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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

17.12.2015

Münchens Wohnungsmarkt: teure Mieten, hohe Nachfrage

München, als drittgrößte Metropole Deutschlands ist weithin bekannt für seine hohen Mieten, seine Wirtschaftskraft und den hohen Wohn- und Lebenskomfort. In keiner Großstadt bleibt das Begehren nach Wohnraum meist unerfüllter und die bisherige Politik konnte und wollte nicht viel dagegen tun.

Nunmehr werden von den städtischen Wohnungsgesellschaften Neubauten von der Politik gefordert. Doch welche Veränderungen werden sich wie auf den Wohnungsmarkt auswirken und ist München noch eine Stadt, in der sich Investitionen durch Eigentümer und Banken lohnen?

Mit mehr als 1,4 Millionen Einwohnern ist München nach Berlin und Hamburg ein Wohnungsmarkt in München | Foto: (c) sborisov / Fotolia.comBallungsraum, der nach wie vor viele Menschen anzieht und demzufolge eine hohe Nachfrage an Wohnraum einem sehr geringen Angebot gegenübersteht. Aufgrund einer hervorragenden Infrastruktur und einer hohen Lebensqualität ist die Stadt im Freistaat Bayern ein Magnet für nationale und internationale Zuzügler.

Bis dato verlangen Vermieter Spitzenmieten in der beschaulichen Großstadt an der Isar und selbst in Bezirken wie Bogenhausen oder Altstadt-Lehel fressen die Mieten bis zu fast 50 Prozent des Nettohaushaltseinkommens auf. Da bleibt vielen Münchenern nur der Weg in weniger beliebte Bezirke wie Trudering oder Laim. Im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden geben die Deutschen circa ein Drittel ihres Haushaltseinkommens für den Mietzins aus.

Eine interaktive Karte zeigt, wo man sich bei einem bestimmten Haushaltseinkommen noch das Wohnen leisten kann: HIER

Münchens Mieten auf Rekordniveau

Aufgrund der Tatsache, dass alle städtischen Wohnungsgesellschaften zusammen in ihren Planungen nur 780 Neubauwohnungen im Fokus ihrer Aktivitäten hatten zeigt sich deutlich, dass die Politik hier in Teilen versagte. Nunmehr will die Stadt München, wie auch der Landkreis eine Kehrtwende und im Resümee ab dem Jahr 2018 immerhin 1.250 neue Wohnungen bauen lassen.

Am Beispiel einer 100 Quadratmeter großen Eigentumswohnung wurden im Jahre 2011 für einen Quadratmeter 4.270 Euro verlangt, in 2014 bereits über 6.000 Euro. Ein 30 Quadratmeter großes Appartement wurde 2011 noch für 15 Euro je Quadratmeter vermietet, in 2014 waren es bereits fast 25 Euro. Im Vergleich zu den übrigen Durchschnittmieten in Bayern mit 18 Euro für ein kleines Appartement und im deutschlandweiten Vergleich mit 12 Euro liegt München klar an der Spitze, mithin einem durchschnittlichen Mietpreis in Höhe von 19,48 Euro, unabhängig von der Größe der Immobilie.

Hoher Leerstand trotz Wohnungsnot

München stellt beim Thema Leerstand ein Unikum dar. Trotz langer Schlangen bei Besichtigungsterminen und einer exorbitanten Nachfrage an Wohnraum stehen laut Münchens Mieterverein gut 17.000 Wohnungen leer, davon, so Schätzungen, allein 1.200 städtische. Die Gründe liegen auf der Hand: Zweckentfremdung. Will heißen, dass viele Vermieter sich klar für die Nutzung von Wohnraum für Feriengäste aussprechen, locken doch weitaus höhere Gewinnmargen, als bei ohnehin schon sehr hohen Mieten.

ACHTUNG: Gerade Eigentümer und Hausverwaltungen sollten die Nutzung der vermieteten Räume überprüfen. Zweckentfremdung in München gilt aufgrund des Wohnungsmangels als Ordnungswidrigkeit und kann im Einzelfall eine Strafe von 50.000 Euro nach sich ziehen. Jedoch ist die Beweiserbringung schwer und langwierig.

München als Investitionsstandort für Betongold?

Klar, die Wirtschaftskraft der Stadt selbst und des Bundeslandes Bayerns an sich, die hohe Lebensqualität und eine gute Infrastruktur sprechen für den Standort. Der Nachfragemarkt und günstige Konditionen am Kapitalmarkt locken, ohne Zweifel. Jedoch liegen die Grundstückspreise in München weit über dem Bundesdurchschnitt und auch die Baunebenkosten sind in der Stadt an der Isar weitaus höher, als in anderen Metropolregionen.

Es ist somit eher eine Frage der langfristigen Kalkulation und ob sich eher eine Investition in Gewerbeimmobilien lohnt oder in anderen, attraktiveren Ballungsgebieten, wie zum Beispiel der Hauptstadt. Hier ist es, wie landein Land aufwärts stets eine Frage der Lage. Aber München bleibt teuer und der Wohnungsmarkt wird sich wohl auch in den nächsten Jahren nicht wirklich entspannen.Im Ergebnis kann man klar feststellen, dass die Aussicht auf ein paar Wohnungen mehr ab 2018 sich nicht auf den Wohnungsmarkt positiv auswirken werden. München ist und bleibt eine Metropole für Eigentümer und Vermieter.

Foto: (c) sborisov / Fotolia.com
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