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Platzt die Immobilienblase durch Zinsanstieg?


In vielen Großstädten steigen die Preise für Immobilien stark an, zu stark, meinen Immobilienexperten und warnen vor dem Platzen der Immobilienblase. Seit die Zinsen für Bundesanleihen steigen, reduziert sich der Wert vieler Aktien aus dem Wohnimmobiliensektor. Ist der Immobilienboom bald zu Ende und was muss die EZB tun, damit sich die Investition in "Betongold" noch lohnt?

Immobilienblase in Deutschland

Viel wurde bisher spekuliert. In den Großstädten liegen die Preise für Wohnimmobilien in zum Teil schwindelerregenden Höhen und entsprechen oft nicht mehr dem realen Wert. Das Risiko, dass dieses "Aufblasen" von Werten zum Crash führen könnte, ist zumindest vorhanden und die ersten Anzeichen sind schon lange sichtbar.

Wertpapiere, wie zum Beispiel von Vonovia und des MDax-Konzernes Deutsche Wohnen verbuchen ein kräftiges Minus. Der Grund dafür sind die steigenden Zinsen für Bundesanleihen. Im Juli lagen die Renditen noch bei minus 0,19 Prozent und stiegen bis dato auf plus 0,06 Prozent. Bleibt diese Entwicklung erhalten, wird dies auch Auswirkungen auf den Rentenmarkt haben, ergo negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

Klar haben vom Immobilienunternehmen bis zum privaten Bauherren viele von der Geldmarktpolitik der Europäischen Zentralbank, EZB, in den letzten Jahren profitiert. Der abgewertete Euro, niedrige Verzinsungen bei Lebens- und Rentenversicherungen und die rückläufigen Renditeentwicklungen vieler Anlagen zwangen fast dazu, sein Geld in das so genannte Betongold zu investieren. Die Folge waren eine hohe, ja zu hohe Nachfrage, die die Preise für Immobilien in bisher unbekannte Höhen schießen ließ.

Es ist die logische Konsequenz, dass Geld in Immobilien fließt, wenn staatliche Anleihen "Strafzinsen" produzieren und sich der Run auch auf Sachwerte wie Autos, Kunst oder Weine verstärkt. Der Immobilienmarkt sei, so Experten, "überhitzt" und viele Banken überbewerten Ihre Immobilien stark. Dies ist im Übrigen kein deutsches Phänomen. Europaweit sind die Bücher vieler Banken voll von Immobilien, deren Buchwert den realen Wert übersteigen. Käme es zu einer nachhaltigen Änderung am Kapitalmarkt, wären Milliardenschäden unausweichlich.

Der Standort Deutschland und seine Immobilienblase

Gerade in Städten wie München, Frankfurt a.M., Hamburg und Berlin staunt mach einer Bauklötzer, bei den überhöhten Preisen und Analysten wie Experten warnten bereits vor Jahren vor der Immobilienblase. Am Beispiel München zeigt es sich sehr deutlich:

Die fast 20 Jahre andauernde Stagnation am Immobilienmarkt wurde von der EZB aus dem Dornröschenschlaf geholt und die gute Konjunkturentwicklung war der Nährboden dafür, dass die Preise in der Landeshauptstadt Bayerns zweistellig wuchsen. Diese irrealen Zuwächse werden dann deutlicher, wenn man bedenkt, dass ein normaler Facharbeiter acht Jahre zusammenhängend arbeiten muss, um sich eine 60 Quadratmeter große Wohnung in München leisten zu können. Das hat mit einer ?gesunden? Entwicklung wenig zu tun.

Selbst die Bundesbank warnte bereits im Februar 2014 davor, "dass die Immobilien in deutschen Ballungszentren viel zu teuer seien" und man von einem Preisanstieg von 25 Prozent ausgehen müsse. Doch die Grätsche zwischen Zinsen für Bundesanleihen und Hypotheken weitet sich immer mehr. Seit 2014 sanken die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen von 1,7 Prozent auf nunmehr 0,06 Prozent, gleichzeitig fielen die Zinsen für eine 20-jährige Hypothek von 3,25 auf das Rekordtief von 1,75 Prozent. Wie lange hält der Kapital- und Immobilienmarkt diese "Grätsche" aus?

Und was macht Draghi?

Auf den Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, schauen nun alle, denn seine Politik wird die Entwicklung des Immobilienmarktes nachhaltig beeinflussen. Gelingt es ihm die Zinsen für Staatsanleihen nach unten zu drücken, so bliebe der Immobilienmarkt weiter für Anleger und Investoren hoch interessant und auch die Aktien der Wohnungsunternehmen und Immobilienfirmen würden sich erholen. Es ist also wichtig, dass die EZB um Draghi für eine Beunruhigung am Markt für Anleihen sorgt, um dem Immobilienmarkt Perspektiven zu geben - zumindest für die kapitalstarken Unternehmen und Menschen, die sich diese Anlageform auch leisten können.

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