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Immobilienverrentung als Sicherung des Lebensabends Teil II


Wer am Lebensabend nur eine geringe Rente bezieht, jedoch eine wertige Immobilie besitzt, kann sein Eigentum verrenten. Als Leibrente oder Nießbrauch kann die Immobilienverrentung eine gute Alternative sein, ohne finanzielle Einbußen sein Rentendasein finanziell zu verbessern. Doch ist dies das beste Modell im Umgang mit dem Herbst des Lebens?

Immobilienverrentung als Rentenerhöhung | Foto: (c) Kzenon/ fotolia.com

Die Leibrente inklusive einem lebenslangen Wohnrecht ist ebenso ein Modell wie der Nießbrauch, um die finanziellen Bedingungen im Alter zu verbessern. Und das der Nießbrauch viele Vorteile mit sich bringt, erörterten wir in ersten Teil bereits. Doch wo liegt der grundlegende Vorteil wirklich und wie berechnet sich der Nießbrauch an den eigenen vier Wänden?

Der grundlegende Unterschied oder Vorteil liegt aber darin, dass der Nießbrauchberechtigte den Kaufpreis nicht als Leibrente, sondern mit einem Betrag ausbezahlt bekommt. Bei der Ermittlung des Verkaufspreises subtrahiert der Käufer den Nießbrauchwert vom Verkehrswert der Immobilie. Dieser Nießbrauchwert ermittelt sich aus der jährlichen Miete multipliziert mit der restlichen Lebenserwartung des Verkäufers.

Ein Beispiel: Das Einfamilienhaus besitzt einen Verkehrswert von 250.000 Euro. Der Verkäufer ist 65 Jahre alt und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 78. Die ortsübliche Miete liegt bei 1.100 Euro. Die 78 Jahre Lebenserwartung minus aktuellem Alter ergibt den Faktor 13, multipliziert mit 13.200 (jährliche Miete) ergibt dies einen Nießbrauchwert von 171.600. Dieser Nießbrauchwert wird vom Verkehrswert abgezogen, ergo erhält der Verkäufer 78.400 Euro, mit einem Mal.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Den Betrag kann der Ruheständler am Kapitalmarkt anlegen, eine Sofortrente bei einem Versicherer beantragen oder einfach für Reisen ausgeben.

Achtung: Unbedingt darauf achten, dass der Käufer die Lebenserwartung nicht zu hoch ansetzt. Denn wenn man sehr alt wird, was zu hoffen ist, geht dies zu Lasten des Käufers.

Lohnt sich die Immobilienverrentung wirklich?

Und wenn ja, für wen, werden Sie sich jetzt fragen ?

Sie ist eine durchaus interessante Alternative für Ruheständler, die ihr Haus nicht vererben wollen, beziehungsweise können, oder die eine sehr geringe Rente beziehen. Ebenfalls kann eine Verschuldung eine Triebfeder sein, die Immobilie zu verrenten. Ohnehin lohnt sich dies nur ab einem Alter von 70 Jahren.

Tipp: Man sollte sich generell prüfend mit dem Thema auseinandersetzen und einen Rechtsbestand hinzuziehen. Auch die Verbraucherschutzzentralen können den Ablauf und die Verträge prüfen.

Die Alternative zur Immobilienverrentung

Ganz klar und deutlich ist der Verkauf der Immobilie in eigener Regie die Idealkurve für einen sorgenfreien Lebensabend. Denn der Erlös zum Verkehrswert wird nicht durch die Leibrente oder den kalkulierten Nießbrauch gemindert. Viel Raum und Räume braucht es meistens auch nicht mehr und mit dem Verkaufserlös kann wiederrum eine kleinere, bedarfsgerechte und auch barrierefreie Wohnung erworben werden. Oder einfach ein schönes Objekt in infrastrukturell angemessener Lage anmieten?! Der Vorteil liegt klar darin, dass meist Geld übrig bleibt um die kleine Rente aufzustocken. Und überdies muss man sich nicht mit Instandhaltungen und Reparaturen herumschlagen.

Ebenso kann man das hart erarbeitete Einfamilienhaus auch vermieten. Zwar müssen die Einnahmen aus Vermietung & Verpachtung als Einkommen zusätzlich versteuert werden und eine Vermietung hat auch seine eigenen Tücken. Und doch kann dies eine gute Alternative für Menschen sein, die gerade das Rentenbezugsalter erreicht haben und noch mit vielen Jahren rechnen können.

Im Resümee will wohl fast jeder Eigenheimbesitzer in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Ist die Rente jedoch zu klein und der Lebensabend noch lang, kann die Immobilienverrentung über die Leibrente oder den Nießbrauch eine Möglichkeit sein, finanzielle Sicherheit zu erlangen. Wer auf die Tücken dieser Verrentung achtet und sich gut beraten lässt, kann aus seiner Immobilie nach dem Abbezahlen noch Kapital schlagen. Und dennoch ist die Möglichkeit eines Verkaufes der Immobilie in Eigenregie die beste und nachhaltigste Alternative, in vielerlei Hinsicht. Und wer auf die beschwerliche Gartenarbeit verzichten kann und ohnehin weniger Wohnraum benötigt, handelt mit dem eigenen Verkauf nicht nur finanziell nachhaltiger für sich, sondern auch für die Hinterbliebenen.

Foto: (c) Kzenon/ fotolia.com

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