arbeit und Bildungsperspektiven.

21 Faktoren bestimmen die Zukunft der Regionen

Die Bevölkerungsentwicklung ist nur ein Teilaspekt. Arbeitslosigkeit, Haushaltseinkommen, die Altersstruktur und vieles mehr wurde herangezogen, um eine Gesamtnote zu vergeben. Ein Blick auf diese Noten ist hilfreich:

Die Stadt Leipzig wird in den kommenden 15 Jahren stärker wachsen, als jede andere Region, mithin um 16,5 Prozent. In der Gesamtnote kommt die alte Messestadt aber nur auf eine Gesamtnote von 3,0.

Dresden hingegen, dass (nur) 9,5 Prozent Bevölkerungszuwachs erwarten kann, erhielt in der Gesamtbetrachtung aber die Note 2,6. Dies ist der niedrigeren Arbeitslosenquote und einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung geschuldet.

Mit anderen Worten: die einzelnen Faktoren können nur bedingt etwas darüber aussagen, wie sich ein Kreis oder eine Stadt entwickelt, ob sie prosperiert, oder nicht.

Klassenprimus ist, wer hätte es gedacht, die Stadt München mit einer Gesamtnote von 2,3. Und Gelsenkirchen ist mit 4,7 das Schlusslicht in Deutschland. Schaut man sich die Arbeitslosenquote und die Wirtschaftsindikatoren im Ruhrpott genauer an, wundert das wenig, leider.

Welche Prognosen lassen sich für den Immobilienmarkt ziehen?

Zum einen lassen sich die vielen differenzierten Daten und Fakten nicht ein zu eins auf den Immobilienmarkt abbilden. Dennoch geben die vom Berlin-Institut vorgestellten Daten einen interessanten Ausblick auf die Perspektiven.

Dort, wo die Bevölkerung stark wächst, werden auch die Kaufpreise und Mieten wachsen. In Regionen, die von Landflucht geplagt sein werden, wird sich ein hoher Leerstand einstellen. Keine guten Vorzeichen für Vermieter in den Regionen, die eine schlechte Gesamtnote bekamen.

Dort, wo ein hohes Haushaltseinkommen vorhanden ist und geringe Arbeitslosenquoten, boomt die Wirtschaft. Diese beiden Faktoren wirken für Menschen, aber auch Steuern zahlende Unternehmen, wie ein Magnet. Ergo werden im Segment Eigentumswohnung und Immobilienbesitz kräftig gute Geschäfte möglich sein und sich eine Immobilieninvestition lohnen.

Um die Aussagekraft der Studie für Immobilieneigentümer, Vermieter und zukünftige Bauherren zu unterstreichen, sollten die Daten unbedingt im Detail betrachtet werden. Denn Fakt ist: Lage, Lage und nochmal Lage. Nur dieser Faktor wiegt am Ende am schwersten, wenn es um Immobilien geht.

Foto:(c) uwebeierbergen/pixabay.ciom

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