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Immobilieninvestoren drängen nach Deutschland


Eine Studie von PwC und dem Urban Land Institute bestätigt, dass die europäischen Immobilieninvestoren nach Deutschland drängen und vor allem Großstädte im Fokus der Anleger liegen. Schweizer Immobilieninvestoren schätzen seit langem den großen Bruder im Norden, doch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten, vor allem nach dem Votum zum Brexit, lassen Gelder für große Bauprojekte aus allen europäischen Ländern nach Deutschland fließen.

Der Immobilienmarkt in Deutschland und der Schweiz weist viele Gleichnisse auf. Immobilieninvestitionen beliebt | Foto: (c) Calado / fotolia.comWohl deshalb investierten Schweizer Banken und Investoren seit langem ihr Geld in Bauprojekte nördlich der Alpen. Doch die wirtschaftspolitische Lage in Europa hat zunehmend dazu geführt, dass das Kapital in Städten wie Berlin, Hamburg und Frankfurt investiert wird und zunehmend London als Investitionsplatz für Immobilien verdrängen. Unter den Kapitalanlegern, die mit Baugold handeln gilt Berlin als Trendsetter, ob der wirtschaftlichen Dynamik und den steigenden Einwohnerzahlen an der Spree, die eine hohe Nachfrage nach sich ziehen.

Studie bestätigt den Drang der Immobilieninvestoren nach Deutschland

Die Entscheidung der Briten aus der Europäischen Union auszusteigen hat unter Bankern ohnehin dazu geführt, dass Frankfurt am Main als aufsteigender Finanzplatz den Platzhirschen im Europäischen Geldverkehr, London, sukzessive verdrängt. Die wirtschaftlichen Folgen, die sich aus dem Brexit ergeben sind ohnehin nicht vollends zu beurteilen, aber Unsicherheit führt bei Kapitalanlegern stets zu einer Veränderung des Anlageverhaltens.

Der Studie von PwC und dem Urban Land Institute zufolge ist die Mainmetropole der Aufsteiger des Jahres. Noch im Vorjahr auf Platz 20 des Rankings findet sich Frankfurt am Main nun auf Platz drei, hinter dem Spitzenreiter Berlin und Hamburg. London hingegen rutschte von Platz 15 auf Rang 27 ab.

Wie sehr politische und wirtschaftliche Faktoren die Beliebtheit eines Immobilienstandortes beeinflussen lässt sich auch daran ablesen, dass Großstädte wie Istanbul, Athen und Moskau noch weitaus tiefer im Ranking rutschten und für Immobilieninvestoren kaum mehr von wirklichem Interesse sind.

Analysten, wie auch die Verfasser der Studie stellen fest, dass London seinen Status als "sicherer Hafen" nun an die deutschen Metropolen verloren hat. Aufgrund der ähnlichen Struktur der Immobilienmärkte der Schweiz und Deutschland konnte sich auch Zürich im Ranking von Platz 24 auf 13 hocharbeiten.

Wer hats erfunden? Die Schweizer!

Was seit jeher in Form von Kräuterbonbons für Hals und Rachen gut sein mag, kann für Immobilieninvestitionen ebenfalls gelten und so eifern viele Investoren aus Europa den Schweizern nach und investieren in das Baugold in Deutschland. Man vertraut dem Wirtschaftswachstum in Europa kaum, hingegen hegen die meisten Banken keinen Zweifel daran, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin wächst. Letztlich drückt ein stotternder Konjunkturmotor aus die Mietpreise und somit auf die Bewertungen einzelner Immobilien und dies kann die Rendite klar gefährden. Man vertraut dem Standort Deutschland zunehmend, wenngleich Großbritannien immer noch unangefochten die meisten Immobilieninvestitionen verzeichnet, nun noch dichter gefolgt von Deutschland.

Wo Immobilieninvestoren investieren

Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung in Europa verlieren die bisherigen Segmente Büro- und Verkaufsflächen immer mehr an Bedeutung. Wohnimmobilien gelten immer mehr als vermeintlich geringeres Risiko, gerade dort, wo Wohnraum knapp ist und zeitgleich die Wirtschaft floriert. Und auch Nischensegmente sind auf dem Vormarsch. Mittlerweile tragen sich zwei von drei Investoren mit dem Gedanken in Studentenwohnheime zu investieren, was dem Mangel an Wohnraum gerade in Universitätsstädten geschuldet sein mag. Und jeder zweite stellt sein Kapital dem Segment Hotellerie zur Verfügung und auch hier punktet Deutschland als Reiseland und Berlin als die Tourismushauptstadt Europas.

Und ein Investitionsbereich taucht zum ersten Mal in der Studie auf: günstiger Wohnraum. Zwar mögen die Renditeaussichten eher bescheiden ausfallen und der "return of invest" länger dauern, dafür Punktet preisgünstiger Wohnraum, weil das Risiko einer Fehlinvestition gerade bei den niedrigen Leerstandsquoten gen null gehen dürfte, bei langfristiger Betrachtung.

Die Politik wird privates Investment freuen

Es fehlt an wirklich nachhaltigen Konzepte in vielen Landesparlamenten Deutschlandweit um der Wohnungsnot zu begegnen. Und vor allem fehlt es an Geld bei der knappen Haushaltslage der Kommunen. Da sind Immobilieninvestoren nicht nur aus der Schweiz, sondern aus dem gesamten Europaraum, willkommen. Vor allem Investitionen in bezahlbare Wohnungsbaukonzepte dürften das politische Ziel, jedes Jahr 400.000 Wohnungen zu bauen, ein gutes Stück näher bringen und Deutschlands Wachstum auch in stürmischen Zeiten weiter auf Erfolgskurs halten.

Foto: (c) Calado / fotolia.com

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