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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

08.04.2018

Neue Studie über Immobilienpreise in Deutschland bis 2030

Die von der Postbank in Auftrag gegebene und jetzt veröffentlichte Prognose zeigt die Preisentwicklungen für Immobilieneigentum bis zum Jahr 2030. Demnach sind die Regionen Ostdeutschlands die Verlierer im Betongoldpoker. Die neue Studie über Immobilienpreise in Deutschland gibt aber auch Antworten auf das Warum und ist eine Grundlage für Investitionen oder notwendige Verkäufe.

Studie Immobilienpreise | Foto:(c) ArtisticOperations/pixabay.com

Wer in den letzten Tagen die Presse verfolgt hat weiß, dass man als Sparer am Kapitalmarkt kaum Chancen hat sein Geld zu mehren. Das Vergleichsportal Verivox wertete die Angebote zu Tagesgeldkonten aus und kam auf ein erschreckendes Ergebnis: Von den gut 800 verglichenen Banken zahlen 374 gar keine Zinsen mehr. Noch vor einem Jahr waren es nur 100 und Experten machen die so genannte Nullzinspolitik der EZB dafür verantwortlich. Da wird einem klar, dass Geld nur dann Geld produziert, wenn man in Hochrisikoanlagen investiert oder klug in den Immobilienmarkt einsteigt.

Nun hat die Postbank ihren alljährlichen Zukunftsblick veröffentlicht der aufzeigt, wo die Immobilienpreise bis 2030 steigen oder fallen. Ein Blick lohnt und gibt auch Hinweise für Eigentümer und Vermieter, wie man mit seinem eigenen Betongold umgehen sollte.

Studie über Immobilienpreise in Deutschland bestätigt den Osten als Verlierer

Vorab eine gute Nachricht für Immobilienbesitzer in den Metropolregionen und Süddeutschland: Die Preise steigen weiter. Spitzenreiter in der Preisentwicklung ist München mit Inflationsbereinigten und jährlichen 1,5 Prozent. Aber Moment, in 2017 verzeichnete Deutschlands teuerste Stadt noch einen Preisanstieg von 8,6 Prozent - was ist da los?

Laut Aussage der Postbank seien die Zeiten großer Preissprünge vorbei und die Grenzen des zahl- und machbaren ebenso fast am Ende. Dies gelte auch für die beiden Verfolger Düsseldorf und Hamburg, die bis 2030 mit jeweils einem Prozent Preissteigerung angegeben werden. Und in Berlin, wo die Immobilienpreise in 2017 mit über 11 Prozent schier explodierten verzeichnen die Experten und Auswerter der Daten nur noch 0,5 Prozentpunkte.

Info: Bei der Prognose wurden regionale Daten zur Bevölkerung und dem Alter, den Haushaltseinkommen sowie den Ausgaben zum Wohnen und dem Wohnungsangebot der Region durch das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut verarbeitet, inflationsbereinigt.

Aber immerhin schlägt die neue Studie über Immobilienpreise in Deutschland in die Kerbe vieler anderer Prognosen und die Einwohnerzahlen steigen bis 2030 genau in den Regionen, in denen auch die Studie Wertzuwächse anzeigt, also in den sieben größten Städten, in Baden-Württemberg und Bayern und im westlichen Niedersachsen.

Die Verlierer sind schnell ausgemacht. Bis auf die Landkreise in der Peripherie Berlins sowie Leipzig und Dresden sind klare Wertverluste von 1,3 bis über 2,5 Prozent in den östlichen Bundesländern zu erwarten. Und in Mitteldeutschland, bzw. den ebenfalls ländlich geprägten Regionen rutschen die Werte in den Minusbereich.

Die Ursachen von Preissteigerungen und Preisverfall

Ganz klar sind innerdeutsche Umzüge eine Ursache für die Prognosen. Nur noch in den Metropolen locken Arbeitsplätze und Studiengänge und ein Leben inmitten einer gewachsenen Infrastruktur. Die kleineren und ländlichen Kommunen sind die Verlierer, ja von einem Dorfsterben kann in weiten Teilen des Ostens gesprochen werden. Und dort, wo immer mehr Menschen ankommen wird die Nachfrage größer und das bestimmt den Preis der Immobilien, zulasten der verlassenen Regionen.

Wer klug und perspektivisch investieren will hat in den folgenden Regionen gute Karten auf Kapitalakkumulation: dazu gehören die umliegenden Landkreise Münchens aber auch Freiburgs im Breisgau, die Peripherie von Mainz sowie Heilbronn, das westliche Rheinland-Pfalz, das westliche Niedersachsen und einige Regionen Rund um die Hansestadt Hamburg.

Aber Vorsicht: Die Preise sind in den Gewinnerregionen bereits zum Großteil ausgereizt und die regionalen Immobilienblasen können die zukünftigen Renditen schmälern. Ebenfalls ist aus unserer Sicht schwer einzuschätzen wie die Politik gerade in den Metropolen durch Neubauprojekte den Dampf vom Kessel zu nehmen weiß und das könnte die Wertzuwächse in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Fakt ist aber, dass in 2018 auch aufgrund der (noch) moderaten Bauzinsen eine Investition in Form von Sanierungen, Anbauten oder Neukäufen in einigen Regionen sinnvoll ist. Anleger sollten sich vor allem die Infrastruktur und die möglichen Bevölkerungszuwächse genau anschauen, bevor sie investieren. Daten hierzu liefern Bauämter, das statistische Bundesamt und die jeweiligen Kommunen.

Foto:(c) ArtisticOperations/pixabay.com

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