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Preise für Immobilien im Umland steigen unaufhörlich



Zu Beginn der Coronapandemie setzten nur wenige Experten auf steigende Immobilienpreise. Doch selbst Covid-19 kann den Immobilienboom nicht stoppen. Im dritten Quartal stiegen die Preise für Immobilien im Umland und auch in den Metropolen. Die Mietpreisentwicklung ist jedoch moderat steigend.



Es wurde viel spekuliert als das Virus kam. Corona-bedingt gingen viele davon aus, dass die Immobilienpreise sinken werden. Doch die Daten des statistischen Bundesamtes, kurz destatis, für das dritte Quartal 2020 zeigen deutlich, dass die Preise für Immobilien im Umland aber auch in den Metropolen nach wie vor ansteigen.



Nach wie vor hält sich der Immobilienboom und die Nachfrage nach Häusern, Eigentumswohnungen und Grundstücke ist ungebrochen. Eben diese Nachfrage führte zwischen den Monaten Juli und September zu einer nachweislichen Preissteigerung von 7,8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Wer zurückblickt in das Jahr 2016, mit einem Preisanstieg von damals 8,4 Prozent zum Vorjahresquartal 2015, findet die Bestätigung, dass die Coronapandemie bis dato keine Auswirkungen auf die Kaupreise besitzt.

Preisanstieg für Immobilien in Metropolen zweistellig

Die mittleren Großstädte sind die Gewinner des Jahres 2020. Um satte 10,2 Prozentpunkte verteuerten sich Eigentumswohnungen. In den Metropolen wie Berlin, München, Hamburg Köln, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt a.M., den ?Big Seven?, waren die Wohnungen immerhin um 7,3 Prozent teurer als im Vorjahresquartal. Aber auch Ein- und Zweifamilienhäuser, Mangelware in Großstädten, kosteten 8,9 Prozent mehr.

Ein Blick in den ländlichen Raum zeigte ebenfalls Steigerungen, dort, wo die Besiedelung stärker ausgeprägt ist. Für Häuser mussten Käufer 9,7 Prozent mehr bezahlen und für Eigentumswohnungen 7,1 Prozent.

Umlandregionen immer beliebter

Der Trend hinaus in die Peripherie einer Metropole zu ziehen besteht schon seit Jahren. Großangelegte Infrastrukturprogramme der Bundesländer und Kommunen reizen Großstädter nach wie vor. Und die Coronapandemie ist hier auch Triebfeder einer steigenden Tendenz, weg von Menschenansammlungen und überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln.


Man könnte sagen, Corona befeuert den Run raus aus der Stadt, gerade für Familien. Die Großstadt scheint tendenziell nur noch Singles, Ein-Personen-Haushalten und jüngeren Menschen zu gehören. Teils zeigen große Bauprojekte, zum Beispiel in Berlin, dass man diesen Trend zu kleineren Wohneinheiten verstanden hat und entsprechend plant.


Hohe Mietpreise waren stets ein Hauptgrund aus der Großstadt zu fliehen, raus in die naturnahen Umlandregionen, die sich im Laufe der Zeit an diese Klientel angepasst haben. Die Metropolen konnten zwar Zuwächse an Bevölkerung verzeichnen. Es waren aber meist Fachkräfte aus dem Ausland. Durch Corona und die steigende Tendenz zum Homeoffice, dünnen sich nur die Heerscharen einwanderungswilliger Fachkräfte aus und Großstädter arbeiten lieber vom Homeoffice auf dem Land. Die dadurch sinkenden Steuereinnahmen durch die Landflucht werden zukünftig die Probleme weiter verschärfen.

Steigerung der Mieten ist relativ moderat

Laut dem Gewos-Institutfür Stadt-, Regional- und Wohnforschung stiegen die Mieten im selben Zeitraum zwischen Juli und September 2020 im Durchschnitt um nur 3,4 Prozent. Nur in den Metropolen konnte eine Steigerung von 4,5 Prozent eruiert werden.

Für Vermieter sehen Experten für Wohnimmobilien innerhalb der Großstädte weniger Steigerungsmöglichkeiten. Auch hier scheinen Mietobjekte im Umland für Investoren und Bauträger höchst interessant zu werden. Das Preisniveau könnte sich in 2021 langsam annähern und die Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten in den Umlandregionen sprechen dafür.

Ein Blick in die Glaskugel des Immobilienmarktes in Deutschland

Die Menschen werden sensibler und nicht nur Corona befeuert den Wunsch im Umland einer Großstadt, verkehrstechnisch gut angebunden und infrastrukturell eingebunden, zu leben. Kultur, Einkaufsbummel und Amüsement holt man sich dann, wenn man will, sofern die Innenstädte NACH der Pandemie noch ausreichend etwas bieten können.

Nicht die Städte an sich wachsen, sondern deren Peripherien. Damit wandern auch die Steuereinnahmen in die Kommunen im ländlichen aber gut besiedelten Bereich. Die Familien, die diesen Trend ?nach draußen? vollziehen, werden Kinder großziehen, die in der Regel ebenfalls fest im Umland verankert sein werden.

Tendenziell kann die Metropole zur reinen Arbeits- und Kulturstädte verkommen und gelebt, teils durch Homeoffice verstärkt gearbeitet, wird naturnah, fernab der Menschenmassen.

Deutschland könnte, auf lange Sicht betrachtet, wohnraumbetrachtend, diverser werden. Ein Einfamilienhaus im Grünen und gleichzeitig eine kleine Stadtwohnung könnte eine Perspektive für die Mittelschicht sein. Und in den Städten entstehen fast nur noch Miniappartements für Studenten und Singles, teils von Großkonzernen bereitgestellt. Und die Metropolen müssen sich zwangsweise damit arrangieren. Doch das ist tatsächlich nur der Blick in die Glaskugel.
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