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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

22.04.2016

Ist die Immobilie wirklich eine gute Kapitalanlage? Teil I

Wenn es nach den Banken und Bausparkassen geht, ist die Immobilie immer die wohl beste, weil sicherste Kapitalanlage. Bei historischen Niedrigzinsen buhlen aber nicht nur Finanzdienstleister um zahlungskräftige Neukunden, auch Immobilienfonds und Anlagegesellschaften, sowie Hausbaufirmen raten zum Kauf oder Neubau einer Immobilie und locken mit hohen Renditen. Doch ist das eigen genutzte Haus oder die vermietete Eigentumswohnung wirklich der beste Weg sein Geld zu mehren, oder für das Alter vorzusorgen? Wir nennen die Vorteile und die Nachteile des so genannten "Betongoldes" und geben hilfreiche Tipps zur Lage, zur Finanzierung und zu gefragten Immobilienarten.

"Ein Eigenheim ist ein Invest in Ihre Altersvorsorge für Sie. Oder investieren sie in vermietete Immobilien und partizipieren sie selbst als Eigentümer ". So, oder so ähnlich haben wir es alle schon einmal gehört und bei dem niedrigen Zinsniveau und nachweislich steigenden Mieten ist der Bau der eigenen vier Wände ein logischer Schritt, ebenso wie ein Investieren in Bauprojekte und vermietete Eigentumswohnungen. Doch braucht es einer genauen Betrachtung, denn ob eine Investition in eine Immobilie wirklich der ideale Weg ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Und hierzu wollen wir das Pro und das Contra detailliert begutachten.

Das Pro für eine Kapitalanlage in Immobilien

  • Wohnraum ist nicht inflationär und wird immer gebraucht, ergo Schutz vor wirtschaftlichen Krisenzeiten
  • Eine fremd genutzte Immobilie kann im Alter selbst genutzt werden, Stichwort Eigennutzung
  • In guten Lagen und wirtschaftlich interessanten Lagen wie Berlin, München, Stuttgart und Hamburg ist von einer gewissen Wertstabilität auszugehen
  • Die Nachfrage an altersgerechten und energieeffizienten Immobilien steigt
  • Sicherheit durch Streuung innerhalb der Vermögenswerte
  • Aktuell geringe Zinsen für anderweitige Kapitalanlagen
  • Für Selbständige können Anschaffungskosten als Werbungskosten beim Finanzamt geltend gemacht werden
  • Unabhängigkeit von inflationären Tendenzen, da eine Immobilie einen Sachwert darstellt
  • Für Eigennutzer eine bessere Wohnqualität
  • Das Contra für eine Kapitalanlage in ImmobilienImmobilien als Kapitalanlagen - Für und Wider | Foto: (c) alphaspirit / Fotolia.com

  • Der Verkauf einer Immobilie dauert oft Monate und ist nicht zeitnah in liquides Kapital umwandelbar
  • Relativ hohe Verwaltungsaufwendungen für Nebenkosten, Reparaturen und Instandhaltung
  • Je nach Lage und Ausstattung ein hohes Risiko durch Leerstand, ergo Mietausfälle
  • Mögliche, versteckte Baumängel oder hohe Instandhaltungsrückstände
  • Laufende Kosten für Hausverwaltung und die hohen Kosten der Instandhaltungsrücklage bei Wohnungseigentümergemeinschaften, Stichwort Gemeinschaftseigentum
  • Bei Kauf hohe Transaktionskosten für Makler, Notar, Grunderwerbssteuer und Registergebühren, circa 10 Prozent des Kaufpreises
  • Geringe steuerliche Vergünstigungen, da nur noch lineare Abschreibung von zwei Prozent auf den Gebäudeanteil möglich
  • Streitereien innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft
  • Durch die demographische Entwicklung und stagnierende Löhne besteht in eher unattraktiven Lagen das Risiko des Wertverlustes
  • Das Zinsniveau kann sich ändern, somit hohes Zinsrisiko nach möglicher Prolongation
  • Risiko von Vandalismus und Mietnomaden
  • Bei Eigennutzern veränderte Raumbedürfnisse im Laufe der Jahrzehnte

  • Bei allem Für und Wider zur Immobilie als Kapitalanlage sollte man stets die möglichen und machbaren finanziellen Voraussetzungen prüfen, aber auch die Ziele, die man mit der Investition verbindet. Was heute noch finanziell möglich ist, muss in 10 oder 15 Jahren nicht mehr gelten. Also sichern Sie sich nachhaltig ab, vor allem Ihre Einnahmesituation, durch spezielle Versicherungen, bevor Sie auf das Buhlen der Finanzdienstleister positiv reagieren.

    Und doch gibt es weitere Merkmale, die man beim Kauf einer Immobilie beachten sollte, nein muss. In welche Art von Immobilie sollte man investieren und vor allem wo, ist denn die Lage nicht das Entscheidende? Und wie sieht es wirklich aus mit der "Rendite" einer Immobilie. Ist die fremd genutzte Immobilie wirklich den Begriff "Betongold" wert? Mit diesen Fragen wollen wir uns in Teil II - ist die Immobilie wirklich eine gute Kapitalanlage - detaillierter beschäftigen.

    Foto: (c) alphaspirit / Fotolia.com

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