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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

28.01.2017

Immobilienpreise der sieben größten Städte Deutschlands Teil II

Deutschlands Immobilienmarkt verändert sich seit Jahren. Die Menschen ziehen vermehrt vom Land in die Stadt und selbst Mittelstädte verzeichnen explodierende Immobilienpreise. Wir wollen einen Einblick in die sieben größten Städte Deutschlands geben, mit Preisangaben und Perspektiven, den Vor- und den Nachteilen für mögliche Käufer und Investoren.

Fakt ist: Es wird teurer, von Jahr zu Jahr und in einigen Bezirken und Stadtteilen der Städte Immobilien Preise |  Foto: (c) blende11.photo/ fotolia.comgrößten sieben Städte Deutschlands schraubt sich die Preisspirale in Monatsschritten nach oben, wie in Teil I mit Berlin beschrieben und die steigenden Einwohnerzahlen verknappen das Angebot in den großen Ballungszentren.

4. Köln - wächst und wächst sogar auf der "Schäl Sick"

Ja, so nennt der typische Kölner die rechte Seite des Rheins und dort, wo vor Jahrzehnten kaum ein Kölner oder Zuzügler hin wollte, entwickelt sich die Domstadt enorm. Zwar steigen die Preise relativ moderat und sind mit durchschnittlich 3.250 Euro niedriger als Berlin. Aber die Rheinmetropole mit ihren etwas mehr als einer Million Einwohnern wächst und wächst. Innerhalb der nächsten Jahre müssen pro Jahr mehr als 6.200 Wohnungen her, pro Jahr, so eine IW-Studie.

Positiv für Käufer

Köln wird moderat wachsen, sowohl wirtschaftlich, als auch bezogen auf die Einwohnerzahl. Doch Köln ist ein Magnet, Domstadt mit guten Universitäten und der Wohnraum ist seit langem ein knappes Gut und die Erwartungen in Sachen Neubauten hinken der Realität stark hinterher. Findige Investoren sollten sich auf die rechte Rheinseite konzentrieren. Hier sind Quadratmeterpreise von 2000 Euro dann und wann zu finden, so wie in Poll oder Westhafen. Vor allem kleine und moderne Zwei-Zimmer-Wohnungen braucht es, so regionale Immobilienmakler. Gerade in Chorweiler im Norden mit 1.450 Euro und im südlichen Meschenich mit 1.350 Euro ist noch Platz nach oben, auch wenn man sich dann doch wieder links vom Rhein bewegt.

Negativ für Käufer

Das moderate Wachstum in vielerlei Hinsicht wird die Rendite auch immer stets moderat halten. In teuren Stadtteilen wie Lindenthal mit 4.600 Euro und Klettenberg mit 4.500 Euro, mithin im Zentrum Kölns, scheint der Immobilienpreis ausgereizt zu sein. Vor allem aber die Lage Kölns im Bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wirkt sich ebenfalls moderat auf den Immobilienmarkt aus, der Wirtschafts- und Wohnbereich Rhein-Ruhr bietet auch preiswerte Immobilienalternativen in der Nähe.

5. Frankfurt a.M. - anziehend durch die Macht des Geldes

Wohl auf wenige Städte wird sich die europäische Finanzmarktlage so intensiv auswirken, wie auf die gut 730.000 Einwohner zählende Stadt der Großbanken. Der Brexit ist sicher ein labil wirkender Faktor, wirtschaftlich betrachtet, aber er bringt dem Immobilienmarkt Frankfurts unter Umständen riesige Chancen. Freie Wohnungen gibt es faktisch nicht und mit einer Leerstandsquote von 0,5 Prozent und nur etwas über 600 im Internet zur Verfügung stehenden Eigentumswohnungen stellt die Hessische Metropole ein Einzelfall dar.

Positiv für Käufer

Die Frankfurter Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht und viele Investoren schieben neue Wohnungsbauprojekte an, die es dringend und zwingend braucht, so im Europaviertel und auf dem Riedberg. Allein in 2016 wurde ein Preisanstieg von 19 Prozent erreicht und die Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die Chance liegt für Investoren an der absoluten Knappheit von Wohnungen und den Chancen, die die veränderte Europapolitik dem Bankenstandort zukünftig zuschreibt. Mit 7.750 Euro in Westend-Süd, oder Westend-Nord mit 6.200 Euro inklusive guten Blick auf die Bankentower ist Frankfurt ein teures Pflaster, aber Stadtteile wie Sindlingen mit 2.400 Euro oder auch Sossenheim mit 2.100 Euro bieten Chancen und damit Perspektiven. Und vor allem für Luxusimmobilien ist der Standort ideal, sofern das nötige Kleingeld vorhanden ist. Investoren mit kleinem Geldbeutel sollten in der umliegenden Metropolregion Rhein-Main, außerhalb der City investieren.

Negativ für Käufer

Die Einwohnerzahl Frankfurts steigt stetig, aber im Verhältnis zu Berlin nur marginal in den nächsten Jahrzehnten, sofern sich der Standort an der finanzpolitischen Gewichtung Londons nicht vorbeischummelt. Baugrundstücke sind rar und viele private Bauherren und Mieter zieht es eher in die ländlichen Regionen der Peripherie, als in Sichtweise der Wolkenkratzer der City.

6. Stuttgart - mit dem Stern im Dauerboom

Die größte Stadt Baden-Württembergs, zugleich Hauptstadt des südwestlichsten Bundeslandes kann positiv in die Zukunft blicken. Zu den bisher dort lebenden 623.ooo Einwohnern werden sich stetig neue dazu gesellen und viele Neubauprojekte schaffen dringend notwendigen Wohnraum. Allein in den Villengärten zwischen Hauptbahnhof und Rosensteinpark entstehen 7000 neue Wohnungen.

Positiv für Käufer

In keiner Stadt stiegen die Preise in den letzten 24 Monaten schneller, als in der Landeshauptstadt, ausgenommen von Berlin. Ein Neubau in dem teuersten Stadtteil Stuttgart-Nord kann für über 7.200 Euro den Besitzer wechseln, ein Quadratmeter Eigentumswohnung in Sillenbuch ist immerhin 4.800 Euro wert. Regionale Immobilienmakler beschreiben es so: Der Immobilienmarkt Stuttgarts ist im Dauerboom. Da die gesamte Region Rund 2,7 Millionen Einwohner zählt und die regionale Automobilbranche dauerhafte Stabilität verspricht, wird eine Investition auch zukünftig eine kluge Entscheidung sein.

Negativ für Käufer

Tendenziell werden die Preise in den nächsten Jahren nicht mehr so steigen, wie in 2015 und 201, die Anzahl der Transaktionen ging um acht Prozent zurück. Dennoch überwiegen die Vorteile des Standortes und selbst Investoren kleinerer Wohneinheiten können auf eine nachhaltige, wenn auch nicht riesig ausfallende Rendite hoffen.

Im letzten und dritten Teil wollen wir uns der siebtgrößten Stadt Deutschlands widmen und damit auch der Stadt Deutschlands, die neben Berlin wohl die spannendste Entwicklung am Immobilienmarkt, neben Berlin, zu erwarten hat.

Foto: (c) blende11.photo/ fotolia.com

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