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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

19.12.2016

Neue Bauvorhaben sollen laut Regierung innerstädtisch erleichtert werd

Wohnraum ist in den Metropolen knapp und sowohl die Landesregierungen, als auch die bundesdeutsche Politik wollen Neubauprojekte ankurbeln. Die Bundesregierung wird nun neue Bauvorhaben einfacher gestalten, in dem eine neue "Baugebietskategorie" eingeführt wird, die einfacherer Bauvorschriften enthält. Der Gesetzgeber möchte das "neue" Zusammenleben in der Stadt stärken. Wird das gelingen und ausreichen, um dem Wohnungsmangel zu begegnen?

Es fehlt in Deutschland an Wohnraum und diesem Wohnungsmangel hat die Bundesregierung nun den Kampf angesagt. Mit der Bezeichnung "Urbanes Gebiet" wird eine neue Baugebietskategorie eingeführt, die leichtere Vorgaben zur Neue Baukategorie kommt | Foto: (c) fotolia.com/EisenhansBebauungsdichte und zum Lärmschutz, so ein Sprecher des Bundesbauministeriums, mit sich bringt.

Unter dem Motto "Stärkung des neuen Zusammenlebens in der Stadt" wurde vom Kabinett beschlossen. Darüber hinaus gab es weitere Neuregelungen zum Thema Ferienwohnungen.

Bauministerin Hendricks (SPD) äußerte sich wie folgt zur neuen Baurichtlinie: "Das neue urbane Gebiet soll das Miteinander von Wohnen und Arbeiten in den Innenstädten erleichtern und neue Möglichkeiten für den Wohnungsbau schaffen. Mit dem urbanen Gebiet folgen wir dem Leitbild einer Stadt mit kurzen Wegen, Arbeitsplätzen vor Ort und einer guten sozialen Mischung?.

Möglichkeiten der neuen Baugebietskategorie

Dort, wo sich Immobilie dicht an Immobilie drängt und nur wenige Baulücken einen Neubau ermöglichen achteten die Ordnungshüter stets auf strenge Vorschriften zur Bebauungsdichte und gerade zum Lärmschutz. Diese beiden Faktoren vereitelten aber nur allzu oft Projekte, die Wohnraum hätten schaffen können.

Die neue Gesetzesgrundlage, so das Bundesbauministerium, ist eine Regelung für den privaten, wie auch gewerblichen Neubau. In den ausgewiesenen "Mischgebieten", in denen Wohnungen neben Gewerbeeinheiten existieren ist Lärmschutz nach wie vor eine Priorität, in den neu zu deklarierenden "urbanen Gebieten" soll dies nun gelockert betrachtet werden.

Darüber hinaus wird es durch die Neuregelungen auch eine Beschleunigung der Verfahren für die eingereichten Bebauungspläne geben. Ebenfalls wurde eine Nivellierung zu den Nutzungsänderungen vom Kabinett beschlossen, wonach Immobilien schneller für Wohnzwecke umgewandelt werden können.

Die Gemeinden und Kommunen müssen bei erleichterten Bauvorhaben jedoch erklären, beziehungsweise nachweisen, warum ein normaler Planungsverlauf nicht möglich ist.

Reaktionen der Immobilienwirtschaft- Kritik der Anwohner

Die Immobilienwirtschaft und Bauexperten begrüßen diesen Schritt der letztlich nicht nur eine zügigere Planung ermöglicht, sondern auch die Baukosten senkt. Zwar boomt der Wohnungsbau in Deutschland, wenn man bedenkt, dass laut statistischem Bundesamt 276.300 Neu- und Umbauten in 2016 genehmigt wurden. Aber auch wenn dies seit 1999 der höchste Stand von Baugenehmigungen ist, so reicht die Neubauquote kaum aus die Wohnungsnot in den Städten und Metropolen zu lindern.

Ohnehin bleibt abzuwarten, wie die Kommunen und auch Anwohner der jeweiligen Bauprojekte reagieren werden. Unzählige Streitigkeiten wurden bundesweit bei neuen Bauprojekten vor allem durch Anwohner angestrebt und beim Thema Lärmschutz reagieren viele sensibel. Es sind darüber hinaus genaue Bemessungsgrundlagen in Dezibel für die "urbanen Gebiete" festgelegt worden, denn in urbanen und innerstädtischen Gebieten ist der Lärmpegel meist ohnehin relativ hoch.

Die Bundesregierung erkennt die Zeichen der Zeit

Nicht nur neue Bauvorhaben sollen nachhaltig in den kommenden Jahrzehnten die steigende Einwohnerzahl Deutschlands auffangen, auch durch Bauzuschüsse sollen Familien mit mittlerem Einkommen unterstützt und zum Bau angeregt werden. Vor Jahresende sollen die Details zum "Baukindergeld" stehen, so kündigte es Bauministerin Hendricks von der SPD bereits kürzlich an.

Ohnehin gehen Immobilien- und Branchenkenner auch von einem weiteren Wachstum der Baubranche aus. Denn neben vielen privaten Investitionen im mittleren wie gehobenen Segment planen gerade Landesregierungen viele Neubauprojekte des geförderten Wohnungsbaus für einkommensschwache Familien. Doch das reiche, so die Baubranche überhaupt nicht aus, um das Ziel von 350.000 bis 400.000 Wohnungen pro Jahr halbwegs zu erreichen.

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