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Käufer von Wohneigentum brauchen Hilfe


Der stetig anhaltende Immobilienboom mit seinen schier unaufhaltsamen Preisspiralen schafft langsam Probleme. Die Käufer von Wohneigentum brauchen nach Ansicht vieler Verbände Hilfe, zur Not von staatlicher Seite, wenn selbst in kleineren Städten die Immobilienpreise rasant wachen. Die Wohnraumknappheit braucht nachhaltige Lösungskonzepte.

Immobilie kaufen | Foto:(c) tamayura39/ fotolia.com

In den beginnenden 2010´er Jahren waren es die Metropolen Deutschlands, in denen signifikant Wohnraum knapp wurde und das Angebot die Nachfrage nicht decken konnte. Seit zwei Jahren ist diese Tendenz auch in kleineren Städten nachweisbar. Der Immobilienverband Berlin, IVD, spricht von 6,5 Prozent Steigerung von Eigentumswohnungen im Zeitraum 07.2016 bis 06.2017 und fordert Hilfen für Käufer von Wohneigentum.

Preise für Immobilien steigen schneller als in 2016

Laut IVD ist "ein Trend zu höheren Kaufpreisen ungebrochen" und die Ursache sei die Wohnraumknappheit. Als Lösungsansatz müssten die Städte weitaus mehr Bauland ausweisen, als zurzeit und gerade in den Metropolen besteht großer Handlungsbedarf. Der Verband, in dem sich Immobilienmakler, Verwalter und Sachverständige organisieren, wertete Studien aus, die die Brisanz am Immobilienmarkt bestätigen.

Demnach ächzt der Käufermarkt in Berlin im Segment der Neubauten unter einem Preisanstieg von mehr als 21 Prozent innerhalb eines Jahres und in Frankfurt a. Main und Köln immerhin je 18,7 Prozent. Deutschlandweit ist ein Preisanstieg für Neubauten von sechs Prozent zu verzeichnen.

Bei Bestandsbauten ist mit 7,8 Prozent zwar immer noch ein rasanter und großer Preisanstieg in Städten über einer halben Million Einwohnern zu verzeichnen, jedoch schwächte sich dieser im Vergleich zum Vorjahr mit 9,7 Prozent etwas ab. Den Grund sieht der Verband in dem Ausreizen der Preisspirale in diesem Segment.

In den Peripherien der Großstädte große Preissprünge

Wenn in den Hotspots der Metropolen kein Wohnraum zu finden ist, weichen Mieter, wie auch Käufer, auf die Peripherie aus. In den kleineren Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern lag der Anstieg der Immobilienpreise in 2016 laut Verband bei 5,5 Prozent, im laufenden Jahr sind es bereits 6,5 Prozent.

Für Immobilienkäufer bietet sich ein ähnliches Bild. Lag die Verteuerung bei Einfamilienhäusern in 2016 noch bei 4,3 Prozent sind es im laufenden Jahr bereits 5,4 Prozent. Bei freistehenden Baugrundstücken lag die Teuerungsrate in 2016 bei fünf Prozent und im aktuellen Jahr bei nunmehr 6,1 Prozent. Dass somit viele Kaufinteressenten von der frei stehenden Immobilie auf das klassische Reihenhaus ausweichen und somit im Durchschnitt ein Fünftel an Kapital sparen, dürfte klar sein. Aber auch hier diagnostiziert der Verband eine Preissteigerung von sechs Prozent.

Verband fordert Hilfe für Käufer von Wohneigentum

Es brauche Erleichterungen für potentielle Käufer von Wohneigentum, so der Verband. Ein großes Hindernis sieht man dort in der Höhe der Grunderwerbsteuer, die in vielen Bundesländern bereits 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt. Der Verband hält eine Senkung der Grunderwerbsteuer, sowie einen anderen Umgang mit Freibeträgen für ein probates Mittel, um die Hürden für den Immobilienerwerb zu verringern.

Auf der anderen Seite fordern viele Vertreter der Bau- und Wohnungswirtschaft eine intensivere finanzielle Unterstützung im Segment des sozialen Wohnungsbaus, um die Wohnraumknappheit abzuschwächen und damit den Preisanstiegen am Immobilienmarkt Herr zu werden. Die Warnung dieser Spitzenvertreter, der Staat solle sich bloß nicht aus dem sozialen Wohnungsbau verabschieden um einen Kollaps zu verhindern, sollte im Zuge der bevorstehenden Bundestagswahl bei allen Parteien angekommen sein.

Doch auch wie und von welcher Seite man die Medaille betrachtet: Zu viele Menschen treffen auf zu wenig Wohnraum, ob nun im Mietersegment oder bei selbst genutztem Wohneigentum. Ein nachhaltiges und finanzstarkes Engagement des Bundes und der Länder in den sozialen Wohnungsbau, sowie eine Umsetzung von Neubaukonzepten für Mittelverdiener ist ebenso wichtig, wie eine Hilfe für Käufer von Wohneigentum. Doch ob die Parteien nach dem 24. September 2017 wirklich das umsetzen, was sie in ihren Wahlprogrammen versprochen haben, steht auf einem anderen Blatt.

Foto:(c) tamayura39/ fotolia.com

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