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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

18.07.2016

Kleinvermieter erhöhen selten die Miete

In einer Umfrage des Eigentümerverbandes Haus & Grund stellte sich heraus, dass der Anstieg der Mietzinsen langsam nachzulassen scheint. Vor allem Privatvermieter und Kleinvermieter überschaubarer Immobilien mit langfristigen Mietverträgen erhöhen demzufolge nur selten die Mieten. Dieser Preisstopp sei bei Wohnungen im mittleren und hochpreisigen Segment zu beobachten, so der Verband.

Bei der schriftlichen Befragung in neu repräsentativen Regionen und Städten wurden Daten von 2.200 Privatvermietern, mithin 6355 Wohnungen ausgewertet. Demzufolge scheint sich der Aufwärtstrend der Mieten gegenüber den letzten drei Jahren abzuschwächen und im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2015 sind die Mieten in diesem Jahr kaum gestiegen.

Wie lange wurde schon keine Mieterhöhung mehr vorgenommen?

In 55,2 % der erfassten Mietverhältnisse gab es im aktuellen Mietzeitraum keine Mieterhöhung.


Mieterhöhung in bestehenden Mietverhältnissen

Aktuell wird laut Umfrage ein Nettomietzins von durchschnittlich 7,55 Euro in Mehrfamilienhäusern verlangt, immerhin einige Cent weniger als in den letzten Monaten des Jahres 2015. Hingegen stiegen die Mieten in Ein- und Zweifamilienhäusern und in Eigentumswohnungen weiterhin, jedoch nicht mit dem gleichen Tempo wie noch vor einem Jahr. Im Kern, so der Verband, sei die Zeit der Mietsteigerungen der letzten drei Jahre vorbei.

Jedoch ist anzumerken, dass es sich um durchschnittliche Werte handelt. Prosperierende Regionen wie München und Düsseldorf waren ebenso in der Datenabfrage enthalten, wie Kassel oder Gelsenkirchen. Deshalb lohnt sich stets ein individueller Blick in die einzelnen Regionen.

Geringster Anstieg bei hochpreisigen Immobilien

In Mietwohnungen des mittel- und hochpreisigen Segmentes stiegen die Mieten weitaus geringer an, als bei Mietwohnungen im Niedrigpreissegment. Laut Umfrage sind in den abgefragten Regionen ein Anstieg von fünf Prozent und mehr zu verzeichnen und das innerhalb nur einiger Monate.

Und doch zeigt sich deutlich, dass sich das Tempo der Mietsteigerungen verringert. Wenn vor einem Jahr noch jedem vierten Mieter eine Mieterhöhung ins Haus flatterte, so erhielt in den letzten 12 Monaten nur jeder zehnte eine Erhöhung. Das im Durchschnitt vor allem Kleinvermieter vor kalkulatorischen 2,9 Jahren die letzte Mieterhöhung vornahmen ist ein kleines Zeichen dafür, dass der Wohnungsmarkt anscheinend etwas zur Ruhe kommt.

Warum Kleinvermieter selten die Miete erhöhen

In großen Vermietungsgesellschaften sind Mieter meist nur eine Nummer von vielen und der private Bezug zwischen Vermieter und Mieter nicht vorhanden. Vermieter kleinerer Einheiten und Mehrfamilienhäusern seien, so betont der Verband, an einem guten Verhältnis zur Mieterschaft interessiert. Immerhin habe es bei 45 Prozent der Mietverhältnisse im bestehenden Vertragszeitraum keine Erhöhung des Mietzinses gegeben.

Info: Grundsätzlich ist eine Erhöhung um bis zu 20 Prozent in einem Zeitraum von drei Jahren bei bestehenden Mietverträgen möglich. Maximiert werden diese 20 Prozent mit der ortüblichen Vergleichsmiete aus dem Mietspiegel. In einigen ausgewiesenen Stadtteilen mit einem ?angespannten Wohnungsmarkt? liegt die Kappungsgrenze bei 15 Prozent.

Und auch wenn sich Kleinvermieter bei laufenden Verträgen mit der Erhöhung zurückhalten, umso mehr wird die Miete bei Neuverträgen erhöht, mithin im Durchschnitt um fünf Prozent. An dieser Stelle greifen die privaten Vermieter kräftiger zu, als große Wohnungsbaugesellschaften, wie der Deutsche Mieterbund bei Regionen mit Mietpreisbremse unlängst feststellte.

Belastbarkeit der Umfrage

Es ist klar, dass eine Umfrage in nur einigen Städten und eine Verifizierung von Durchschnittsmieten keine hundertprozentige Belastbarkeit aufweist. Aber immerhin zeigt es eine Tendenz und gibt Hinweise für die Gründe, warum private und Kleinvermieter nicht mehr so stark die Mieten anheben, wie zuvor. Und es scheint ebenfalls tendenziell zukünftig einen gewissen Preisstopp der Mieten im höher liegenden Preissegment zu geben, klammert man die Hotspots einzelner Städte einmal aus.

Die Umfrage wurde in neun Regionen erhoben, die den Durchschnitt des Wohnungsmarktes, bezogen auf Wirtschaftskraft, Einwohnerzahl und-dichte, repräsentieren.

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